Katze 14 Wochen alt will kein Katzenfutter

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10 Antworten

Meine Mutter hatte eine Katze, die ausschließlich rohe Nieren frass. Du kannst ja Deine Katze zu nichts zwingen.

ist das nicht etwas einseitig?

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@Certainty

Nun ja - aus menschlicher Sicht schon. Die Katze starb rotzdem nicht sofort. Wie alt sie wurde - keine Ahnung, es war eine Fundkatze.

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@beangato

Katzen sterben auch nicht sofort von Trockenfutter. Aber man sollte schon auf eine abwechslungsreiche Ernährung der Tiere achten. Sowohl beim Fertigfutter als auch bei der Rohfütterung. Mehrere Fleischsorten am besten rot und weiß, Innereien und Knochen sollten schon dabei sein.

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@beangato

@ beangato: Sorry, das ist nicht aus menschlicher, sondern aus feliner Sicht zu einseitig. Begründung: Für gewöhnlich werden Kalzium und Phosphor in einem Atemzug genannt, da ihr Verhältnis mit 1,1:1 nahezu gleich ist (Ausnahme: nierenkranke Katzen ==> 1,4 bis 1,5:1) und die Wirkung vom Gehalt des jeweils anderen abhängt. Gibt man seiner Katze nun langfristig Nieren (wie deine Mutter es tat), resultiert daraus eine Unterversorgung mit Kalzium bzw. eine Überversorgung mit Phosphor. Dadurch kann die Nierenfunktion abnehmen und die Kalziumverwertung gestört werden, so dass die Knochendichte sinkt ==> Bruchanfälligkeit und Osteoporose sind dann die Folge. Auch proteinarme und fettreiche Kost sowie ein Vitamin-D-Mangel hemmen die Kalziumaufnahme. Besteht hingegen ein Mehr an Kalzium, wird das Phosphor schlechter gelöst und dessen Aufnahme eingeschränkt. Aus diesem Grunde sollte das Verhältnis stets ausgewogen sein.

Merke auch:

  • Kalzium ist wichtig in punkto Knochenaufbau und -erhalt, Zahngesundheit, Muskeleffizienz und Blutgerinnung.
  • Phosphor dient neben Knochenaufbau und -erhalt sowie Zahngesundheit auch der Energiegewinnung und -verwertung.

Stichwort Folgen: Certainty liegt richtig: Bei Leiden wie Nierenerkrankungen (wo häufig Trockenfutter, aber auch einseitige Ernährung eine Rolle spielen) ist die Gefahr latent, d. h. vorhanden, aber noch nicht erkennbar. Begründung: Die Symptome zeigen sich erst, wenn 75% des Gewebes zerstört sind - und somit, wenn es längst zu spät ist …!

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Vielleicht mag sie ja lieber Trockenfutter. Hast Du das schon probiert ?

Die "Extrawurst" und den Thunfisch hat sie aber gefressen? Oder?

Übrigens, ich habe selbst Katzen und kann Dir aus Erfahrung sagen, daß eher die Katze deinen Willen bricht als umgekehrt. Wenn ihnen etwas nicht schmeckt oder nicht gut riecht,dann fressen sie es auch nicht. Basta!

Manche Futtersorten bieten auch "Junior-Futter" an. Wie lange sind sie denn schon von der Mama weg ? Vielleicht will sie sich nicht so schnell entwöhnen lassen. Frag mal in einer Tierhandlung ob es Katzenbaby-Ersatznahrung gibt.

Viel Erfolg

Trockenfutter würde ich weder bei Hund noch Katze benutzen. Katzen sind ehem. Wüstentiere, die ansich scho sehr wenig Wasser zu sich nehmen. Bei Trockenfutter müsste die Katze ihre Wasseraufnahme um ein Vielfaches steigern, was sie nicht macht, bzw auch nicht schafft. Ein Grund von vielen, warum viele Katzen nach einigen Jahren Nierenprobleme bekommen.

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@Certainty

Wie kommst du darauf,daß Katzen ehemalige Wüstentiere sind ? Da wäre mir neu.

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@heulsuse2000

@ heulsuse2000: Ach deshalb empfiehlst du Trockenfutter: Weil dir das prägendste aller Merkmale in punkto Fressverhalten schlichtweg entgangen ist: Die Tatsache, dass Katzen in der Tat ehemalige Wüstentiere sind.

