Kastrieren oder nicht? :/

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9 Antworten

Eine Kastration macht nur Sinn, wenn Verhaltensweisen eindeutig hormonell gesteuert sind. Das wäre der Fall, wenn dein Hund z.B. in Gegenwart jeder Hündin - ob läufig oder nicht - abdrehen würde.

Wenn ein Hund wegläuft, hat das aber in aller Regel andere Gründe. Allen voran steht der Jagdtrieb, der durch Kastration ebenso wenig zu beeinflussen ist, wie fehlende Erziehung. Auch ein Hund, der nicht erzogen ist, wird weglaufen.

Eine Kastration ist ein operativer Eingriff, der das Risiko von Narkosezwischenfällen (bis zum Tod) und Wundheilungsstörungen mit sich bringt. Bei einem älteren Rüden kommt hinzu, dass diese ein bestimmtes Verhalten verinnerlicht haben. Eine Kastration führt hier oft zu erhöhtem Stress, weil der Geruch des Hundes nicht mehr mit seinem Verhalten zusammenpasst. Darauf reagieren vor allem Hündinnen oft mit Aggression, was zu dem Problem führen kann, dass der Hund sich weder mit Rüden noch mit Hündinnen (was normalerweise kein Problem ist) verträgt.

Heißt: Zunächst steht an, den Hund zu beobachten und Erziehungsarbeit zu leisten. Wenn du im Zweifel bist, ob eine Kastration hilfreich wäre, kannst du mit einem Suprelorin-Implantat ("Kastrations-Chip") für ein halbes Jahr testen, ob sich das Verhalten wunschgemäß ändert.

Tut es das nicht, würde eine chirurgische Kastration ebenfalls nichts bewirken.

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Hier ein toller Artikel über die Kastration des Rüdens aus verhaltensbiologischer Sicht:

http://www.wuff.at/cms/Die-Kastration-des-Rue.1698.0.html

Les Dir das mal in Ruhe durch - dann wirst Du sicher die richtige Entscheidung treffen.

Meine Meinung ist - Kastration nur, wenn es medizinisch notwenig ist also bei Steighoden, Hodenkrebs etc.

Sollte er sehr verhaltensauffällig sein und dies sollte hormongesteuert sein, kann man darüber diskutieren, ob eine Kastration Sinn macht.

Aber ansonsten sollte die Kastration kein Thema sein. Aber das wirst Du selbst feststellen, wenn Du den Artikel gelesen hast.

LG

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Kommentar von shark1940
27.06.2013, 15:23

auch so noch kurz wg. Läufigkeit anderer Hündinen:

ich habe einen nicht kastrierten zuchtzugelassenen Rüden und keinerlei Probleme. Auch mein vorheriger Rüde war nicht kastriert. Natürlich sind hier und da Hündinen läufig - aber die sind meist nicht frei unterwegs sondern an der Leine. Oft gehen auch die Besitzer in der Zeit wo anders spazieren oder schreien "Achtung läufig". Genauso habe ich es mit meiner Hündin auch gemacht.

Allerdings ist mir auch schon aufgefallen, dass in Parks etc. die meisten Hündinen kastriert sind.

Wirklich problematisch war es nie. Hier u. da schnuffelt der Rüde halt, weil es nach Läufiger riecht. Aber das war´s auch schon.

Es gibt Rüden, die wirklich durchdrehen - die abhauen, wenn irgendwo eine läufig ist und/oder nachts stundenlang heulen. Da Dein Hund bereits 6 Jahre alt ist, wird er nicht extrem Hormongesteuert sein, sonst wäre er kastriert.

Warte also einfach mal ab. Nehm ihm, mach Dir keine großen Gedanken und warte ab wie er so ist.

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Für eine Kastration ist es nicht zu spät. Wenn eine Hündin läufig ist,, kann es schwer sein den Hund an der Leine zu halten. Es gibt auch Hunde, die richtiggehend leiden, wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist. Vielleicht solltest Du erst mal ausprobieren, wie er auf läufige Hündinnen im allgemeinen reagiert, es gibt auch Rüden, die nicht kastriert sind und die das völlig kalt lässt, ob eine Hündin läufig ist oder nicht.

