Kastration bzw Sterilisation, ja oder nein?

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12 Antworten

Sterilisationen gibt es fast keine mehr, auch Hündinnen werden eigentlich immer kastriert. Und ich finde man sollte keine Hündin kastrieren ohne dass ein medizinischer Grund vorliegt oder es z. B. noch einen unkastrierten Rüden im Haushalt gibt.

Eine Kastration bringt viel Risiken mit sich und es sind qualvolle Tage für einen Hund, die ich keinem Tier ohne einen Grund antun würde.

Die Frage taucht auch bei uns auf und ist bislang ungeklärt.

Wir haben einen Jack-Russell-Rüden (10 Monate alt), der immer über sein Körbchenkissen hergefallen ist. Seit wir ihm das weggenommen haben, lässt er das Rammeln sein.

Er ist fröhlich, pumperlg'sund und ich würde ihn niemals kastrieren lassen wollen. Meine Frau allerdings besteht (noch) darauf, obwohl der Pudel meiner Schwiegermutter durch die Kastration seiner Lebtag lang Diabetes hatte, teure Medikamente benötigt hat und trotzdem (weil er viel trank), nie ganz stubenrein war. Dazu kam dann noch der Diabetes-Star (Augenlinsentrübung), die ihm letztendlich das Leben gekostet hat.

Ich bin dagegen, ein Tier in der Form zurechtzuschnippeln

juliagmpr 07.07.2017, 13:08

Erstmal Danke für die Antwort! :)
Ich denke, dass wir (mein Vater und ich) meine Mutter, mit diesem Argument überzeugen können. Denn die Gesundheit steht schließlich an erster Stelle!

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Lest euch bitte schlau zu dem Thema.

Bücher würde ich folgende enpfehlen:
Kastration und Verhalten beim Hund https://www.amazon.de/Kastration-Verhalten-beim-Hund-Ganslo%C3%9Fer/dp/3275018205/ref=pd_sim_b_7?ie=UTF8&refRID=0ANCGRBVXVMVP23WVPZW
Kastration beim Hund
https://www.amazon.de/Kastration-beim-Hund-Gabriele-Niepel/dp/3440101215/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1425684039&sr=1-2&keywords=Kastration

Das ist ein Eingriff, der der ganzen Hormonhaushalt durcheinander bringt.
Nachteile wären:
- evtl. Verschlechterung der Fellqualität
- bei Hündinnen noch das Op-Risiko
- gesteigerter Appetit und bessere Futterverwertung (die Hunde neigen dann eher zu Übergewicht)
- Harninkontinenz
- Bindegewebsschwäche
- Angsthunde (besonders Rüden) werden nach einer Kastration oft noch ängstlicher
und noch manches mehr. Das ist eine Entscheidung, die man wirklich treffen sollte NACHDEM man nich gründlich informiert hat und nicht einfach "Weil es so viel bequemer ist, wenn die Hündin nicht mehr läufig wird."

Eine Hündin würde ich insofern keine problematischen Scheinschwangerschaften auftauchen niemals kastrieren lassen, allenfalls sterilisieren wegen ungewollter Vermehrung die aber eigentlich bei verantwortungsvoller Haltung auch nicht mal eben versehentlich passiert. 

Die Sache mit dem Krebs ist eine antiquierte Information und kursiert aber immer noch nach wie vor. Das Risiko bei einer Frau an Krebs zu erkranken vermindert sich auch nicht durch die Abnahme der Brüste, allenfalls wäre dann das Brustkrebsrisiko nicht mehr da und ähnlich sieht es bei einer Hündin aus. 

Auch muß es nicht sein, das eine Hündin nach einer Kastration "undicht" wird, trotzdem aber würde ich diese wirklich nur machen lassen insofern ich eben immer wieder stark problematische Scheinschwangerschaften feststellen würde, weil ich 1. meine Hündin solch einer Op nicht unterziehen wollen würde insofern sie eben nicht wirklich notwendig ist 2. ich Kastration ohne ärztliche Indikation für überflüssig halte und 3. ich Kastration bei nicht ärztlicher Indikation für eine Verstümmelung ansehe und somit würde ich mich niemals pauschal für eine Kastration aussprechen. 

Des weiteren sehe ich die Sache mit der vermeintlich leichteren Erziehbarkeit auch als ein Gerücht an, ich habe Rüden sowie Hündinnen gehalten, kastriert, sterilisiert oder auch intakt und kann weder das eine noch das andere bestätigen, also weder leichter noch schwerer erziehbar. 

Dann sollte man vielleicht auch den gesetzlichen Part in Betracht ziehen, denn der besagt das ein gesunder Hund nicht mal eben einfach aus Bequemlichkeit kastriert werden darf. 

Tierärzte sehen das natürlich unterschiedlich, denn die meisten denken mit der Geldbörse als mit dem Kopf und entscheiden sich oftmals für eine Kastration bzw. empfehlen diese. 

Eine Sterilisation wird kaum noch durchgeführt und auch Hündinnen werden kastriert.Ich bin gegen eine Kastration außer aus medizinischen Gründen. 

Warum sollte man einem gesunden Tier ohne Grund ein Organ entfernen? Wer aus irgendwelchen Gründen die Läufigkeit bei der Hündin „lästig“ findet sollte ein bereits kastriertes Tier aus dem Tierschutz aufnehmen.

Es gibt unterschiedliche Meinungen wie sich die Kastration auf die Gesundheit einer Hündin auswirkt. Natürlich kann sie ohne Gebärmutter keinen Gebärmutterkrebs mehr bekommen aber dafür jede andere Krebsart.