Für jene ist Trockenfuttergabe ein NoGo! Begründung: Es ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mach selber den Test und tropfe Wasser über’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Dadurch verliert auch die Magenschleimhaut einen Teil ihrer Schutzschicht und macht die Katze anfälliger für Magenreizungen und -entzündungen, die in Geschwüre übergehen können. Was erschwerend hinzukommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Fischen und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht, Blasenentzündungen (da weniger Harnabsatz), Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind. Das Risiko von Futtermilbenbefall (Allergieauslöser) steigt bei falscher Lagerung ebenso - mitunter sind gar Rohstoffe bereits damit kontaminiert!

Wüstentiere sind es gewohnt, einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung aufzunehmen, was Trockenfutter niemals gewährleistet.

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@Kathy34

vielen Dank Kethy34: Endlich mal jemand mit Fachwissen. Ich wünsche mir mehr Leute wie dich =)

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Katzen sind sehr eigenwillig ( auch die Kleinen schon)

Wenn du beide gleich füttern willst ;-) ..........( also mit Katzenfutter) musst du konsequent bleiben. Lg

Sorry, von Konsequenz ist in solchen Fällen unbedingt abzuraten! Begründung: Durch Nahrungsentzüge können Katzen schlimmstenfalls eine hepatische Lipidose (Fettleber) entwickeln. - Wie entsteht eine Fettleber? Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das diese Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen, eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden (notfalls auch ungesundes Trockenfutter) - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Selbst bei beabsichtigter Gewichtsreduktion darf die Energiezufuhr nur 10 bis schrittweise(!) maximal 25% unter dem Erhaltungsbedarf liegen, d. h. unter dem Nahrungsmindestbedarf eines erwachsenen Tieres bei normaler Aktivität. Alles andere käme einer Radikaldiät gleich, die ebenso eine Fettleber auslösen kann! Selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber verzeichnen nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist.

Zur Vorgeschichte: Es wird davon ausgegangen, dass diese Stoffwechsel-Besonderheit auf dem ursprünglichen Fressverhalten von Katzen basiert. Ihre Vorfahren waren es gewohnt, mehrmals am Tag kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen (Vögel, Fische oder kleine Mäuse). Durch die Suche und das Erlegen von Beutetieren waren sie ausreichend in Bewegung, waren entsprechend normal- anstatt übergewichtig und benötigten jenes Enzym nicht.

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@Kathy34

Danke für deine ausführliche Information. In der Tat sehr aufschlussreich, zugegeben,so habe ich das bis jetzt nicht gesehen. Lg

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Situativ kann ich dir in punkto Nahrungsverweigerung folgendes anraten:

  • Biete ihr Leckerlis an, und zwar soviel sie mag! Teilweise ist es so, dass sich Katzen (trotz möglicher Schmerzen) gerade noch zu deren Verzehr durchringen können, weil sie etwas Besonderes sind. Eine gute Wahl sind Knabberstangen (natürlich nur die zucker- und getreidefreien und mit 95% Fleischanteil). Im Prinzip stellen sie ein Halbfeuchtfutter dar (Flüssigkeitsgehalt zwischen 14 und 31%). Weiterer Vorteil: Sie sind eingeschweißt, Stichwort Aromaversiegelung und Schimmelprävention.
  • Mag sie Milch? Natürlich keine Katzenmilch; diese ist zwar laktosefrei, enthält jedoch Zucker. Besser (da gesünder) ist laktosefreie Milch aus dem Handel. Jene ist zuckerfrei und obendrein um ein Vielfaches günstiger. Außerdem wirkt sie sich positiv auf ihren Flüssigkeitslevel aus, der im Moment ja sehr im Argen liegt.
  • Versuch am besten auch, sie mit der Hand zu füttern. Mitunter fressen Katzen dann besser.

Der Umkehrschluss lautet somit: Niemals gegen ihren Willen ein Futter aufdrängen, das sie nicht mag! Begründung: Nahrungsentzüge bedeuten eine ernstzunehmende Gefahr für Katzen. Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) entwickeln. - Wie entsteht eine Fettleber? Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das diese Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen, eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Selbst bei beabsichtigter Gewichtsreduktion darf die Energiezufuhr nur 10 bis schrittweise(!) maximal 25% unter dem Erhaltungsbedarf liegen, d. h. unter dem Nahrungsmindestbedarf eines erwachsenen Tieres bei normaler Aktivität. Alles andere käme einer Radikaldiät gleich, die ebenso eine Fettleber auslösen kann! Selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber verzeichnen nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist.

