katholische Kirche?

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13 Antworten

Nach der Bibel sind alle gläubigen Christen Priester und Heilige (vgl. 1. Petrus 2,5-9), die die Biel auslegen und alles anhand der Heiligen Schrift überprüfen sollen. Es ist nicht so wichtig, was Pfarrer, Priester, Prediger oder Kirchenoberhäupter sagen, sondern das, was die Bibel lehrt.

Wenn jemand mit der Bibel belegen kann, dass die Lehren von Kirchen, Gemeinden oder bestimmten Christen nicht stimmen, ist das völlig in Ordnung. Es steht sogar in der Bibel, dass Christen Irrlehren aufdecken sollen. Der Maßstab muss immer Gottes Wort sein und nicht Traditionen, Regeln, Gesetze und Lehren, die von Menschen in christlichen Kirchen bzw. Gemeinden aufgestellt wurden.

Das Vorbild sollten die Beröer sein: "Sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte" (Apostelgeschichte 17,11).

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chrisbyrd 10.10.2017, 19:19

Vielen Dank für den "Stern", liebe Grüße und Gottes Segen!

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Tatsache ist:

Was wir über Gott wissen, kommt ausschließlich

  • aus der Bibel
  • oder aus unserem eigenen Fühlen (geschärft durch das Wissen aus der Bibel).

Problem bei all dem ist nur, dass schon der Begriff die Bibel durch verschiedenen Glaubensgemeinschaften unterschiedlich definiert wird:

  • Juden verstehen darunter nur das sog. Alte Testament.
  • Christen verstehen darunter das Alte ebenso wie das Neue Testament.
  • Katholiken, die dominanteste Gruppe der Christen, haben sogar selbst definiert, was sie als Teil (oder nicht als Teil) des Neuen Testaments sehen wollen.

Wer recht hat, ist nicht so wichtig, denn alle bemühen sich, den ihnen durch Gott gegebenen Verstand in bestmöglicher Weise zu nutzen, über Gott nachzudenken aus dem Wunsch heraus, ihn besser zu verstehen. Eben das ist, so scheint mir, genau das, was Gott sich wünscht. Er wird uns nicht verdammen, wenn wir auf diesem Weg hier oder dort irren.  

Dass wir ihn - auch nur annäherend - voll und ganz verstehen werden, dürfen wir wohl nicht erwarten (denn dazu sind er zu groß und unsere Möglichkeiten zu begrenzt).

Wer sich jetzt wundert, warum ich Gott als gegeben voraussetze (was ja keineswegs sekbstverständlich ist), dem sei gesagt:

Tatsache ist, dass alles, was wir konkret untersuchen können, per Evolution entstanden ist. Das aber bedeutet: Es muss Naturgesetze geben, welche die Evolution steuern und zielgerichtet machen. Wir nehmen an - bzw. können uns nichts anderes vorstellen - dass Gott sie in Kraft gesetzt hat. 

Genauer: Die uns unbekannte Ursache der Naturgesetze ist letztlich das, was wir als Gott bezeichnen: als den, der alles erschaffen hat - und damit auch uns.

Das Wunderbare, schier Unfassliche, darin ist, dass er uns - ja sogar all seinen Geschöpfen - in gewissem Umfang eigenen Willen gestattet. Eben daraus schließen wir, dass er uns wohlgesonnen ist. 

Viele Christen sind der Überzeugung: 

Wo Gott uns bestraft, tut er es ausschließlich dadurch, dass er sich von uns zurückzieht, wir uns seiner Gegenwart dann also immer weniger bewusst werden. Wer der Überzeugung ist, dass das, was uns beseelt, letztlich der "Atem" Gottes ist, wird verstehen, dass der Verlust seiner Gegenwart schlimmer sein kann als alles andere.

Damit ergibt sich als Antwort auf deine Frage:

Es ist nicht wichtig, welcher Konfession man angehört. Wichtig ist nur, dass wir die in uns aufkeimende Frage nach Gott nicht ignorieren,  sondern dass wir mit all unseren Fähigkeite versuchen, zu ergründen, warum sie uns immer und immer wieder beschäftigt. Mehr - so denke ich - fordert Gott von uns nicht.

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Du hast die freie Auswahl, an welchen Gott du glauben möchtest. Alle Götter sind durch die ihnen von den Religionen zugewiesenen Eigenschaften definiert.

Wenn du erkennst, daß sich Aussagen einer Religion gegenseitig ausschließen oder daß einige Aussagen blanker Unsinn sind, dann hast du zumindest die Gewißheit, daß da ein nicht existierender Gott angeboten wird, und es bleibt wiederum dir überlassen, ob du an so etwas glauben möchtest oder nicht.

