Kapitalismus und Nervosität

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7 Antworten

Natürlich hat das etwas miteinander zu tun, wobei man davon ausgehen kann, das diese permanente Unruhe und Nervosität auch ein Grundstein des kapitalistischen Imperialismus gewesen ist, der seinen Ausgangspunkt in den westlichen sogn. "Zivilisationen" genommen hat.

Denn was sollte ein anderer Antrieb sein, als diese permanente Unruhe und scheinbare Unsicherheit, als Ausgangspunkt, um andere fremde Völker und friedlichere Lebewesen rabiat anzugehen und ausrauben zu wollen, sich deren in Ruhe erwirtschaftetes Haben und Sein als Trophäe etwa, einzuverleiben und zu stehlen? Von Kreuzzügen, Conquistatores, bis Kolonial-HERREN, der Drang zu plündern, zu rauben auszubeuten und zu siegen war unwiederstehlich und wird/wurde im "Westen" als normal empfunden und zum Leitbild einer permanent ausgeweiteten Un-Kultur erkoren.

Der gesamte westliche Kapitalismus ist auf dieser Unruhe aufgebaut, diesem angeblichen, wirren, unnatürliche Streben, sich auszubreíten und um das eigene "Überleben" zu kämpfen, zu sichern, in einer Welt, die mit Ruhe und Achtsamkeit gelebt, betrachtet und wahrgenommen werden sollte, all das Leben aber in gesunder Dosierung, ebenso "bieten" könnte, um welches sich der angebl. "moderne" Mensch so plagen und permanent bemühen muss.

Ein Autor (Paul Virillio) hat in diesem Zusammenhang, angesichts der verwilderten Zustände der westlichen Zivilisation, die es massiv drängt, ihr unheilvolles Abbild in alle Welt zu tragen, bereits von einem "rasenden Stillstand" gesprochen.

Es ist die unnatürliche Lebensform, das von der Natur entfremdete Leben,

die Instinkte und Reflexe des Menschen/Tiers sind die gleichen wie früher aber müssen in dieser künstlichen Umwelt ständig unterdrückt oder umgeleitet werden, das ist ein Grund für Stress. Je mehr Mensch in dichter Umgebung zusammenkommen, desto mehr Stress entsteht, wenn man nicht mit ganzer Konzentration dagegen andenkt.

Das Tier Mensch ist nicht so viel anders als das Tier Maus, was die Überbevölkerung angeht.

dichteabhängige Faktoren = Gedrängefaktor Je mehr Tiere in dem Areal sind, desto häufiger kommt es zu Kontakten (Interferenz). Vor allem bei Tieren mit Revier, hier die Maus, fördert das das Aggressionspotenzial. Ein Revier lässt sich nicht beliebig verkleinern. Der Revierbesitzer und auch der Reviersucher sind beide im Dauerstress. Das bewirkt über den erhöhten Adrenalinspiegel das FFS (flight or fight syndrom - fliehen oder kämpfen)

http://www.williswissensweb.homepage.t-online.de/Biologie/Oekologie/DPolpulationsentwicklung.html

:D sie haben vl etwas miteinander zu tun, wenn der kapitalist am börsenmarkt unterwegs ist :D :D :D aber klar könnte ich mir das vorstellen, da muss aber jeder für sich selber entscheiden sich nicht so leicht in die luft zu gehen... ;)

Ganz einfach: das, was Du mit "Nervosität" bezeichnest, nennt man in der Natur "Streß".

Streß resultiert aus verschiedenen Umständen, zB Überpopulation (ist beim Menschen gegeben und va in Städten ausschlaggebend), Konkurrenz (zB um Nahrung, beim Menschen zB um Arbeit), fehlende Möglichkeit, arteigene Verhaltensweisen auszuführen (liegt zB an der Wohnsituation - mit lauter Nachbarn und womöglich einem Hauswart kannst Du auch nicht tun, was Du willst) etc etc etc.

Wenn Du also einen "streßfreien" Staat erfinden möchtest, brauchst Du einen, in dem diese Faktoren ausgeschlossen sind. Gibts in der gesamten Natur nicht und dürfte auch für den Menschen ziemlich schwierig werden, aber nicht unmöglich (auf ein paar kleinen Inseln mit Regenwald leben noch eine Handvoll Kopfjäger ohne nennenswerte Nervösität).

also die DDR -Leute sind tausendmal gelassener. Kurz nach der Wende mußte ich mal zu einer Maschinenfabrik dort. Da gab es eine (nette und kompetente) Pförtnerin, die aber gerade auf ihrem Sofa schlief und sich noch die Schlafspuren aus dem Gesicht zu wischen suchte.

Das ist schon ein Unterschied zu den Empfangssklaven bei uns, die zu 50% eine Zwangsfreundlichkeit zur Schaustellen und sich 8 h die Beine in den Bauch stehen müssen.

Also die natürlich-freundlich- mütterliche DDR-Pförtnerin fand ich da objektiv gar nicht so schlecht. ... ist eben ein volkseigener Betrieb, warum soll man da nicht in den Pausen im Volksinteresse die "sozialistische Arbeitskraft" regenerieren oder für die Familie aufsparen?! hihi

die DDR gesellschaft war gelassener---darum schimpfen ja auch viele ossis heute. nervosität ist eine persönliche angelegenheit,die nix mit kapitalismus zu tun hat.

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