Karma-Wie geht das?

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Die Antwort von @Klinghaus erklärt schon das Wichtigste.

Du kannst Karma zusammenfassen als:

Was du sähst, das erntest du.

Sähst du Hass, erntest du Hass.

Sähst du Liebe, erntest du Liebe.

Es macht wenig Sinn auf andere zu schauen und zu bewerten, ihre aktuell vielleicht leidvolle Situation zu betrachten mit dem Hintergedanken: Oho... was hat der / die da wohl gesäht? Denn wenn du dich dazu berufen fühlst, kannst du sicher sein, dass auch in dir unbewusst eine ähnliche Saat darauf wartet erkannt und verstanden zu werden.

ALLES was ich an anderen kritisiere, be- und verurteile, kritisiere, be-und verurteile ich unbewusst an mir.

Wir alle haben eine Menge Mist gesäht, um Erfahrungen zu sammeln. Das ist in Ordnung. Und wir haben die Wahl, ob wir dies alles in dieser Form ernten wollen, oder ob wir beginnen bewusst hinzuschauen, uns und anderen vergeben und damit Verantwortung für unsere Saat übernehmen.

Danke für den Stern!

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Als Christ glaube ich daran, dass jeder Mensch ein irdisches Leben hat. Die Bibel sagt dazu in Hebr. 9,27: "Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht."

Die Lehre des Karma im Hinduismus hat in Indien dazu geführt, dass sich um Arme; Kranke und Behinderte nicht gekümmert wurde. Im Gegenteil wurden diese Menschen aus Ausgestoßene behandelt, weil sie selbst an ihrem Schicksal Schuld sein sollten (ähnlich wie die hungernden Kinder in Afrika, wenn man das Konzept des Karma transportieren würde). Ihnen wurde zu ihrem Leid noch vorgeworfen, dass sie selbst an ihrem Schicksal schuld wären, weil sie ihn ihren früheren Leben ein schlechtes Karma angehäuft hätten. Also hätten sie ihr Leid verdient und man müsse ihnen nicht helfen und sich nicht um sie kümmern (vereinfacht formuliert).

Christliche Missionare waren meines Wissens die ersten, die in Indien die Ausgestoßenen (Kastenlosen, Unberührbaren) unterstützt haben und u.a. Krankenhäuser für sie gebaut haben. Sie haben das christliche Konzept der Nächstenliebe angewendet und versucht, möglichst vielen Menschen zu helfen, egal welcher Kaste sie angehören.

Deshalb in Kurzform und stark vereinfacht eines der Konzepte der Bibel: Gott hat den Menschen die Freiheit gegeben, mit ihm zu leben oder ohne ihn. Die Menschen haben sich dafür entschieden, selbst wie Gott sein zu wollen und wurden eigentlich damit getrennt von ihm und seine Feinde. Doch Gott hat die Menschen nicht verlassen und ihnen in Jesus Christus einen Rettungsanker zugeworfen. Wer an ihn glaubt und um Vergebung seiner Sünden bittet, dem sind seine Sünden vergeben und der wird ein Kind Gottes und kommt nach dem Tod in den Himmel.

Das Konzept des Karma im Hinduismus und Buddhismus ist (ebenso vereinfacht dargestellt) dagegen relativ negativ: Der Mensch wird ständig auf der Erde wiedergeboren. Als was er wiedergeboren wird, bestimmt sein Karma, dass durch sein Verhalten positiv oder negativ beeinflusst werden kann. Das eigentliche Ziel ist aber ein Durchbrechen des Kreislaufs der Wiedergeburten, um ins Nirwana, ins Nichts zu gelangen.

Die hungernden Kinder haben nichts Schlimmes gemacht, sondern moechten nur die Erfahrung machen, wie es ist, am lebendigen Leib zu verhungern, um es in ihren Erfahrungsschatz zu integrieren. Vielleicht haben sie vorher in Saus und Braus gelebt und kennen nun auch diese Erfahrung. Die genauen Gruende sind nur dem Bewusstsein bekannt und nicht allgemein von Interesse. Ist natuerlich auch nicht das, was wir gerne hoeren wollen, ist viel zu einfach und logisch. Aber nur, wenn man eine langfristige Planung verfolgt, macht derartige Erfahrung einen Sinn. Viel Erfolg

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