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danhof 04.10.2017, 14:15

Das heißt, wenn zum Beispiel zwei Wissenschaftler unterschiedlicher Ansicht über... sagen wir Schwarze Löcher sind, dann habe ich die Gewissheit, dass es keine Schwarzen Löcher gibt, richtig?

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Dxmklvw 04.10.2017, 17:53
@danhof

Nein, das ist falsch. Du hättest dann die Gewißheit, daß es schwarze Löcher geben könnte - oder auch nicht.

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Für einen Christen sollte einzig und allein die Bibel die Autorität sein - alles andere muss sich ihr unterordnen bzw. natürlich auch an ihr messen lassen!

"Die katholische Kirche" ist an sich nicht gut oder schlecht. Sie unterscheidet sich in Details und Art und Weise von "der evangelischen Kirche".

Manche Menschen stehen mehr auf Weihrauch und das Mystische, die Rituale. Manche sind eher kühle Kopfmenschen und bevorzugen eben etwas anderes.

Solange Jesus und seine Botschaft im Mittelpunkt stehen, braucht man sich da gar keine Gedanken zu machen und schon gar nicht zu streiten.

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juste55 04.10.2017, 19:45

danhof,

und diese Details sind nicht entscheidend?

Ich denke, du gehörst einer best. Kirche an, weil du die Unterschiede entscheidend findest?

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danhof 05.10.2017, 07:59
@juste55

Klar. Ich bin zum Beispiel gegen die Kindstaufe und deshalb Baptist.

Aber das sind Dinge, bei denen man unterschiedlicher Ansicht sein kann und TROTZDEM das gemeinsame, Jesus Christus, betonen kann, meine ich.

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Als Christ glaubst du, verstehst du, dass Jesus Christus für deine Sünden gestorben ist und so den Weg zu Gott wieder freigemacht hat. Das ist die Grundlage.

Alles andere baut darauf auf, kommt danach. Ich finde, wer eine Beziehung zu Jesus Christus hat aufgrund o. g. Verständnisses, dem zeigt der Heilige Geist ob etwas von Gott so gedacht ist oder sich fehlentwickelt hat.

Und bei vielen Dingen kommt es auch gar nicht darauf an, sondern hängt davon ab wie der einzelne Mensch tickt - eher traditionell, modern etc. Ich "glaube" nicht an eine Kirche, weder an die katholische noch an eine andere. Sondern ich bin Teil einer Kirche, in der sich Christen treffen um auf verschiedene Art Gottes Reich zu bauen.

Schau dir doch mal folgende Seite an: https://thefour.com/de/ Vielleicht hilft dir das auch weiter. Da wird gut erklärt wie das kommt mit "an Gott und an Jesus glauben". Ich wünsche dir alles Gute und Gottes Segen!

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naaman 04.10.2017, 20:00

"an Gott und an Jesus glauben".

Schön das es noch Menschen gibt, die Gott und Jesus als zwei verschiedene Personen verstehen.

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anniegirl80 04.10.2017, 20:48
@naaman

Ich bin Verfechter der Dreieinigkeit, Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist sind für mich aber trotzdem drei verschiedene Wesen.

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Die katholische Kirche legt die Bibel nicht richtig aus, zumindest in einigen Dingen. Zum Beispiel ist laut der katholischen Kirche die jungfrau Maria eine heilige, aber das ist sie nicht und sie finden auch, dass ihre Kirche wichtig sei, aber auch das ist sie nicht. Es ist letztlich nur ein Gebäude.

Es ist gut, dass du zu Jesus finden willst. Ich gebe dir den Tipp die Bibel zu lesen und mit dem Buch Johannes anzufangen, da es das Buch der Liebe ist. Such dir am besten eine freikirchliche Gemeinde in der man an die Dreieinigkeit und die Bibel glaubt. Musst allerdings denke ich eine Weile suchen bis du die richtige gefunden hast. 

Wenn du fragen hast, dann frag mich gerne aus. ;-)

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danhof 04.10.2017, 14:11

sie finden auch, dass ihre Kirche wichtig sei, aber auch das ist sie nicht

Naja, das Gebäude an sich ist natürlich irrelevant, aber die GEMEINSCHAFT ist wichtig und auch biblisch.

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Hallo anony

Ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst. Ich gehöre zur römisch-katholischen Kirche und glaube an Gott. Mit den meisten Lehren der katholischen Kirche kann ich mich identifizieren, mit einigen jedoch nicht. 

