Kater treibt mich in den Wahnsinn, was tun?

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8 Antworten

Dass Dir die Situation allmählich den Schlaf raubt, kann ich gut verstehen. Mit einer (allerdings entscheidenden) Ausnahme - mein Katerchen (7 Jahre, im Februar a.d. Tierheim adoptiert) sollte ebenfalls Freigänger sein und hat sich dann als Couch-Potato erwiesen - erinnert mich Deine Lage aber an die ersten Wochen mit meiner Fellnase. Vielleicht können ein paar Erfahrungswerte helfen?

Das Wichtigste in dieser (auch für Pointer) stressigen Situation ist Ruhe zu bewahren, dem Kater mit Zuneigung, Geduld und auch mit Nachsicht zu begegnen, und keinesfalls zu strafen oder laut zu werden.
Wichtiger als jedes Spielzeug sind Streicheleinheiten (und Leckerchen ;-)), mit denen ich mein Katerchen in ähnlichen Situationen von "kritischen" Orten (z.B. geschlossene Türen, Sofalehnen, Tapeten etc.) auch meistens ablenken, beruhigen und ihn für andere Dinge interessieren konnte.
Gerade am Anfang sollte man es aber auch nicht übertreiben. Es ist wichtig, dem Kater Zeit für sich zu geben und, z.B. beim Schmusen, auf die bekannten Warnsignale (angelegte Ohren, Schwanzschlagen etc.) zu achten.

Katzen und andere Haustiere haben ein untrügliches Gespür für unsere Gefühlslage. Wenn Du - was in meinen Augen vollkommen nachvollziehbar und verständlich ist - mit den Nerven ziemlich herunter bist, überträgt sich das auf Deinen Kater. Du solltest daher zunächst versuchen, Dich ein wenig zur Ruhe zu zwingen (leicht gesagt, ich weiß) und Dir Deine Unruhe möglichst wenig anmerken lassen. Wenn es Dir zuviel wird - und falls Du Pointer für kurze Zeit alleine lassen kannst - zieh Dich einfach mal für eine gewisse Zeit zurück um herunterzukommen (s.u.), lenk Dich mit Hobbies ab oder dreh 'ne Runde um den Block, um den Kopf frei zu bekommen.

Falls das Raumangebot es zulässt, könntest Du das Schlafzimmer für Deinen Kater (vorübergehend) zum Sperrgebiet erklären? Das hätte einerseits den Vorteil, dass ihm für eventuelle "Pinkel-Attacken" so beliebte Ziele wie z.B. der Kleiderschrank oder das Bett nicht mehr zur Verfügung stehen. Andererseits hättest Du für Dich einen "geschützten" Bereich geschaffen, in den Du Dich in Stressituationen zurückziehen, und dem Kater einfach mal ein bisschen aus dem Weg gehen könntest. Das Problem mit der geschlossenen Schlafzimmertür habe ich für mein Katerchen mit der Zeit gelöst, indem ich ihn immer dann einmal hereinlasse, wenn der Raum durch Putzen, Bettenmachen etc. für ihn gerade wenig attraktiv ist, sodass er gerne von sich aus den Rückzug antritt, das Zimmer aber trotzdem als Teil seines Reviers ansehen kann.

Die Eingewöhnungszeit in neuen Heim sollte tatsächlich 4-6 Wochen betragen. Nach nur wenigen Tagen ist die Gefahr groß, das Pointer Dich und Deine Wohnung noch nicht als seine neue Heimat verinnerlicht hat, und beim Freigang dann nicht zurück findet (zumal die ersten Tage ja relativ stressig waren).

Das Kratzen könnte ein Kratzbaum (besser mehrere) lindern, den/die Du z.B. mit Katzenminze etwas attraktiver machen, und ggf. in der Nähe kritischer "Kratzpunkte" aufstellen, kannst.

Eine weitere Hilfe könnten eventuell Raumsprays und Verdampfer für die Steckdose sein (im Fachhandel erhältlich), die Duftstoffe an die Umgebung abgeben, welche bei Katzen angeblich zu Wohlfühleffekten und größerer Entspannung führen. Ob dem tatsächlich so ist, vermag ich nicht zu sagen, aber vielleicht wäre es ja einen Versuch wert?

Über den eingeschränkten Appetit würde ich mir nach der kurzen Zeit, die er jetzt bei Dir ist, zunächst keine großen Sorgen machen. Wahrscheinlich ist das seinem Stress in der neuen Situation geschuldet, und legt sich mit der Zeit. Wichtig ist, dass er immer ausreichend trinkt, hier kannst Du, falls nötig, ein wenig variieren (abgestandenes vs. frisches Wasser, mehrere Trinknäpfe, Wasser mit ausreichend Abstand zum Futter anbieten etc.).

