Kartsport & Formel Renault 1.6

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6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also ich hab mich mit dem Thema auch schon einmal etwas intensiver auseinander gesetzt, weil ich auch mal vom Kartfieber gepackt wurde. Ich hegte zwar nie solche Ambitionen wie du sondern wollte einfach nur im Amateurberreich Spaß haben, hab aber trotzdem viel zu dem Thema gelesen. 

1. Diese 5 Sekunden die in den Kommentaren genannt wurden sind eine Welt. Auf meiner "Heimstrecke" liege ich 2,6 Sekunden hinter der Bestzeit auf Leihkarts und bin damit absolut außerhalb der Konkurrenz. Du musst dir einfach den Abstand vorstellen, den der schnellste Gewinnt, wenn er 2,6 Sekunden vor dir die Ziellinie überquert - der ist riesig. 

2. Rennen werden mit Rennkarts gefahren, die kann man mit Leihkarts überhaupt nicht vergleichen weil sie viel mehr Leistung haben, viel weniger wiegen und viel schwerer zu fahren sind. Außerdem musst du damit nicht nur fahren können, sondern musst auch das Setup abstimmen können. Damit kommen wir auch zu deiner ersten Frage, ja für Rennen brauchst du ein eigenes Kart, wie teuer dies ist hängt davon ab wie weit vorne du mit fahren willst. Die günstigsten beginnen gebraucht bei 1500€. Bei einem neuen Spitzengerät kann der Kaufpreis auch knapp 5- Stellig werden. k

3. Die Kosten: Ich hab in jedem Kartforum den Spruch gelesen:,, Hast du zu viel Zeit und Geld, dann beginn mit Kartsport, dann hast du gar nichts mehr von beidem." Und das ist nicht übertrieben. Selbst die Kosten für Amateurrennen belaufen sich auf mehrer tausend Euro im Jahr. Da du aber recht hohe Ambitionen hegst, wird das ganze aber ungleich teurer. Willst du in der DKM mit fahren dann werden jede Saison fünfstellige Beträge fällig, wenn du vorne mit fahren willst dann sind es hohe fünfstellige Beträge die fällig werden. Das ist ein unglaublich teurer Sport, wenn ich z.B. durch das Fahrerlager meiner Heimstrecke gehe dann rücken die zahlungskräftigsten Fahrer mit eigenen Kleinlastern an. Die fahren, dann in jedem Training mit frischen Reifen und treten jedes Rennwochenende mit einem neuen Motor an. 

Vom Einstieg in die Rookieklassen des Formelsports hab aber keine Ahnung dazu kann ich leider nichts sagen. 

Hallo

was du bisher gefahren bist, waren Leihkarts. Wenn immer davon gesprochen wird, dass die Profis vom Kart ins Formel Auto aufgestiegen sind, ist aber von richtigen Rennkarts die Rede. Das ist ein ziemlicher Unterschied.

Der Weg geht dann von größeren Kartserien, hier zB Deutsche Kartmeisterschaft, in die kleineren Formel Serien. Spätestens dann ist mit 6-stelligen Beträgen zu rechnen, entweder selber finanziert oder durch Sponsoren.

Ein eigenes Formelauto muss nicht zwingend angeschafft werden, im Gegenteil, es macht mehr Sinn sich bei einem erfahrenen Team einzukaufen. Zu der Frage ob das leicht ist da reinzukommen, kann ich nur sagen, dass das von 2 Faktoren abhängt. Geld und Talent. Wenn du Geld ohne Ende hast, kannst du dich in jedes Team einkaufen. Ich bin mir ziemlich sicher dass man für mehrere Millionen auch Formel 1 fahren kann. Mit Geld lassen sich seeeehr viele Probleme lösen. Wenn man das nicht hat, muss man eben durch sein fahrerisches Können auffallen. Da ist allerdings dass Problem, dass man überhaupt erstmal irgendwo auffallen muss, zB im Kart, UND das man sich gegen jede Menge anderer mehr oder weniger guter Fahrer durchsetzen muss. Wenn hier so Fragen aufkommen, zweifel ich nie daran dass der Fragesteller nicht wenigstens etwas Talent hat, aber es gibt eben nur sehr wenig richtig Gute die in der großen Menge auffallen.

Als konkreten Tipp kann ich dir nur sagen, dass du zunächst mal mit deinen Eltern abklären solltest wie so das Interesse wäre Rennkartsport zu betreiben. Die müssen es ja schließlich bezahlen und bei Rennen am frühen Morgen aufstehen um mit dir zur Bahn zu fahren. Für den Einstieg wäre dann zB ein Juniorenkart ganz gut und erstmal einfach nur freies Fahren damit machen, später dann Rennen.

