Kann Vermieter kündigen aufgrund Kürzung Nebenkosten?

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11 Antworten

Gemäß des Mietvertrags hast du einen entsprechenden Anteil an den Nebenkosten zu tragen, und da spielt es überhaupt keine Rolle wie oft du in der Wohnung dich aufhältst. Gerade in einem größeren Haus mit mehreren Mietparteien lebt man in einer sogenannten Solidargemeinschaft, und dazu bist du verpflichtet. Wenn du dann auch noch aus reinem Bauchgefühl heraus die Nebenkostenabrechnung halbiert hast, ohne rechnerisch nachzuweisen dass du vielleicht im Recht sein könntest, ist eine Kündigung seitens des Vermieters nachvollziehbar

Wenn du schon seit 2014 dort wohnst, muss es ja schon mal eine Abrechnung gegeben haben. Das wäre doch ein Anhaltspunkt ob die Nebenkosten wirklich zu hoch waren. Hast du damals viel Geld zurück bekommen, hättest du das Recht die Nebenkosten von deiner Seite aus entsprechend zu kürzen, allerdings nur in Textform. Die Nebenkostenvorrauszahlungen dürfen nicht willkürlich hoch sein, sondern müssen in etwa den realen Kosten entsprechen.

http://www.betriebskostenabrechnung.com/blog/betriebskostenvorauszahlung-kuerzen/

 und habe Anfang diesen Jahres nach MÜNDLICHER Rücksprache mit dem Vermieter meine Nebenkosten für das Jahr 2016 halbiert.

 

Gemäß § 560 (4) BGB sind derartige Anpassungen von Vorauszahlungen in Textform vorzunehmen.

Deine mündliche Absprache ist im Zweifel nichts wert.

Könnte dies ein Kündigungsgrund seitens des Vermieters sein?

 

Wenn sich dein Vermieter an nichts erinnern kann und durch deine geminderte Zahlung insgesamt ein Zahlungsrückstand von mindestens zwei Monatsmieten entstanden ist, kann dies eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.

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