Kapitalanlage Seniorenwohnung

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7 Antworten

Ich sehe da zwei Probleme. Die Kosten, die zusätzlich anfallen, fressen die Rendite wieder auf.

Die Betreiber klären darüber nicht richtig auf. Sie sind nur am Abschluss interessiert (und den 20 % Provision, die dann schon mal den ersten Teil der Rendite kosten).

Wie willst du denn später selbst diese Wohnung nutzen? Wenn sie bereits an einen Senioren vermietet ist, (und das muss sie, um Rendite zu erzielen, )kannst du den ja schlecht auf die Straße setzen. Wie soll das also gehen?

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Kommentar von Dickmoeppi
14.11.2012, 18:50

Nein, auf die Strasse setzen kann man die nicht, die Wohnungen sind unkündbar. Aber solche Wohnung muß man ja nicht erst beziehen, wenn man ein Pflegefall ist. Da kann man ja als junger rüstiger Rentner schon einziehen. Das muß ja nicht von heute auf morgen sein. Und irgendwann wird sie schon mal frei werden. Und wenn nicht, dann kann man sich in die Warteliste eintragen lassen, dann bekommt man die nächste Wohnung die frei wird, auch wenn es nicht die eigene ist.

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Heute werden von geschickten Anlageberatern alle nur möglichen Varianten gesprüft, die Liquidität vermeintlicher, weil nur künstlich geschaffener Interessenten zu aufzusaugen.

Wer heutzutage, nämlich im analytisch geschulten Hinblick auf die so genannte Finanz- und Kapitalmarktlage, tatsächlich im Interesse des Interessenten/Beratungskunden eine Empfehlung abgeben will, kann hier nur zur Vorsicht, besser noch zur Enthaltsamkeitraten. Derzeit sollte man seine Liquidität so nahe wie nur möglich bei sich führen. Der Aspekt VERFÜGBARKEIT korrespondiert heute auf nie dagewesene Weise mit dem der SICHERHEIT und mithin unbedingt vor dem dritten bei jedweder Geldanlage beachtlichen Aspekt der RENTABILITÄT.

Weil Renditen sind gerade nur noch ein "schöner traum", bei Erwachen dann ein Alptraum - wenn nämlich die sicher und rentabel gewähnte Sparanlage einfach mal "futsch" ist. Und keiner ist dran schuld, der Vermittler untergetaucht ("arbeitet nicht mehr für unser Haus..."), eine Schadenersatzforderung (zumindest für Laien) nur schwierig anzubringen.

Nun aber zu deiner Frage konkret: Wir aller werden heute älter und älter. Das beinhaltet, daß wir eine Anlage, die auf das Alter abzielt, hier eine längerzeitige Nutzung (Erlöse... > Rentabilität der Geldanlage) abbildet, in den Fokus der Zielgruppe von Anlageberatern gerät.

Aber VORSICHT: Kaufst Du nur edin Scheibchen vom Kuchen, wie bei Eigentumswohnungen oder - wie hier - Einliegerwohnungen in einer Senioren-Residenz, so wirst Du später mit heute unüberschaubaren Zusatzkosten noch konfrontiert werden: was dir der Berater ämlich nicht verrät ist, daß Du hier praktisch zu keinem Zeitpunkt wirklich beherrschender Eigentümer (Besitzer) an der Sache wirst. Du bist und bleibst hier eine/r von vielen, ähnlich dem Prinzip der Eigentümergemeinschaft in Wohnanlagen. Schlag mal im WEG (WohnungsEigentumsGesetz) nach und gönne dir ein paar interessante Lekture-Stunden. Die Gemeinschaft hat hier Beschlußquoten. Die zwingen jeden Eigentümer schlußendlich, entweder im jeweiligen Zeitpunkt "eigenes Geld nachzuschießen" oder aber wieder abzustoßen - dann aber mit herben Verlusten, weil: wer verkaufen muß, verkauft zu niedrigerem Preis nur. Und eine "Wertanlage", die in ihren Kosten unüberschaubar auslaufen kann, kauft niemand gern - zumindest nicht als Zweitplatzierung.

