Kann von einer MPU hier abgesehn werden?

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4 Antworten

Ich denke, wir sollten hier alle mal ganz schnell von der Denkweise wegkommen, daß die MPU eine Strafe ist, das ist sie nämlich definitiv nicht! Geldstrafe und Führerscheinentzug, das ist hier die Strafe.
Wenn aber jemand mit so viel Alkohol im Blut sich ans Steuer setzt, dann zweifelt man berechtigterweise sehr stark daran, ob derjenige überhaupt noch für den Führerschein, also die Teilnahme am Straßenverkehr geeignet ist oder für die Zukunft eine Gefahr darstellt. Die MPU ist eine - in diesem Fall hauptsächlich psychologische - Untersuchung, um das herauszufinden. Bei der Aufforderung zur MPU gibt es daher eine genaue Fragestellung für den Psychlogen, die in diesem Fall lautet: Ist zu erwarten, daß Herr X in Zukunft auch weiterhin alkoholisiert am Straßenverkehr teilnimmt. Das muß der Psychologe herausfinden.
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Es reicht nicht, daß man bereut und erzählt, daß dies eine Ausnahme war und man das ja niiiiee wieder tun wird. Das kann jeder erzählen. Es geht darum, daß man sich mit der Sache auseinandergesetzt hat. Wie kam es zu dem Trinken. Kann der gleiche Anlaß nicht in Yukuknft auch nochmal auftreten? Und falls ja, wie ist vorgesorgt, daß man dann nicht nochmal das gleiche tut? Der Psychologe muß anhand bestimmte geänderter Verhaltens- und Denkweisen sehen, daß man durch irgendwelche Massnahmen dafür gesorgt hat, daß so etwas nicht nur nicht wieder vorkommt, sondern gar nicht mehr vorkommen kann! Das kann z.B. sein, daß man, wenn Alkoholgenuß vorkommen kann, den Autoschlüssel und Auto grundsätzlich gleich zuhause läßt, daß man draußen, wenn es sich dort ergibt, vor dem ersten Tropfen Alkohol einem zuverlässigen Freund den Schlüssel übergibt usw ... also Strategien, um solches in Zukunft zu vermeiden.
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Wie gesagt, MPU ist keine Strafe sondern einfach dieses Herausfinden, wie wird es in Zukunft sein. Es ist im Grunde auch gar nicht so schwierig, die MPU zu bestehen, wenn man sich rechtzeitig damit beschäftigt. Es gibt Foren, wo man da gute Hilfe bekommt, auch ohne an teuren Vorbereitungskursen teilnehmen zu müssen.
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Die MPU vermeiden - das geht in deinem Fall nicht, denn die ist gesetzlich vorgeschrieben bei diesem Promillewert, da hat der Sachbearbeiter im Amt keinerlei Spielraum.
Ich wünsche dir zumindest alles Gute für die MPU. So sehr ich das Fahen mit Alkohol verurteile, wer es schafft, hinfort ohne Alkohol im Straßenverkehr auszukommen, dem steht auch wieder ein Führerschein zu. Daher verzichte ich auch auf diese bissigen und ungerechtfertigten Kommentare von vielen, die jetzt die Moralkeule schwingen, aber oft nur deshalb nicht in der gleichen Lage sind, weil sie noch nicht erwischt wurden.

Raushauen kann dich der Anwalt da nicht. Fahren unter Alkoholeinfluss ist nunmal verboten, egal welche Gründe man dafür hatte. Bei einem erstmaligen vergehen kannst du mit Führerscheinsperre für eine gewisse Zeit, einer Geldstrafe, Punkten in Flensburg und wenn du Pech hast noch mit einer Anzeige rechnen. Dein Anwalt wird dich da genaustens aufklären.

Ab 1,6 Promille musst du zur MPU und das ist gut so selber schuld an deiner Lage ich habe kein mitleid wer besoffen fährt braucht nicht mit milde rechnen

Himmelsmensch 28.07.2009, 16:10

Da brauch man sich aber nicht wundern warum deutschland den bach runter geht, jeder macht mal fehler, das ist typisch kapitalistisches denken was das volk so zugrunde richtet auf sozialistischer und gesellschaftlicher ebene... Ein mensch mit geringen einkommen finanziert sich die MPU (dadurch das er seinen job verliert) durch dealen und einbrüche.... wilkkommen in der welt der "ich habe kein mitleid"

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eine MPU wird ab einem Alkoholwert von 1,6 Prom. durch die Fahrerlaubnisbehörde verlangt. Wenn Dein Anwalt gut ist, kann er für Dich viel tun, vor allem brauchst Du Einsicht in alle Unterlagen, wie Polizeibericht, Blutuntersuchungs-Protokoll etc. In der Regel bekommst Du ab diesem Wert dennoch die Auflage zur Erbringung eines Gutachtens. Vor allem solltest Du Dich intensiv darauf vorbereiten, sonst verschenkst Du Deine kostbare Zeit und musst eventuell noch länger auf Deine Fahrerlaubnis warten. Der Gutachter kennt Deine Akte und wird Dir viele Fragen stellen, z.B. über Dein Trinkverhalten, wie viel Alkohol Du am Tage der Auffälligkeit getrunken hast. Vor allem wird er oder sie Dir nicht glauben, dass Du nur an diesem Tage so viel getrunken hast, weil Du noch in der Lage warst, Deinen Pkw zu steuern. Die Gutachter halten sich an Ihre Statistiken und wissenschaftlichen Erkenntnissen, hierbei wird davon ausgegangen, dass man diesen Pegel sich über einen längeren Zeitraum antrainiert hat. Informiere Dich sehr genau und bereite Dich gut auf die MPU vor. Baerlin67

Himmelsmensch 29.07.2009, 12:49

Wie bereitet man sich auf eine MPU vor? Naja den PKW konnte ich nicht steuern... ich baute einen unfall

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