Ich persönlich empfinde die Konfession letztlich vollkommen unwichtig, ich wäre sicherlich bei den Evangelen kein anderer Mensch und kein besserer Christ. Wichtig ist für mich, dass ich die Gebote Gottes beachte, und die Lehren Jesu. Und die sollten für alle Menschen gleichermassen gelten,. egal welcher Religion sie angehören.

Alles Gute,

der Halbammi

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danhof 04.10.2017, 14:17

HALB Ammi mit VOLL guten Ansichten :-)

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Als Katholik kannst Du nur an Gott und "die heilige katholische Kirche" (Zitat aus dem Glaubensbekenntnis) glauben. Als Christ gibt es natürlich zahlreiche andere Konfessionen und Sekten.

Die katholische Kirche sieht sich beauftragt durch die Worte Jesu: "Du bist Petrus. Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen" und "...was ihr auf Erden bindet, wird auch im Himmel gebunden sein..." Damit sind auch "Abweichungen" zu begründen, die die katholische Kirche für verbindlich erklärt hat.

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juste55 04.10.2017, 19:48

Jesus sagte: "Laßt euch nicht Vater nennen, denn einer ist euer Vater, der himmlische...." (Matth.23)

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Sofern die Lehren der Kirche nicht mit den Lehren Gottes übereinstimmen, wird man dafür belohnt, wenn man an diese nicht glaubt und diese nicht praktiziert. Zumindest aber wird man für das Nichtpraktizieren auch nicht von Gott bestraft.
Du kannst natürlich an Jesus glauben. Als Prophet, aber nicht als Gott. Jesus ist nicht Gott. Du darfst ihn nicht anbeten. Tust du das aber, dann folgst du ja den Dogmen der Kirche, dann folgst du nicht mehr Gott, weil du ihm dann etwas beigesellst und das wird er mit Sicherheit nicht gut finden.

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Wenn du davon überzeugt bist, dass bestimmte Lehren der katholischen Kirche nicht stimmen, dann darfst du gar nicht an sie glauben.

Auch in der kath. Kirche ist die oberste Instanz das eigene Gewissen.

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DinoSauriA1984 04.10.2017, 13:31

Stimmt so nicht ganz. Natürlich kann ich nichts glauben, wovon ich überzeugt bin, dass es falsch ist. Die katholische Kirche nimmt jedoch für sich in Anspruch - und bezieht sich dabei auf den Auftrag Jesu Christi, die Inhalte des Glaubens zu kennen. Als Mitglied dieser Kirche kann ich mich nur fühlen, wenn ich in den wesentlichen Punkten diese Authorität anerkenne.

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PaulPeter44 04.10.2017, 14:06
@DinoSauriA1984

naja, aber ich fühle mich auch als Deutscher ohne die deutsche Kultur als das einzig Wahre anzusehen, oder die Entscheidung der Politiker als richtig zu empfinden.

ich fühle mich auch als Mitglied meiner Familie, ob ich vielleicht die Meinung meiner Eltern nicht teile, die Lebensweise meines Bruders nicht richtig finde und in einigen Bereichen meine eigene Meinung habe.

Ich finde durchaus, das man Mitglied der katholischen Kirche sein kann, und doch einige Entscheidung oder Ansichten als falsch ansehen kann.

Du hast recht, wesentliche Punkte muss ich anerkenne, aber das sind Punkte des christlichen Glaubens, Auferstehung und das Wesen Gottes ect. aber in anderen Punkten kann ich durchaus andere Meinung sein, Punkte, die die Menschen entschieden haben und nicht wesentlich für den christlichen Glauben sind.

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Mk3,28-29
28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wie viel sie auch lästern mögen;
29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.

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Nun, zuerst empfehle ich Dir, die Bibel zu lesen. Und wenn Du Dir einmal das 23. Kapitel des Matthäus-Evangeliums durchliest, liest Du, dass Jesus Christus die damalige religiöse Elite schwer kritisiert hat. Einiges, das Jesus damals gesagt hat, trifft auch auf die kath. Kirche zu. V. a. der Alleinseligkeitsanspruch der kath. Kirche ist nicht biblisch. In der Bibel steht: Glaube an den Herrn, so wirst du und dein Haus selig. Nicht: Sei katholisch, so wirst du und dein Haus selig!

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Glaube und Kirche sind nicht ein und das Selbe.
Die Kirche ist eine von Menschen geschaffene Institution und Menschen sind fehlbar - daher kann meiner Meinung nach, keine Kirche ein Exklusivrecht und Unfehlbarkeit für eine Religion/Glauben für sich reklamieren!

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