Kater und kitten verstehen sich nicht, was soll ich tun?

6 Antworten

Mit 6 Monaten ist er bestimmt bereit für eine kastra, und daran wird es einerseits liegen.

5 Tage sind auch noch nicht lange, der kleine Zwerg ist ja ohne seiner Einwilligung in sein Revier gezogen, dass er da etwas brauch und sich daran zu gewöhnen ist ganz klar, das kann schon noch 2 Wochen dauern, du solltest auch nicht eingreifen solange es nicht ausartet... "fallen" also Ecken in den er den Zwerg drängen könnte, könntest du versuchen zu verstellen, also zb einen Polster reinlegen sodass die Ecke nichtmehr so schmal ist und der kleine flüchten kann.

Du brauchst also schon noch etwas Geduld... Gib ihn die Chance, lass ihn nicht alleine versauern, das ist nichts schönes für Katzen alleine zu leben.

Es sind erst 5 Tage.

Und ja, mit 6 Monaten kommt auch ein BKH langsam in die Pubertät. Zwingend jetzt kastrieren lassen und ggf. einen anderen Tierarzt suchen.

Und mit 6 Monaten ist der große auch kein Kitten mehr. Er zeigt deutlich Revierverhalten und lässt sich nicht mehr durch den Spieltrieb ablenken.

Was tun? Beide mit einem alten Shirt abreiben (Sportshirt von deinem Mann oder Schlafanzug). Schön der Stallgeruch von euch verteilen.

Auf den Boden setzen. Leckerli verteilen - eins rechts für den kleinen, eins links für den großen.

Austoben musst du beide jetzt getrennt. Müni ist schon zu grob und stark für den kleinen. Das ist jetzt erstmal zeitaufwendig, keine Frage. Zwei Kitten im gleichen Alter wären da entspannter für dich gewesen. Aber das bekommst du hin!

Du sagst der kleine kommt nicht zur Ruhe: Ist deine Wohnung katzengerecht ausgestattet? Gibt es mehrere erhöhte Liegeplätze zum Rückzug? Falls noch nicht, kann ich dir das nur empfehlen! Es ist dabei immer gut, wenn es zwei Fluchtwege gibt und so keiner bedrängt werden kann (Beispiel: Rechts und links ein Wandbrett neben dem Kratzbaum um am anderen vorbei absteigen zu können.

Ecken, die zum Bedrängen geeignet sind, würde ich erstmal provisorisch dicht machen.

Es hört sich für 5 Tage eigentlich schon gut an, dass sie beide im Bett schlafen oder auf dem Hocker. Würden Sie sich hassen, würde es anders aussehen!

Hallo evcim

der Müni muss Kastriert werden, hätte er schon mit 4 Monaten. Markiert er denn noch nicht ? Und dann mal langsam. Teddy ist erst 5 Tage bei euch. Was hast du denn erwartet ? Ihr habt Müni, in seine heile und Sichere Welt, einfach einen fremden rein gesetzt. Das Müni da keine Luftsprünge vor Freude macht, ist doch klar. Das beide Stressfrei zusammen fressen können, ist ein sehr, sehr gutes Zeichen. Alles andere muss sich einspielen und braucht Zeit. Müni muss lernen, wie er mit Teddy umzugehen hat. Und Teddy muss lernen, das Müni der Boss ist, er dich aber durchaus auch mal wehren darf.

Allgemeine Info Zusammenführung/Vergesellschaftung:

Die Katzen sollten vom alter und Charakter zusammen passen, damit es auch klappt.

Man tendiert generell dazu, das die Katzen bitte keinen großen Altersunterschied haben sollen. Denn eine alte Dame z.B., ist schnell genervt von einem Jungspund und der Jungspund ist total gelangweilt, da die alte Dame ihre Ruhe haben mag und nicht spielen will.

Auch beim Geschlecht tendiert man eher dazu, das man Kater/Kater und Katze/Katze am besten Vergesellschaftet. Denn Kater spielen viel grober als Katzen und das könnte, bei einer Zusammenführung von Kater/Katze, zum Problem werden. Daher eben auch unbedingt auf den Charakter achten, das man nicht einen gemütlichen, sanften Charakter zu einem Power geladenen Rockstar dazu setzt.

Andererseits finde ich aber auch, wer sein Tier wirklich kennt, kann auch über das Geschlecht und das Alter eines Artgenossen Urteilen bzw. entscheiden. Unsere 5 Kater kennen es von klein auf nicht anders, da ich private Pflegestelle bin, das hier immer mal Alters- und Charakter unterschiedliche Katzen Anwesend sind. Ich habe 5 Jungs. Felix 11 Jahre, Maui 4 Jahre, Dante 3 Jahre, Yoda 2 Jahr und Titus 1 Jahr alt und es ist super.

