Karikatur Interpretation Sozialkunde?

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5 Antworten

In dieser Karrikatur wird (in sprachlicher Anlehnung an einen Slogen aus der NS-Zeit) die eigene Kultur in den Schmutz gezogen. Die inhaltliche Aussage dieser Zeichnung mag stimmen, bedenklich macht mich aber, wenn solcherlei Produktionen, die das Negative der eigenen Nation hervorheben,  es hierzulande wert sind, mit dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen geehrt zu werden.

Die anschließende Frage in Deinem Sozialkundeunterricht nach der Notwendigkeit einer Leitkultur (in Anlehnung auf die vorher gezeigte Karikatur) ist dermaßen durchsichtig und manipulativ, wie ich es mir zu DDR-Zeiten kaum besser hätte vorstellen können.

Selbstverständlich ist eine Leitkultur, oder Mutterkultur, oder Integrationsbasis, oder wie wir es auch immer nennen, notwendig, um Neuzugezogenen einen Weg aufzuzeigen, den sie beschreiten können und sollen. Diese Leitkultur mag links oder rechts oder sonstwo verordnet sein, aber sie muss vorhanden sein, um eben diesen Integrationsprozess zu ermöglichen.

Ansonsten landen wir in der Anarchie.


Hitti, kann doch nicht sooo schwer sein ...

Eine Frau mit Kopftuch steht an der Tafel und schreibt dort Sätzchen hin, die alle mit einem Adjektiv beginnen, das eine deutsche Tugend beispielhaft beschreiben soll.
Komisch, warum lachen die alle über diese Sätzchen bzw. zum Sprichwort gewordenen Slogans?
Eben: Humor im Integrationskurs.
Nur der Kursleiter schaut irgendwie nicht so recht zufrieden aus ...

Einige Zeit später:
Schade. Über ein 'Danke' hätte ich mich gefreut. Eigentlich doch üblich, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, auf eine gestellte Frage vernünftig zu antworten, oder?

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Du bist auch eine Niete im verlinken! Dein Link jedenfalls funktioniert nicht... :-)

Allgemein gestaltest du eine Karikaturenanalyse wie eine Ingaltsangabe,

1. Einleitung mit allen Formalinfos und dem hintergründigen Sinn.

2. Eine ausführliche Bildbeschreibung. Bedarfsweise mit Zusammenhangserklärung.

3. Eigene Stellungnahme.

Ob man das als ermutigende Pädagogik bezeichnen kann ...? (:-)

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@Tamtamy

Hehe, ein bisschen Selbstkritik und Selbstironie würde ich jedem, auch dem FS "unterstellen".

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Nimms mir nicht übel, aber wie so eine Interpretation aufgebaut ist, ist mir bekannt. 

Es geht mir rein um das Interpretieren.

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@Hitti70

Dann musst du dafür sorgen, dass die Verlinkung funktioniert!

Ok, tamtamy hat dir das abgenommen.

Die Karikatur ironisiert das Politikergeschwafel von einer deutschen "Leitkultur". Diese unterstellt klammheimlich, "deutsche Kultur" sei etwas rein Positives, über jede Kritik Erhabenes und weise keine kritischen Seiten auf.

Diese Betrachtungsweise führt der Karikaturist ironisierend vor, indem er eigentlich positiv bestezte Aspekte "typischen Deutschseins" auch in ihreren hässlichen Aspekten zeigt: VW-Abgasmaipulationsskandal, Unpünktlichkeit des Bahnverkehrs, Korruptionsverhalten des DFB bei der Vergabe der WM.

Weiter könnte man diskutieren, inwiefern die "Idee" einer Leitkultur nicht totalitaristisch ist, weil sie das eigentlich freie Individuum auf einen vermeintlich positiven Wertekanon verpflichten möchte...

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@Hitti70

Da du sie zwischenzeitlich korrigiert hast, geht sie jetzt. :-)

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Diese Karikatur verspottet die neue von der Regierung gepredigte deutsche Leitkultur, die auch die Migranten befolgen sollten. Dass diese Leitkultur auch negative Seiten hat, zählt der Autor dieser Karikatur hier auf. Die Volkswagen sind dreckig (wenig Umweltbewusst), (die Bahnen sind unpünktlich), deutsche Leitkultur spricht von von Pünktlichkeit, die typisch deutsch ist und die Ehrlichkeit hält sich beim DFB in Grenzen. Diese deutschen Tugenden von der alle Patrioten sprechen spiegeln sich in der Realität nicht wieder, wie der Autor dies zu erkennen gibt, weshalb die Migranten auch nicht zwingend die deutsche Leitkultur befolgen sollten, da Unpünktlichkeit und Lügerei nicht gerne gesehen wird.

Der Autor verspottet die Idee einer Leitkultur. Wir sollten uns erstmal an die eigene Nase packen undn überlegen, ob wir Deutschen denn wirklich so gut sind, wie uns unser Ruf vorauseilt.

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