karusellgedanken stoppen?

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6 Antworten

Die Frage ist ja, worum genau sich deine Gedanken drehen. Ist es eine Angelegenheit, die man irgendwie noch angehen kann? Wo noch Handlung, eine Änderung der Situation auch ohne endgültige Lösung möglich ist? Sind es eher Zwangsgedanken a la "Wieviel habe ich schon gegessen, ich darf nichts mehr essen" oder eine schlimme Erinnerung, die du nicht loswirst? Schuldgefühle ("Ich habe jemanden überfahren")? Ängste?

Ich denke, die Antwort würde sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem was diese Gedanken sind. Ein Besuch bei einem Psychologen kann auch helfen, das hat mit Medikamenten erstmal nichts zu tun.

Ich selber bin sehr lange Zeit eine Erinnerung an eine Person nicht losgeworden, die mir sehr geschadet hatte und daher schleppte ich jahrelang Hass und Wutgefühle auf die Person mit herum, hatte Flashbacks und habe fast jeden Tag daran gedacht. Mich hat das sehr belastet, ich wollte das nicht und habe auch auf GF hier eine Frage dazu gestellt.

Die üblichen Alltagstips a la "denk einfach nicht mehr dran" "denk an was anderes" "lenk dich ab" sind absolut unnötig, totaler Quatsch, helfen null und reden einem noch zusätzlich ein schlechtes Gewissen ein, weil die Leute so tun als wäre es ja so einfach das einfach zu machen und man würde es nur nicht genug wollen. Aber die Leute haben einfach echt keine Ahnung, gut, sind auch keine Psychologen.

Bei mir haben am Ende verschiedene Maßnahmen zusammen geholfen:

1. Konfrontation und auseinandersetzen. Zum einen habe ich alle Orte und Aktivitäten, die ich in meiner Erinnerung mit der Person verband, noch einmal besucht/wiederholt mit anderen Personen und habe so neue Erinnerungen an den Ort/die Aktivitäten geschaffen, die die alten langsam überlagert haben. Besonders wichtige Orte und Aktivitäten habe ich sogar mehrmals neu "erlebt". Teilweise habe ich das sogar mit Gegenständen und anderen Erinnerungsstücken gemacht.

2. Reden und aufschreiben. Ich habe sehr viel darüber gesprochen, am Ende eben auch mit Psychologen, habe die Geschichte immer wieder erzählt, sogar aufgeschrieben, hatte überlegt einen Kurzroman daraus zu machen. Durch das ständige aussprechen, ausdiskutieren und der Geschichte "einen Sinn geben", sie irgendwann wie eine Buchgeschichte zu sehen, die einer Romanfigur passiert ist, wurde es auch langsam besser.

3. Blickwinkel ändern. Ich habe irgendwann angefangen, mir zu überlegen, ob es irgendetwas Positives an der Sache gibt, ob ich aus der Geschichte etwas lernen kann was mich weiterbringt. Geholfen hat mir dann die Vorstellung nach dem Karma-Gedanken, dass die Dinge mir passiert sind, weil ich genau diese bestimmte Lektion im Leben unbedingt lernen musste und sie mich sogar vorangebracht hat, weil ich diesen Aspekt des Lebens erfahren habe.

4. Meditation. Ich habe angefangen, Meditation zu lernen. Das war sogar erstaunlich effektiv. Zuerst nur mit Youtube-Videos, irgendwann mit Kursen, jetzt kann ich es auch alleine. Es gibt auch geführte Meditationen, die sich mit schlechten Erinnerungen, Angewohnheiten und so weiter beschäftigen.

5. Zeit kann tatsächlich Wunden heilen und bestimmte Gedanken schwächer werden lassen. Zumindest, wenn man zusätzlich ein paar Maßnahmen wie die oben ergreift. All diese Sachen haben nicht aufs erste Mal und schnell geholfen, sondern es hat schon so nochmal ein halbes bis ein Jahr gedauert. Seitdem bin ich aber tatsächlich frei von den Gedanken, die ganze Geschichte ist mir zu einem großem Teil wurstegal und ruft keine Gefühle mehr hervor.

Bei ausgeprägten Zwangsgedanken und Zwangshandlungen solltest du allerdings wirklich sofort einen Psychologen aufsuchen!

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Hallo, ich denke je nach Gewichtigkeit der Angelegenheit wird dieses Denken immer wieder in -ERscheinung treten! Wenn diese Gedanken so prägnant sind muss man diese gezielt bearbeiten. Das hat nichts damit zu tun Psychopharmaka zu nehmen. Rede mit Freunden darüber denen Du etwas anvertrauen kannst. Das hilft auch etwas! Alles Gute!

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Kommentar von amy2107
15.05.2016, 08:10

das tue ich ja... habe dieses problem ja leider schon lange. meine beste freundin rät mir halt immer wieder, diese gedanken abzustellen, da es nichts bringt und auch niemals was bringen wird. aber wie ich das genau anstellen soll, weiss sie auch nicht, ausser halt ablenkung aber das hilft immer nur sehr kurzweilig. 

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Du hast einen überhöhten Geltungsanspruch. Das führt zu psychosomatischer Gespanntheit. Du musst lernen Dinge zu unterlassen die nur deiner Selbstbestätigung dienen und lernen, dich spontan dem anderen zu öffnen.

Ich empfehle dir, dir Rat bei einem klinischen Psychologen zu holen. Er kann dir helfen, dein inneres Gleichgewicht wieder zu finden.

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Kommentar von amy2107
15.05.2016, 15:20

tut mir leid aber ich kann nicht nachvollziehen, wieso du darauf kommst, ich hätte einen überhöhten geltungsanspruch und würde dinge tun, die nur meiner selbstbestätigung dienen?! woraus schliesst du das? 

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Warum auch Medikamente nehmen? Setze Dich mal richtig mit der Sache auseinander. Wenn es unumgänglich ist, mit dieser "Sache" zu leben, musst Du das akzeptieren oder ignorieren.

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Kommentar von amy2107
15.05.2016, 08:11

ja, es ist leider absolut unumgänglich, damit zu leben. mir ist klar, dass ich das akzeptieren muss aber dennoch schaffe ich es nicht

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Ich kenn solche Karusellgedanken gut und hab auch gelernt damit umzugehen.
Solang ich aber nicht weiß worum es geht, kann ich dir nichts sinnvolles raten. Magst du es mir privat erzählen?

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Kommentar von amy2107
15.05.2016, 08:19

ja aber ich kann keine nachrichten verschicken?!

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Finde deine Begründung für dein Verhalten gut und logisch. Wir sind alle keine Engel. Anderen geht es oft im Leben genauso. Jeder macht mal Fehler, die er hinterher bereut. Da bist du nicht der Einzige. Der/die andere, deswegen du leidest, denkt vielleicht schon gar nicht mehr an dich, an die gewesene Situation.

L.G.

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Kommentar von amy2107
15.05.2016, 08:40

bist du sicher, dass du die frage gelesen hast?

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