Stichwort Thunfisch: Bei deiner Menge („immer mal“) kann Thunfischgabe gefährlich werden; besser wäre es, ihr stattdessen 1 bis 2 Mal wöchentlich gekochten Fisch zu servieren. Begründung: Thunfisch ist mit Methylquecksilber belastet; dieses Schwermetall ist gesundheitsschädlich, zumal es Vergiftungserscheinungen auslöst. Typische Erstsymptome einer Quecksilbervergiftung sind Zahnverlust und Erbrechen. Später kann das gesamte Nervensystem beeinträchtigt werden; d. h. es können Beschwerden wie Reizbarkeit, Unruhe, Krampfanfälle und Muskelzuckungen auftreten. Außerdem werden deine Katzen durch derartige Mengen ständig mit Vitamin D überversorgt, was zu

  • Kalkablagerungen im Muskel-, Fett- und Bindegewebe
  • Knochenzersetzung
  • Appetitlosigkeit und
  • Erbrechen

führen kann. Beachte: Schon 100 g Thunfisch enthalten 5,0 µg Vitamin D. Auf diese Menge sollte eine normalgewichtige Katze erst nach 4-5 Tagen(!) kommen, Babykatzen wie deine also noch später ...! Hinzu kommt, dass ein gutes Katzenfutter den Vitamin-D-Bedarf bereits abdeckt; Freigänger synthetisieren dieses Vitamin sonnenbedingt gar selbst.

Des Weiteren hoffe ich, dass du mit „anderen Extrawürsten“ keine menschliche Nahrung meinst. Diese ist weitestgehend ein Tabu für Samtpfoten. Lachsschinken ist beispielsweise viel zu salzig; daneben können Schokolade und rohes Schweinefleisch sogar tödlich sein! Auch Zwiebelgewächse wie Knoblauch, Schnittlauch und Speisezwiebeln sind gefährlich, da sie durch die Zerstörung roter Blutkörperchen eine Hämolyse (= Blutarmut) auslösen können. Einzig laktosefreie Milch als Leckerli (w. o. erwähnt) sowie ab und zu ein rohes Stück Rindfleisch zur Zahnreinigung kann ich empfehlen (es sei denn, du putzt ihnen die Zähne mit einer Katzenzahnbürste und -pasta, was noch besser wäre). Bedenke bitte auch: Im Alter von 14 Wochen legst du Grundsteine für spätere Vorlieben, die prägend sind. Das heißt: Je früher sie an schlechte Nahrung herangeführt werden (wobei es ja „nur“ um die Kätzin geht) umso schwieriger wird eine spätere Futterumstellung!

…, da der Platz leider nicht ausreichte:

Stichwort Katzenfutter: Auch das ist ein sehr dehnbarer Begriff, denn Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter - soll heißen: Trockenfutter scheidet schon mal aus. Begründung: Trockenfutter (auch getreidefreies) ist vielfach die Ursache für Nierenversagen, Übergewicht, Diabetes, Magenreizungen und -entzündungen (die in Geschwüre übergehen können), Zahnprobleme, Blasenentzündungen (da weniger Harnabsatz), Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind. Das Risiko von Futtermilbenbefall (Allergieauslöser) steigt bei falscher Lagerung ebenso - mitunter sind gar Rohstoffe bereits damit kontaminiert!

Man bedenke: Eine Katze benötigt täglich mindestens 60 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht [je nach Temperatur, Gesundheitszustand, Alter und Aktivität sogar bis 80 ml ==> z. B. im Welpenalter (wie deine beiden), bei Durchfall oder chronischer Niereninsuffizienz (CNI)]. Da kommt ein Tier mit Trockenfuttergabe niemals hin, zumal es - im Gegenteil - auch noch Wasser entzieht!

Die beste Wahl ist Nassfutter mit 60% Fleisch-Mindestanteil ohne Getreide und Zucker. Mittel- bis hochwertig sind folgende Sorten:

  • Real N*ture
  • Animonda C*rny
  • Gr*u und
  • M*C’s (alle erhältlich im Zoofachhandel).

Völlig akzeptabel und somit ein Kompromiss zwischen Geldbeutel und Qualität sind diese Sorten:

  • L*x (erhältlich beim A-Discounter Nord)
  • C*chet (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim A-Discounter Süd)
  • B*anca (alle, außer „Geflügel und Leber in Wildgelee“ ==> hellgelbe Dose; erhältlich beim P-Discounter) sowie
  • Opt*cat (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim L-Discounter).