Hinweis: Auch wenn ich gerade sagte, das, wenn man sein Tier kennt, auch über Geschlecht, Alter und Charakter eines Artgenossen entscheiden kann, so sind Katzen, die lange in Einzelhaft, in reiner Wohnungshaltung leben mussten davon definitiv Ausgeschlossen ! Hier ist es um so Wichtiger, das es eben wirklich ein Tier ist, das vom Alter, Geschlecht und Charakter gleich/ähnlich ist !

Wichtig: Alle Katzen müssen wenigstens die Grundimpfung haben, sollten bereits Kastriert und gechipt sein, der auch bei Tasso registriert ist !

Es gibt zwei Varianten der Zusammenführung/Vergesellschaftung...

Aber zuerst sollte man wissen:

Eine Zusammenführung bzw. Vergesellschaftung, geht nicht zwischen Tür und Angel, man braucht Zeit und viel Geduld. Bei einer Zusammenführung gibt es immer kleinere Aufreger. Es gibt Prügeleien, Kreisch-Orgien (fauchen, knurren, brummen, zischen, miauen...) und wenn es ganz hart wird, fließt auch mal Blut. Darauf muss man sich einstellen, das ist völlig normal. Bitte nur dazwischen gehen, wenn es blutig wird. Ideal wäre es, wenn man sie für eine Zusammenführung auch Zeit nehmen kann. Ein Wochenende, eine Woche Urlaub, je nach Charakter der Katzen.

Es ist Wichtig, das die Katzen die Rangordnung selbst klären ! Und selbst danach, wird es immer wieder mal Szenen geben, wo Kräfte gemessen und die Rangordnung neu aus gestritten werden und gerangelt und gespielt wird.

Die neue Katze wird sich, in den meisten Fällen, erst mal ein sicheres Versteck suchen. Zum Beispiel unter einer Kommode, unterm Bett ect. Bitte NICHT die Katze da raus holen. Einfach in Ruhe lassen. Die Katze kommt auf euch zu, wenn sie im neuen Zuhause angekommen ist. Denn für die Katze bedeutet ein neues zu Hause erst mal Stress. Es ist eine neue, fremden Umgebung, neue Gerüche, Gegenstände, Eindrücke. Lasst der Katze Zeit. Das kann sogar paar Tage dauern. Aber es kann aber auch anders rum sein, das die bereits vorhandenen Katzen erst mal das weite suchen oder sich erst mal verstecken.

Stellt der Katze bitte Futter und Wasser in die Nähe, sie wird sich Nachts raus trauen und fressen, wenn ihr schlaft. Auch ein KaKlo sollte Anfangs bitte erst mal in der Nähe stehen.

Wenn sich die Katze dann heraus traut, sprecht sie immer mit ihrem Namen an. Bitte in leisen, sanften Tönen sprechen. Bitte immer nur so viel machen, wie die Katze es zu läßt. Lasst die Katze an der Hand schnuppern, bevor ihr sie streichelt.

Gleich Loben, wenn sie es zu läßt. Alles andere passiert dann von ganz alleine.

Die erste Möglichkeit, eine kalte Zusammenführung:

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das dies sehr gut klappen kann, wenn man seine Tiere wirklich gut kennt und die Reaktionen gut einschätzen kann. Ich habe bislang bei nur einer Zusammenführung eine Räumliche Trennung gemacht, bzw. die neue Katzen immer über Nacht von den anderen getrennt und bin damit gut gefahren. Doch wie gesagt, sollte man hier für seine Katzen wirklich absolut kennen.

Man stellt die Box mit der neuen Katze ins Wohnzimmer, öffnet die Tür und schaut, wie die Katzen aufeinander reagieren und läßt die Katzen machen, geht nur dazwischen, wenn es blutig werden sollte.

Dann gibt es die sogenannten sanften bzw. langsame Zusammenführung:

Ideal wäre es hierbei, die Katzen erst einmal, durch eine Gittertür zu trennen. So können sich die Katzen, mit einem gewissen Sicherheitspuffer, kennen lernen. Wenn das fauchen, knurren, miauen dann nach läßt, die Gittertür öffnen und schauen, wie die Katzen ohne dem Puffer aufeinander reagieren.

