Kater prügelt anderen Kater blutig

8 Antworten

Ein-Zimmer Wohnung. Die ist einfach zu klein für euch 4..................................

Soviel vorweg: Es ist schon mal positiv, dass beides Kater sind. Begründung: Die Spielsprache, die gleichgeschlechtliche Katzen sprechen, ähnelt einander einfach mehr. Wichtig auch zu wissen: Kätzinnen sind stärker objektorientiert (d. h. mehr interessiert am jeweiligen Spielzeug) als Kater, die ihre Kräfte lieber an Artgenossen messen (weshalb Raufereien wohl immer etwas an der Tagesordnung sind).

Stichwort Vergesellschaftung: Sie sind zwar schon 6 Wochen bei euch, doch Vergesellschaftung kann ein wochen- bzw. monatelanger Prozess sein. Stressreaktionen sind grundsätzlich völlig normal. Immerhin bedeutet es für alle eine Umstellung und jedes Tier muss seinen Platz erst finden; obendrein stecken beide noch mitten in der Eingewöhnung. Versetzt euch in die Lage der beiden - für sie ist noch alles relativ neu: fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche, fremde Menschen und jeweils fremder Kater. All das soll verarbeitet werden, und wenn Gefauche und kleine Kämpfe ihre Ventile sind, solltet ihr sie ihnen durchaus zugestehen und unter sich regeln lassen. Dass es mit dem Prügeln seit anderthalb Wochen etwas nachlässt, ist schon mal ein Anfang. Selbst krasse Szenarien wie ihre blutigen Kämpfe können sich wieder legen. Versucht am besten, solche durch ein einmaliges, lautes Händeklatschen in direkter Nähe zu entschärfen. Grundsätzlich kann doch grundsätzlich kann nur die Zeit arbeiten. Geduld ist ebenso wichtig, und es kann vielleicht Monate dauern, doch ich kenne Beispiele, in denen plötzlich beide unverhofft zusammen im Körbchen lagen und kuschelten. Und selbst wenn nicht: Auch über ein friedliches Nebeneinander kann man froh sein! Versucht, stressige Situationen nötigenfalls auszuhalten - vielfach sehen Kämpfe schlimmer aus, als sie tatsächlich sind.

Was außerdem wichtig ist:

  • Die Katzenklo-Anzahl sollte stimmen. Die Faustformel lautet Anzahl der Tiere plus ein Extra-Klo, so dass ihr auf 3 Klos kommen solltet.
  • Sie sollten unbedingt mehr Rückzugsmöglichkeiten bekommen. Der enge Wohnraum ist ein Stressfaktor für die beiden. Das Beste wäre, euch langfristig nach etwas Größerem umzusehen - zumindest nach einer Zwei-Zimmer-Wohnung!

Für den Fall, dass das Verhalten trotzdessen weiter anhält und langfristig alle erziehungstechnischen Stricke reißen, möchte ich euch dazu ermutigen, eine Tierpsychologin aufzusuchen. Sie hat einen ganz anderen Blick für die Situation und hinterfragt Dinge, die euch vielleicht gar nicht erwähnenswert vorkommen. Auf jeden Fall wird sie die Ursache und eine Lösung finden.

Alles Gute für Petey und Jigga!

ich würde mal sagen, hier gehts drum, sich zu beweisen wer der stärkere ist, revierkampf bzw. wer der boss ist

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