Einen möglichen Anhaltspunkt für Pointers Verhalten lieferst Du in einem Halbsatz über sein Spielverhalten. Bei meinem Katerchen gab es anfangs auch Panik vor der Spielangel (heute eines seiner Lieblingsspielzeuge), und vor Kleiderbügeln. Wahrscheinlich haben die Tiere in ihrem Vorleben schlimme Erfahrungen damit gemacht, dann hilft für den Moment, auf andere Spielsachen auszuweichen, die solche Assoziationen vermeiden. Da hilft oftmals nur ausprobieren. Mein Kater liebt im Augenblick z.B. das Spiel mit und am Wasser (flache Schale im Wohnzimmer, langsam befüllen, Schüssel dabei bewegen, trinken lassen etc.), spielt mit mir Ping-Pong (Tischtennisball durch Pappröhre zuspielen) oder liegt lieber auf einer großen Supermarkt-Papiertüte, als auf seiner Schmusedecke.

Mit Zuneigung und Geduld wirst Du (hoffentlich) bald einen echten Schmusekater haben, zu dem sich - natürlich erst, wenn der Anfangsstress gut überstanden ist - vielleicht auch irgendwann ein Kumpel gesellt?

Ich drück' die Daumen, dass Ihr Euch bald - im positven Wortsinn - zusammengerauft habt.

Alles Gute für Dich und Deine Fellnase!

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Katzen sind nicht doof und mit 4 Jahren ist er ein erfahrener Kater und kein Kätzchen mehr. Er hat sich längst an euch und euren Tagesablauf gewöhnt.

Wenn du ihn noch länger zwingst drin zu bleiben, könnte er den ersten Freigang nutzen, nicht wieder zu kommen. Das Risiko besteht so oder so.
Also ich würde es wagen, tagsüber mit ihm raus zu gehen und wenn du ihm dann irgendwann nicht mehr ins Gestüpp folgen kannst, ist das eben so.

Viel Spaß weiterhin

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Kommentar von abc123Lealein
22.08.2016, 16:53

Ich hab ihn erst seit 4 Tagen 🙈

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also mindestens 4 -5 Wochen solltest du schon warten da er sich erst mal an dich und seine neue Umgebung als auch die Tagesabläufe kennen lernen sollte. es kann anstrengend sein wenn er aber was macht was er nicht darf würde ich so zisch Geräusche machen ;) ich weiß jetzt nicht wie ich es erklären soll so wie fauchen. Ich mach es bei all meinen Tieren wenn sie was nicht dürfen meine Katzen mein Hund und die Frettchen hören darauf und wissen das ich das dann nicht will und hören auf mit zb an den Tieren kratzen, an den Pflanzen knabbern und so weiter. hab ich damals von den Frettchen übernommen, die fauchen ja auch immer wenn sie etwas Nervt und irgendwie hat es sich dann so eingependelt das es hier für alle gilt. aber wenn du Schlaf brauchst den er muss ja erst mal lernen was für ihn nein bedeutet dann mach dir doch Kopfhörer auf und hör Musik die dich entspannt :) So was Hilft super um runter zu kommen ;) lg 

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Hi:)
Um deinem kater bestimmte sachen zu untersagen kannst du eine kleine wasserpistole kaufen keine die stark oder viel spritzt aber schon so das dein kater nass wird und wenn er dann etwas macht was du nicht willst kannst du einmal spritzen das wird er sich merken

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Also ich machte mit meinen Katzen alles ohne Lehrbuch und liess sie unter Aufsicht gleich am ersten Tag nach draussen, das funktionierte wunderbar...allerdings waren sie damals Jung aber wir zogen dann um und ich machte das am neuen Ort wieder so....das verlief ohne Probleme...

Man kann auch mit Baldriantropfen probieren, Katzen kommen in einen Entzückungszustand wenn sie Baldrian riechen....also einfach ein paar Tropfen auf den Boden geben, vielleicht hilft ihm dies die Innenzeit besser zu akzeptieren...

Viel Glück 

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also wenn du ihn jetzt raus lässt, kannst du ihn beim alten Besitzer wieder einsammeln. ich denke 3 bis 6 Monate muss er drinnen bleiben. vielleicht ist ne 2 Katze nichts verkehrtes. ansonsten musst du da durch. 

mach die Tür von Schlafzimmer zu. 

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Kommentar von Dackodil
22.08.2016, 08:26

Ersetze Monate durch Wochen, dann kommt´s hin.

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Wieso genau darf er nicht raus ?

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Kommentar von Lapushish
22.08.2016, 05:05

Weil man Katzen in einer fremden Umgebung nicht sofort rauslässt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht zurückkommen, ist sehr hoch.

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Warte noch ein paar Wochen, hab neulich auch eine Fundkatze aufgenommen und die tastet sich jetzt auch langsam ans draußen an:)

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