Katalase(Enzym) & H2O2 -> Messkurve & Allgemeine Frage! (Katalysator & Supstrat)

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Im Prinzip war es das schon von der Interpretation. Du solltest noch herausfinden ob die Katalase-Enzyme vielleicht zu Beginn der Reaktion gesättigt sind - das würde man an einem linearem Verlauf sehen.

Im ursprünglichen Diagramm trägst du Y (Schnurlänge) gegenüber X (Zeit) auf.

Schnurlänge gegen Zeit ist natürlich keine besonders allgemeingültige Auftragung für Enzymkinetik. Daher könntest du noch die komplette Enzymkinetik wissenschaftlich durchrechnen, auch wenn das keine neuen Erkenntnisse bringt. Dazu trägt man die Umsatzgeschwindigkeit gegenüber der Substratkonzentration auf.

Du fängst damit an dass du "Annahmen" machst wie: (~ heißt proportional wie):

  • Schnurlänge ~ Volumen an O2 ~ Stoffmenge an O2

Du kannst also die Stoffmenge die entsteht berechnen und die Zeit hast du auch >> Umsatzgeschwindigkeit (Vorsicht, das birgt einige Tücken!). Damit solltest du nen Michaelis Menten Plot und nen Lineweaver Burk Diagramm machen können, wenn du damit vertraut bist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Michaelis-Menten_plot.svg

Gruß Chillersun

Danke erst mal für deine Hilfe, aber kannst du mir bitte nur kurz erklären was du damit meinst? "Du solltest noch herausfinden ob die Katalase-Enzyme vielleicht zu Beginn der Reaktion gesättig". Ich hab noch nie von gesättigten Enzymen gehört. ansonsten hast du mir sehr geholfen, danke!

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@HansGunter123

Gesättigt bedeutet, dass alle Enzyme bereits maximal arbeiten, jedes Enzym ist beschäftigt. Schneller geht nicht mehr, auch wenn man die Konzentration an H2O2 erhöhen würde.

Ich denke weiterhin alles Richtung Lineweaver-Burk Diagramm und komplizierte Enzymkinetik geht kannst du lassen. Die Auftragung nach Michaelis Menten reicht volkommen und deine Interpretationen sind vollständig.

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Du kannst noch die Steigung des Graphen (= die Reaktionsgeschwindigkeit) über der Zeit auftragen, und/oder über der Restmenge (besser: Restkonzentration) an H2O2.

Außerdem kannst Du den Versuch wiederholen mit jeweils halber und doppelte Enzymkonzentration und mit jeweils halber und doppelter H2O2-Konzentration.

Wichtig wäre auch noch, Deine gemessene Sauerstoffmenge am Versuchsende mit der zu erwartenden (alles H2O2 ist umgesetzt) zu vergleichen, und dann entweder Deine Messwerte mit einem Korrekturfaktor zu versehen, oder darauf hinzuweisen, wie präzise die Apparatur gemessen hat.

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