Kaufst Du dir statt dessen, ein Einfamilienhaus auf eigenem Grund, so hast Du diesen Ärger nicht. Wenn nun nun entgegenhälst, da gäbe es anderen Ärger, so bedenke, diesen hast Du bei der anderen Variante dazu auch noch. Alle möglichen so genannten "Sharing-Modelle" sind bisher am Markt über lang oder kurz gescheitert.

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Hallo Dickmoeppi, wer hat dir denn den Floh ins Ohr gesetzt? Ohne Provision arbeitet keiner. Das muss zwar so nicht heissen aber wird dann auf andere Art und Weise einkalkuliert. Wenn Du dann in dem Alter bist ist die Wohnung Schrott oder entspricht nicht mehr dem Standard. Der Verkäufer von einst ist ist nicht mehr greifbar oder der Bauträger geht in die Insolvenz oder die Garantiemieten lassen sich nicht durchsetzen usw....Spar Dein Geld für dich. Verzichte auf die derzeitigen 0-1% Zinsen und leg das Geld zur Seite. Dann bleibt es Dein Geld. Gruß, Peter

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hallo dickmoeppi,

es sprechen bis 5 punkte dafür, ja. welche qualität dann für die zu betreuenden senioren sich ergibt, werde ich hier nicht beurteilen. für den fall das du eine selbstfinanzierte seniorenwohnung selbst nutzt, wirst du nur aufgrund eines konzeptes, welches genau zu prüfen ist kennenlernen.

das dies ein markt mit umsätzen ist, dürfte klar sein.....anhand der 5 punkte. ich zähle sie nicht auf, wie gesagt, genau prüfen!!!

beste grüße

dickie59

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naja wenn du es so sehn willst ist es eine gute anlage, denn wir befinden uns im demografischen wandel d.h deutschland wird immer älter und da werden solche wohnungen später sehr begehrt sein und für viele geld bringen.. aber ich würde vorsicht walten lassen nicht das es ein griff ins klo wird ;) am besten ausführlcih informieren und dann an die sache ran gehn

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Schau Dir mal den Beitrag vom WDR von gestern dazu an:

Pflegeheim Monopoly – Wenn der alte Mensch zur Ware wird - http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2012/1112/pflege.jsp

7,25 Prozent Rendite pro Jahr - ein Satz aus einem Werbeprospekt eines Immobilienfonds...

Wie kann man mit Altenheimen so viel Geld erwirtschaften? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer? Geht das alles am Schluss nicht auf Kosten der Alten, der Kranken und des Pflegepersonals? Demente Senioren als Kapitalanlage?

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Kommentar von ottiman
14.11.2012, 05:41

Solche Holdingagenturen die nur einem Ziel dienen, nämlich Kasse machen auf der Kosten der Heimbewohner und vor allem der dort hart arbeitenden Pflegekräfte, die gehören hinter Schwedischen Gardinen, die Säue.

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Kommentar von DerHans
14.11.2012, 13:43

Die Rendite für die ersten drei Jahre geht schon für die Vermittlerprovision drauf.Das holt man anschließend nie mehr rein.

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Eine Immobilie ist immer eine gute Altersvorsorge. Erst recht, wenn du diese selber nutzt.

Aber eine Immobilie will genau durchgerechnet sein.

Und laß dir nichts von einem Banker andrehen.

Und:drei Dinke sind immer wichtig:

1.: die Lage. 2.: Die Lage! 3.: Die Lage!

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Kommentar von ottiman
14.11.2012, 05:44

Auf diese Rendite exkrementiere ich, wenn Du den obigen Film ansiehst, auf wessen Kosten die ihr Geld machen, die kriminellen Stück Exkrementeheinis! Die gehören wie im Mittelalter ins Stadtzentrum, ein Schild um den Hals und angeprangert, mit faulen Tomaten, Eiern beworfen, dann würden die dass bald lassen.

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