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Hallo,

also generell.. habe ich kaum einen meiner rüden kastriert. dafür aber jedes weiberl.. einfach aus sicherheitsgründen.

generell ist es sicher einfacher ein kastriertes tier zu haben wenn man in einer stadt wohnt oder generell viel unterwegs ist wo andere hunde sind, auch z.b. bei tierpensionen. auch leute ohne garten, die ihrem hund dann eben in einer hundezone ohne leine auslauf erlauben, sollten sich über eine kastration gedanken machen einfach aus sicherheitsgründen. Bei rüden ist das ganze noch nicht so schlimm wie beim weibchen.. denn in meinen augen trägt vor allem der weibchen-Besitzer die verantwortung für eventuelle nachzucht bei seinem tier. Eine läufige (unkastrierte Hündin) die kein ordnungsgemäßes zuchttier ist, ist ein stressfaktor für alle anderen hunde in der gegend sowie leidet auch selbst ohne gedeckt zu werden. Erfolgt nie eine befruchtung sind krebsrisiken der weiblichen organe auch höher.

prinzipiell kannst du einen hund wann auch immer kastrieren lassen, es ist NIE zu spät! Allerdings können rüden die bereits eine läufige hündin gedeckt haben, dieses erolgserlebnis so stark verinnerlichen dass auch nach der kastration bei witterung läufiger damen dein hund unruhig wird.

Ich persönlich finde nicht, dass kastrierte hunde sich zwingend anders verhalten (bis auf läufigkeit und die reaktion darauf eben) im umgang mit dem menschen und anderen hunden. Viele hunde werden etwas kuschliger bzw ruhiger.. diese erfahrung hab ich aber selten gemacht. Viele Tierärzte empfehlen eine kastration auch bei rüden da diese das prostatakrebssrisiko senken soll.. genauso viele halten das aber für schwachsinn..

ich würde einen rüden weiterhin nicht zwingend kastrieren, nur wenn meine lebensumstände es nötig machen. auch eine kastration ist eine OP und eine OP die nicht zwingend sein muss, muss in meinen augen eben nicht zwingend sein. Weibchen würde ich immer kastrieren.. alleine wegen der läufigkeit

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Kommentar von Kriegspandemie
27.06.2013, 13:52

achja.. und außerhalb von hundezonen... oder garten.. würde ich einen hund nie frei laufen lassen!

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Warte erstmal ab bis du den Hund hast und ihn kennst. Bis dahin wird erstmal einige Zeit vergehen und du wirst selber sehen, wie er auf andere Hunde reagiert und ob du es überhaupt in Erwägung ziehen musst.

Vielleicht ist lässt er sich von nichts so leicht aus der Ruhe bringen, vielleicht ist er ein Wildfang. Wenn er Letzeres sein sollte, dann würde ich es an deiner Stelle erstmal mit viel Training und Geduld probieren, gegebenenfalls in der Hundeschule, anstatt den Hund direkt unters Messer zu geben. Kastration bringt nicht immer den, vom Besitzer, gewünschten Erfolg.

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Eine Kastration ist eine Amputation von Körperteilen, und streng genommen wie das Kupieren von Schwanz und Ohren rechtlich gesehen verboten. Zumindest, wenn es darum geht, es sich bequemer zu machen, denn man schaltet den Sexualtrieb eines Lebewesens einfach ab. Ob dann Problemer geringer werden, ist nicht garantiert. Ich bin der Meinung, wen man eine Tier wegen seiner Triebe nicht halten kann, dass sollte man es besser ganz lassen, denn TIere und Menschen haben nun mal nur zwei Triebe, und die sind Fressen und Fortpflanzen. Je tiefer die Bindung , deso leichter, dass sich der Hund im Zweifelsfall für den Halter entscheidet. Bei Hündinnen ist es wichtig, dass sie während der Läufigkeit an der Leine bleiben, bzw. in Gegenden spazieren geht, in denen kaum Hunde sind. Die Gefahr der Gebärmuttervereiterung wird immer genannt, doch da frage ich immer gerne meine Kunden , ob sie sich denn auch die Brüste prophylaktisch amputieren lassen würden. Eine beginnende Gebärmuttervereiterung erkennt man am hellgelblichen Ausfluss, vielem Trinken und Fieber. Spätestens dann sollte eh jeder Hundehalter schon beim Tierarzt gewesen sein.

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vorteile: kein trieb mehr und keine so starke aggresivität gegenüber anderen hunden nachteile: am anfang etwas träge, futterumstellung

p.s es ist nie zu spät und ohne leine laufn lassn würde ich lieber lassn......

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Es kostet etwas so ca. 150 - 350 euro. Du könnstest ihn ja wenn ein anderer hund in der nähe ist an die leine nehmen.

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Es kommt drauf an wir dein Hund drauf ist ist er zb einer der dauernd poppen will dann wäre es sinnvoll ihn zu kastrieren 😊

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