Viele zum falschen Zeitpunkt kastrierte Hündinnen riechen ihr Leben lang attraktiv für Rüden und ihr müsst die Hündin vor aufdringlichen Rüden beschützen.

Jede OP kann schief gehen und der Hund nicht aus der Narkose erwachen. 

 

Wenn ich noch mal eine Hündin bekomme, wird diese auf gar keinen Fall kastriert!

Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, also bleibt der nächste Hund intakt. Das gilt auch aktuell für unseren Rüden, der im März bei uns eingezogen ist.

Kastrationen sollten nur gemacht werden bei einer medizinischen Notwendigkeit. Dazu kommt in eurem Fall dazu das der Hund noch nicht ausgewachsen ist und noch die Reife fehlt. Wenn später gesundheitliche

Probleme auftreten, kann man darüber diskutieren.

soll das Risiko Krebs zu bekommen sinken

sterilisiert wird kaum eine Hündin, wohl aber kastriert. Aber das sollte auch nur erfolgen wenn ein medizinischer Grund vorliegt. Ohne Grund sind solche Eingriffe laut Tierschutzgesetz verboten.

das Krebsrisiko kann übrigens nur gesenkt werden, wenn die Kastration VOR der ersten Läufigkeit erfolgt!


EvaRelativ 07.07.2017, 13:04

Außerdem würde ich lieber das Risiko in Kauf nehmen, dass sie Krebs an den Eierstöcken oder der Gebärmutter bildet wo man ihn Problemlos entfernen kann, als dass er sich an einer Stelle bildet, wo das nicht so einfach geht.

Zumal eine Kastration nicht nur positiv ist.
Hündinnen von größeren Rassen werden dann öfter mal inkontinent. Die Fellsturktur kann sich verschlechtern, so dass es schwerer zu pflegen ist. Es kann ein Testosteronüberschuss entstehen und die Hündin reagiert aggressiver auf Artgenossen und und und

Lest euch bitte schlau bevor ihr euch entscheidet.

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juliagmpr 07.07.2017, 13:13

Danke für eure Hilfe:)

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marla80 07.07.2017, 18:30

vor der ersten Läufigkeit sollte gar nicht kastriert werden...und auch, dass das Krebsrisiko sinkt, ist mehr Schein als sein...klar bekommt die Hündin kein Gebärmuttertumor...Sie hat ja keine mehr...dafür kann sie trotzdem noch alles andere an Krebs bekommen

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Also meine Hündin ist 4 Jahre alt und wurde vorgestern kastriert...Wenn sie nicht immer wieder scheinträchtig geworden wäre (insgesamt 3x), hätte es für uns keinen Grund gegeben sie kastrieren zu lassen...

Jeder der es wegen der Läufigkeit tut, ist einfach nur zu bequem...Das sind lediglich 2x 3 Wochen im Jahr und wenn ich meine Hündin in dieser Zeit nicht von der Leine lasse und sie von Rüden fern halte...gibt's auch keine Welpen...

In unserem Fall war die Kastration leider notwendig und im Nachhinein auch gut, denn wie sich während der OP rausstellte, war die Gebärmutter schon entzündet

Solange kein medizinischer Grund oder eine massive Überpopulation an herrenlosen Tieren vorliegt, halte ich nichts von Kastrationen und Sterilisationen bei Hunden. Erst recht keine Frühkastrationen (vor der Vollendung des 2. Lebensjahres).

Ich empfehle dir zu dieem Thema das Buch "Kastration beim Hund" von Udo Gansloßer. Dort wird sehr gut beschrieben, was in Körper und Gehirn eines Hundes vor sich geht, wenn er kastriert/sterilisiert wird und was für fatale Folgen dies haben kann.

Zudem ist es laut TSchG sogar verboten, ohne medizinischen Grund Amputationen bei Tieren durchzuführen, worunter natürlich auch die Entfernung von Hoden oder Eierstöcken fällt. Leider wird hier immer noch viel zu wenig kontrolliert, wodurch Tierärzte leichtes Spiel haben.

Das eine Kastration/Sterilisation das Krebsrisiko senken soll, ist noch nicht einmal wissenschaftlich bestätigt. Genauso wie der Mythos, dass Hündinnen ein Mal Welpen bekommen haben müssen, um das Risiko auf Gebärmutterhalskrebs zu senken.

Das manche Hündinnen durch solch einen solchen Eingriff Inkontinent werden, ist jedoch richtig. Ursache dafür ist eine Schwäche des Harnröhrenverschlusses. Bei großen Rassen liegt die Prozentzahl für kastrationsbedingte Inkontinenz bei bis zu 25 %, obwohl Schäferhunde seltener betroffen sein sollen.

Am Ende müsst ihr selbst entscheiden. Von einer prophylaktische Kastration rate ich persönlich jedoch dringend ab.

Mit 7 Monaten ist es auf jeden Fall zu früh.

Inzwischen ist man aber auch der Meinung, wenn keine 'Gründe für eine Kastration vorliegen, dass der Hund zB alles rammelt, was er erwischt (was übrigens idR eine Stressreaktion und keine sexuelle ist), dann lässt man es sein, weil oft auch erst dadruch Entwicklungsstörungen auftreteten.

das müsst ihr schon selber entscheiden. da denkt jeder anders drüber.

juliagmpr 07.07.2017, 12:56

Ja, das ist mir bewusst, aber mich würden die Vor- und Nachteile einer Kastration bzw einer Sterilisation interessiern.

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Hexe121967 07.07.2017, 12:59
@juliagmpr

für mich wäre es von vorteil das ich keine läufige Hündin vor rüden schützen muss.

nachteile sehe ich da keine.  aber wie gesagt: das ist nur meine bescheidene meinung. andere hundebestizer sehen das eben anders.

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