Außerdem irrst du leider, wenn du meinst, eine Krankheit ausschließen zu können. Nur im günstigsten Fall kann man erkennen, ob ein Tier krank ist, z. B. durch Inappetenz (wie bei deiner Katze ==> somit liegt eine Krankheit quasi auf der Hand), Abmagerung oder ein verändertes Wesen. Wichtig: Schlechtes Fressverhalten ist immer ein Alarmzeichen und kann alles Mögliche sein, z. B. ein Magengeschwür infolge einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung), eine Zahnfleischentzündung oder, oder, oder … ==> daher mein dringender Rat: Bitte fahr unverzüglich zum Tierarzt (es gibt auch einen tierärztlichen Notdienst)! Offenbar braucht sie dringend eine Infusion, denn wenn Katzenbabys nichts zu sich nehmen, können sie innerhalb weniger Stunden austrocknen und versterben - umso schneller bei diesen Temperaturen! Faktor Zeit ist bei solchen Verdachtsmomenten alles entscheidend. Zöger bitte nicht länger, sonst stehst du in der Verantwortung.

Alles Gute für deine Katzen!

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@Kathy34

Wäre nicht eine artgerechte Ernährung mit rohem Fisch und Fleisch, innereien, knochen etc. am besten für das Tier? Gekochter Fisch hat doch für sie gar keine Nährstoffe mehr.

Muss jetzt aber dazu sagen, habe mir nicht alles durchgelesen, also nicht gleich hauen^^.

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@Certainty

Wenn man so will, ja! Viele scheuen allerdings vor dem sogenannten Barfen (d. h. der Rohfleischfütterung) zurück, z. B.

  • wegen der Gefahr von Krankheitserregern, die rohes Fleisch mit sich bringt (Stichwort Durchfallerkrankung aufgrund Salmonellen),
  • weil sie meinen, es sei zu zeitaufwendig,
  • weil sie kein Bestreben haben, sich in das Thema einzulesen
  • oder weil sie schlichtweg das Befürchten haben, ihr Tier mit bestimmten Nährstoffen über- oder unterzuversorgen.

Hochwertiges Nassfutter, das man anhand folgender Kriterien erkennt:

  • hoher Fleischanteil (mindestens 60%)
  • kein Zucker und keine Zuckerderivate (==> häufig auch als Fructose, Karamell, Saccarose oder Dextrose deklariert)
  • Eiweißextrakte und pflanzliche Nebenerzeugnisse sollte es möglichst nicht enthalten, mit Betonung auf Nebenerzeugnisse - pflanzliche Erzeugnisse dürfen zwischen 3-5% betragen. Wichtig: Ohne Verarbeitung von Mais und Soja sowie idealerweise genau deklariert! Außerdem ist Getreide nicht gleich Getreide: Gekochter Reis etwa darf in obiger Menge darin vorkommen und begründet eine bessere Verdaulichkeit als beispielsweise Hafer, weil er besser aufgespalten wird. Gekochte Kartoffeln sind eine Alternative zu Reis (natürlich ebenso maximal in obiger Menge).
  • Stichwort Öle und Fette: Diese müssen zwar nicht, können aber minderwertig sein. Besser wäre eine genaue Angabe, z. B. Hühner- oder Geflügelfett. Merke: pflanzliche Öle + Fette sind nicht empfehlenswert bzw. tierische sind empfehlenswert.
  • Der Rohproteingehalt sollte mindestens 10% betragen, besser wären 12 oder mehr ==> vorausgesetzt, es sind tierische anstatt pflanzliche Proteine. Ist der Großteil pflanzlich, so können auf Dauer die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Der Rohfettgehalt sollte mindestens 5% betragen. Neben Fetten können auch fettähnliche Substanzen gemeint sein, z. B. Carotinoide. Zuviel Fett macht zwar dick, doch besteht ein Mangel, können stumpfes Fell, Knochenstoffwechsel- und Fruchtbarkeitsstörungen die Folge sein.
  • Rohasche enthält anorganische Bestandteile des Futters und somit Mineralstoffe mit Nährstoffcharakter [d. h. Mengenelemente (z. B. Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor + Schwefel) sowie Spurenelemente (z. B. Eisen, Fluor, Kupfer + Selen)]. Rohasche gibt die Verwertbarkeit des Futters im Magen-Darm-Trakt an und sollte maximal(!) 2,5% betragen, besser wären 1,5-2%. Merke: Je geringer der Wert desto besser die Verdaulichkeit. Ist der Wert zu hoch, kann eine Verunreinigung vorliegen.
  • Rohfasern sind Ballaststoffe zur Darmregulierung, z. B. Cellulose und Lignin. Ein guter Wert liegt deutlich unter 1%. Merke: Je höher der Wert desto größer die Kotmenge, d. h. desto minderwertiger das Futter. Mit einem zu hohen Wert können auch Nierenschäden und Zahnstein einhergehen. Es gibt auch Futter mit 0,1% Rohfaseranteil, was optimal ist.
  • genaue Deklaration: Werden z. B. tierische Nebenerzeugnisse wie Lunge und Euter als solche gekennzeichnet, kann man in der Hinsicht von einem guten Futter ausgehen. Ferner werden auch Bestandteile wie Magen, Darm und Blut dem felinen Bedarf gerecht und sind sogar wichtig - in der Rohfütterung sind sie immerhin Gang und Gäbe. Knochen und Eierschalen versorgen die Katze außerdem mit Kalzium. Zum Vergleich: Naturgemäß frisst sie auch Knochen, Blut, Gedärme und Fell (==> Ballaststoffe) einer Maus, d. h. Beutefresser trifft unterm Strich gar eher zu als Fleischfresser …! Vorsicht könnte allenfalls geboten sein, wenn Nebenprodukte nicht konkret benannt sind und / oder der Hersteller auf Rücksprache nur dürftige Informationen preisgibt. Dann könnten sich hinter den Erzeugnissen geringwertige Füllstoffe verbergen, z. B. Hufen und Federn. Insbesondere Letztgenannte dienen aufgrund der Ballaststoffe zwar der Verdauungsregulierung, können aber nur schlecht bis gar nicht verwertet werden - das Resultat: eine größere Kotmenge (==> überschreitet diese ¼ der Futtermenge, ist Minderwertigkeit des Futters anzunehmen, obwohl Kontrollen kaum realisierbar sind - höchstens bei traurigen Wohnungseinzelkatzen …!). Es wird zur optimalen Versorgung also mehr Futter benötigt, weshalb Fütterungsempfehlungen bei abstrakten Verweisen wie „tierische Nebenerzeugnisse“ entsprechend höher liegen (können). Umkehrschluss: Je niedriger die Fütterungsempfehlung desto hochwertiger das Futter!

…, halte ich daher für eine vertretbare Alternative.

Stichwort Fisch: Roher Fisch und Muscheln enthalten das Enzym Thiaminase. Dieses kann das Vitamin B1 (Thiamin) zerstören. Thiaminmangel wiederum führt zu Herzleistungsstörungen, Krämpfen und Fressunlust. Schilddrüsenkranke Tiere sollten ohnehin nur Süßwasserfische bekommen, da sie weniger Jod enthalten. Sicher könnte man jetzt argumentieren, dass Katzen ihre Beute naturgemäß auch nicht erhitzen, aber dadurch wird die obige Tatsache nicht wiederlegt.

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@Kathy34

Finde es sehr schade, dass so viele Leute nich tmal 5 Minuten Zeit pro Tag für das Futter ihrer Tier haben. Also wir barfen unseren Hund auch. Sie bekommt alles Roh. Salmonellen machen einem gesunden Tier ja auch nichts aus. Klar wenn der Darm etc schon durch Trofu etc angeschlagen ist, dann haben Salmonellen einen Angriffspunkt. Aber so viel Aufwand macht die artgerechte Ernährung gar nicht muss ich sagen.

Bezüglich roher Fisch, ja damit hast du recht, deswegen soll man Fische nur selten geben, aber ich meine bei Katzen wäre das etwas anders. Beim Thema Hunde stimme ich dir da absolut zu, wobei manche Fische weniger von dem Enzym enthalten, Lachs, Regenbogenforelle, Sprotten z.b. Die kann man getrost einmal die Woche als Tagesration füttern.

Aber ich sehe wir sind da zum Großteil einer Meinung.

Bei uns gibt es mittlerweile Kein Dosenfutter mehr, weil man einfach nicht zu 100% nachvollziehen kann, was darin enthalten ist und meist zu viele Füllstoffe enthalten sind.