Falls es mit dem Budget nicht so rosig aussieht, empfehle ich dir weiter Leihkart. Dort gibt es auch Serien oder Mehrstunden Rennen. So ein 24er mit einem netten Team macht auch richtig Spaß.

Und später kann man Motorsport im Auto ggf. auch immer noch hobbymäßig betreiben. Das mache ich auch und komme vom Geld her schon halbwegs über die Runden, so dass es finanzierbar ist.

Ich will Dich nicht demotivieren, aber ich bin mal vor Jahren in Frankreich auf einer richtig grossen outdoor-Kartbahn mit richtig schnellen Benzin-Karts Runden gefahren, bis alle Körperteile geschmerzt haben. Ich wollte beweisen, dass ich der Schnellste auf diesem Planeten bin. Als dies am ersten Tag noch nicht geklappt hat, bin ich ein paar Tage später nochmals hin. Habe alles gegeben, aber am Ende des Tages war ich trotzdem zwei Sekunden pro Runde langsamer, als die schnellsten Jungs, die um die 25 Jahre jünger waren als ich, eben die Jungs in Deinem Alter. Auch diese zwei Sekunden waren "Welten". Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wo die Jungs diese rausgeholt haben. Will damit sagen, dass Du schon noch kräftig üben musst. Um offizielle Rennen zu fahren, egal welche Klasse, musst Du zuerst einer der Schnellsten auf "Deiner" Kartbahn sein, eine Rennlizenz besitzen und einen verdammt solventen Vater haben. Um eine Profikarriere zu starten, braucht es eine Schweinekohle, und nur die Wenigsten kriegen diese Investition in der Form zurück, dass sie später mit ihrer Rennfahrerei richtig Geld verdienen. Die, welche wir kennen, Schumacher, Vettel etc. haben schon in Kindesjahren die Kartbahn beackert. Vettel's Vater zum Beispiel hat sein eigenes Rennfahrzeug verkauft, um seinem Sohn den Einstieg in den Rennsport zu ermöglichen. Aber nicht mal das hat gereicht. Sehr früh mussten Sponsoren her, um die enormen Kosten im Griff zu haben. Und neben solchen wie eben z.B. Vettel gibt es viele, die diesen Weg auch zu beschreiten versuchten, von denen wie aber noch nie gehört haben, weil sie es nicht geschafft haben. Was es alles braucht, und wie Du vorgehen sollst, müsste Dir die Leitung der "professionellen Kartbahn" sagen können. Wie gesagt, ich will Dich nicht demotivieren, möchte aber auch verhindern, dass Du Dir falsche Vorstellungen machst, und z.B. glaubst, die Schule schleifen lassen zu können, weil Du ja dereinst ein reicher Rennfahrer sein wirst.

Danke für die nette Antwort😄

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Ich will nun Nichts behaupten, vielleicht hast Du wirklich Talent. Allerdings sind 5 Sekunden im Rennsport Welten, schau Dir Mal an wie weit bei Rennen die Rundenzeiten zwischen den Ersten und Letzten auseinanderliegen.

Als Ansprechpartner hast Du doch bereits die Betreiber (Leiter) der Kartbahn, die wissen sicherlich die Antworten die Du suchst (zumindest was Kart betrifft). Wenn Du wirklich gut bist sprechen sogar die Dich darauf an. Die wissen normalerweise auch wie die Aufstiegsmöglichkeiten aussehen, bzw Was möglich wäre.

Soweit ich weiss braucht man zur Teilnahme an Rennen eine Rennlizenz, in wie weit Diese an Mindestalter gebunden ist weiss ich nicht.

Ja für die Meisterschaften brauchst du ein eigenes Kart. Dieses kostet so zwischen 7000€ und 12000€ Anschaffungskosten. Dann kannst du locker für eine professionelle Saison 60000€ mindestens rechnen. MINDESTENS!!! Im Formensprache kannst du mit 15 oder 16 einsteigen. Hier brauchst du nicht dein eigenes Fahrzeug, allerdings ein Team. Diese verlangen schonmal 80000€ bis 120000€. Ich spreche von den des Kartfahrens aus Erfahrung und die des Formelsports von einem guten Kumpel der in den Formelsports einsteigt! Also ich würde mir keine großen Hoffnungen machen. Bleib beim Hobbykartfahren.

Danke für die vielen Infos! Aber wofür werden die (Mindestens) 80.000€ verbraucht?

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Die Teams kümmern sich ja um dein Auto, also Service während der Rennen, Tests usw. Außerdem gehört den Teams die Box ja nicht sondern muss extra bezahlt werden. Außerdem ist die Saison mit Nennung bzw. Nennen nicht gerade günstig.

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