Wie lange dauert eine Zusammenführung:

Es kommt auf die Katzen an, wie lange so etwas dauert. Bei manchen geht es bereits nach paar Tagen, andere brauchen paar Wochen.

Wichtig: Alle Katzen gleich behandeln, keinen Bevorzugen !!

Für die Katze die zu erst da war, ist eine neue Katze immer erst mal ein Eindringling in ihre heile und sichere Welt. Das bedeutet für die Erstkatze Stress pur.

Um den Stress für beide zu reduzieren, wäre es sehr Ratsam, vorher schon mal eine Decke, oder ein Kissen der jeweils anderen Katze aus zu tauschen. So können sie die Tiere an den jeweiligen Geruch des anderen schon einmal gewöhnen. Dann ist dies schon mal nicht mehr so fremd. Aber auch wenn man das vorher nicht machen konnte, nicht gleich den Mut verlieren.

Man sollte auch bedenken, für die neue Katze bedeutet es ja nicht nur, das sie einen Artgenossen bekommt, sondern auch gleichzeitig noch ein neues zu Hause. Neue Gerüche, neue Geräusche, nichts vertrautes mehr.

Wenn sich die Katzen zurück ziehen, einfach in Ruhe lassen. Es braucht Zeit, bis sich die Katzen mit der Situation arrangiert haben und Vertrauen auf gebaut wird. Und diese Zeit muss man ihnen einfach auch lassen.

Was bei uns, bei allen je gemachten Zusammenführungen immer am aller besten zog.... FUTTER :-)

Futter verbindet. Ich habe sie gleich von Anfang an, beim füttern, immer ein Stück näher gebracht. Dann gab es Leckerli, in einer Reihe auf dem Boden gestreut, oder auch mal Leckereien aus der Hand gefüttert. Wenn die Katzen zusammen fressen können, ohne sich gleich an die Gurgel zu gehen, ist es fast geschafft.

Hier noch Hilfreiche Seiten zum Thema Zusammenführung:

http://www.kummerkatze.de/allgemein/vergesellschaftung-3885/

http://www.petsnature.de/info/products/Katzen-Ratgeber/Katzen-Haltung/Zusammenfuehrung-von-Katzen.html

http://www.tierhilfsnetzwerk-europa.de/aufklaerung/zusammenfuehrung-von-katzen

Alles Gute

LG

Woher ich das weiß:Beruf – Tierschutz, priv. Pflegestelle & habe seit 40 Jahren Katzen
 - (Tiere, Katze, Katzen)  - (Tiere, Katze, Katzen)

VIELEN DANK für die Ausführliche Erklärung. Er markiert zum Glück noch nicht und 'stinken' tut er auch nicht, aber wie gesagt, wir sind ja schon quasi auf dem Weg zum TA :)
Das macht mir Mut! Vielen Dank.

1

5 Tage sind wirklich noch nicht lange! Eine Zusammenführung kann Wochen oder vielleicht sogar Monate dauern. Du musst noch etwas Geduld haben!

Der Große ist sehr wohl geschlechtsreif und muss kastriert werden. Unter den Beiden wird die Hierarchie geklärt. 5 Tage ist da noch gar nichts. Schade, dass Du so schlecht informiert bist. Die Beiden dürfen auch nicht getrennt werden, solange kein Blut fließt! Dazu gehört auch, den Kleinen Abends mit ins Bett zu nehmen und den Grossen nicht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Habe seit 40 Jahren Katzen und Hunde, bin im Tierschutz

danke für Deine Antwort, der TA kastriert nicht unter 6 Monaten. Daher haben wir bald einen Termin.
Meinst Du, ich soll sie einfach machen lassen? Auch wenn der kleine nicht mehr fliehen kann? Er hat sich vor 3 Tagen, als er in der Ecke sass und leider nicht entkommen konnte, eingenässt.

der grosse darf ins Bett, natürlich, es geht darum, dass ich den kleinen nachts vor ihm rette. Mache ich mir zuviele sorgen?

0
@evcim

Ja, das tust Du. Das Ganze braucht noch eine Weile. Du solltest jeweils ein "Dufttuch" für die Zwei machen. Einmal über den Rücken des Grossen, dann dem Kleinen auf den Schlafplatu legen und umgekehrt. Für den Großen ist das auch eine völlig neue Situation. Dann kannst Dumit Katzenminze arbeiten. Wenn der Grosse das mag, kannst Du etwas Katzenminze ( ich habe sie zum Streuen) auf den Rücken des Kleinen geben. Viele Katzen mögen das sehr und sind entspannter.

0

Was möchtest Du wissen?