Leider bin ich im Thema Katze nicht ganz so drin, aber bei Hunden sollen es min 20% Fett sein, da es sonst auch zu Nierenproblemen kommen kann. Fett wird ja als Energieträger verwendet (was bei uns Menschen auch so wäre, wenn wir auf den Zucker verzichten würden =) ).

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@Certainty

Nein, bei Katzen ist es leider nicht anders.

Ich finde es ebenso bedauerlich, dass viele Tierbesitzer das Ernährungsthema so stiefmütterlich behandeln und vielfach zu sogenannter „Premiumware“ greifen - umso schlimmer, wenn dies auch noch bedeutet Premium-Trockenfutter! - Tja, Premium ist (ebenso wie Verbraucherschutz ==> „vom Verbraucherschutz empfohlen“ völlig nichtssagend ==> V*rbraucherzentrale wäre erst eine Hausnummer) kein gesetzlich geschützter Begriff. Das wissen die Hersteller und machen sich diese Tatsache zu pass …! Dadurch wird Aufklärungsarbeit, die wir Ratgebenden hier regelmäßig leisten, umso wichtiger.

Gruß, Kathy.

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@Kathy34

Auf dem Futter kann von mir aus auch drauf stehen, dass da hochkarätiges Gold drin ist. stimmen tuts eh nicht, weil ja viele Stoffe nicht deklarationspflichtig sind.

Und meist wird ja eh nur das minderwertige Fleisch genommen, sonst macht man ja keinen Gewinn.

Aber ich sehe wir sind uns einig.

Bei mir kommt seit langer Zeit nur noch Rohes in den Napf =). Kann ich jedem nur ans Herz legen.

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Eine kalzifizierung der Organe ist nicht möglich durch überversorgung mit Vitamin D.

Katzen können Vitamin D NICHT in der Haut selber bilden!!!! Es MUSS über das Futter zugeführt werden!

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damit sie endlich normal frisst

Normal für eine Katze (Raubtier) ist frisches rohes Fleisch. Am besten noch lebendig.

Ja sicherlich. Aber dann würde sie verhungern. Leider nicht sehr hilfreich.

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@pappepfeffer

Warum würde sie denn verhungern? Es wurde ja nur gesagt "Am Besten noch lebendig." nicht "ZWINGEND LEBENDIG FÜTTERN!" Totes Fleisch rennt nicht mehr weg.

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Na dann nochmal, meine Antwort vor ca 30 Minuten wurde scheinbar nicht angenommen.

Ich würde dir Fleisch empfehlen. In Katzenfutter ist sowieso kaum etwas nahrhaftes drin. Der Großteil besteht aus Füllstoffen, die Tiere, sowohl Katzen wie auch Hunde, nicht verwerten können. Im Internet findest du ganz viel zu dem Thema unter den Begriffen Barf oder Prey. Ich ernähre meinen Hund auch artgerecht. Ist zwar etwas anders, als bei Katzen, aber wenn du Fragen hast, helfe ich dir gerne weiter.

Eine artgerechte Ernährung ist auch wesentlich gesünder und in der Regel sogar günstiger als dieser Fertigfraß.

Grüße

Wahrscheinlich wurde Deine Antwort von den romanartigen Ausführungen verdeckt. Offensichtlich ist es nicht so leicht, kurz und knackig formulieren und sich dabei auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Nicht böse sein Kathy34. :-)

P.S. Deine Antwort wurde nicht scheinbar nicht angenommen, dann wäre sie ja angenommen worden, sondern anscheinend.

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@mychrissie

sorry dass ich das jetzt so sage, aber die Antwort passt nicht zum Thema^^.

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Meine Tochter hat auch 2 Katzen, die fressen grundsätzlich nur Trockenfutter. Hast Du das mal probiert?

Sorry, das sollte man besser gar nicht erst probieren, da Trockenfutter zwar als Katzennahrung deklariert wird, aber nichts mit artgerechter Ernährung zu tun hat.

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Wenn ich sowas wieder lese. Es hat einen Grund das die Katze es nicht essen will. Tiere wissen was schei*e für Ihren Körper ist!! Informiere dich mal über Artgerechte Haltung!!!

Mit dieser Antwort hätten wir schonmal die unsinnigste.

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....setz eine Maus aufs Katzenfutter obendrauf....vielleicht bekommt sie dann Appetit...^^

Hast du Trockenfutter probiert ?

Sorry, das sollte man unbedingt vermeiden, da es die am wenigsten artgerechte Nahrung überhaupt ist.

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