Kapitalismus in der Gesundheitsbranche?

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2 Antworten

Kein Mensch geht aus reiner nächsten Liebe und ohne Bezahlung zur Arbeit. Und Pflegekräfte gehen auch nicht aus reiner Nächstenliebe zur Arbeit.

Klar haben sie sich den Pflegeberuf ausgesucht, da sie gerne anderen Menschen Helfen. jedoch wollen und müssen sie mit dem Beruf ihren Lebensunterhalkt bestreiten. Der Betreiber einer Pflegeeinrichtung möchte auch was verdienen und hat zu dem noch erhebliche Kosten abzudecken, die dem normalsterblichen, der nicht hinter die Kulissen schaut, verborgen bleiben.

Eine Pflegeeinrichtung ist ein Wirtschafsunternehmen, das Gewinne erzielen muss um Rücklagen vorhalten zu können.

Die Zeiten wo die Pflege von reichen Damen ehrenamtlich erbracht wurde ( so im 19. Jahrhundert ) sind lange vorbei. Keine einzige Pflegekraft und keine einzige Pflegeeinrichtung kann von Dank und Liebe leben.

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Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, hat also mit dem Beruf des Pflegers eigentlich wenig zu tun. Vielleicht wollte dein Lehrer dich darauf aufmerksam machen, dass viele Pflegeheime zu renditeorientierten Betrieben verkommen sind, zu Anlageobjekten, und du nicht nur gut als Pflegekraft, sondern auch als Arbeitskraft produktiv und deine Arbeitsweise rentabel (schneller, besser etc.) sein muss. Das heißt, als Pflegekraft müsstest du gründlich und gewissenhaft arbeiten, aber leider auch schnell und dir wenig Zeit für die persönliche Beziehung zu den Patienten nehmen, um dem Leistungsdruck gerecht zu werden, der in vielen Pflegeheimen etc. herrscht. Damit ist also die Berücksichtigung hygienischer und ökonomischer Gesichtspunkte, will heißen: mit gleichem Aufwand immer mehr Patienten versorgen (zu Lasten anderer Aspekte guter Pflege, die sich nun mal nicht alle leisten können).

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