Kann der Vermieter mir die Schuld am Schimmel in der Wohnung geben, wenn eine Klausel (Mietvertrag) die Einhaltung genauer Feuchtigkeit und Temperatur vorgibt?

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4 Antworten

Mit Spezialdämmung an den Außenwänden saniert?!?

Klingt nach Kalziumsilikat-Platte innen an die Außenwand geklebt. Wenn die Wand zuvor ordentlich getrocknet wurde, kann es gut gehen. Wenn die Platte auf die feuchte Wand geklebt wurde, übernimmt die Kalziumsilikat-Platte die Feuchte der Bestandswand durch Feuchteausgleich, verliert an Dämmwert und der Schimmel wächst auf der Platte munter weiter.

Mit gutem Lüften verhinderst Du, dass Wohnraumfeuchte in die Wand einwandert, die Befeuchtung der neuen Dämmplatten von hinten durch die Bestandswand kannst Du nicht verhindern.

Schade, da wurde offenbar viel Geld in die Hand genommen für ein zweifelhaftes Ergebnis und bestätigt meine Meinung wieder: Dämmung hilft nicht gegen Schimmel - Wärme hilft gegen Schimmel und zwar nur die Wärme, die auch da ankommt, wo sie benötigt wird: Gleichmäßig auf der gesamten inneren Außenwandoberfläche verteilt, um kalte Wandbereiche zu vermeiden.

Eine Änderung der Heizanlage mit dem Ziel mehr Wärmestrahlung (zur gleichmäßigeren Wärmeverteilung) in den Raum zu bringen wäre billiger und sinnvoller gewesen. Heizkörper Typ 22 oder sogar den Typ 33 raus und den etwas größeren Typ 10 eingebaut (geschätzte Kosten 200,- bis 300,- EUR). Die sichtbare Heizfläche schafft Wärmestrahlung, die die Wandoberflächen besser erwärmt. Dämmung wärmt nämlich nicht - sie kann nur den Wärmeabfluss mindern. Das funktioniert aber auch nur, wenn Wärme an die Stelle auch hinkommt - in diesem Falle kann die innere Wandoberflächentemperatur angehoben werden. Ob die Anhebung aber ausreichend ist, um die Luftfeuchte im Wandoberflächenkontakt nicht mehr in den schimmelgefährdeten Bereich (über 70% rel. Luftfechte) hineinlaufen zu lassen, ist noch fraglich.

Die Messgeräte im Zimmer messen die allgemeine Raumluftfeuchte und die allgemeine Raumlufttemperatur. Was noch sehr wichtig ist, ist die Oberflächentemperatur der schimmelgefährdeten Bereiche - mit dem IR-Thermometer gemessen. Nur dann kann man über das Mollier-h-x-Diagramm die Luftfeuchte im direkten Wandoberflächenkontakt bestimmen. Dieser Feuchtewert sollte zur Schimmelvermeidung nicht dauerhaft über 70% liegen.

Schimmel an der Wand ist immer nur ein Problem zu hoher Wandoberflächenfeuchte. Da diese stark mit der davor befindlichen Luftfeuchte korrespondiert, ist die Überwachung der Luftfeuchte im Wandoberflächenkontakt überaus wichtig, nicht so sehr die allgemeinen Werte im Raum.

Die Luftfeuchte im Wandoberflächenkontakt ist von der allgemeinen Raumluftfeuchte und von der Temperatur der Wandoberfläche abhängig: Ist die Wandoberfläche zu kalt, weil keine Wärme der Heizung mehr dort hin kommt, so kühlt die Raumluft zu stark aus, wobei die rel. Luftfeuchte auch entsprechend stark ansteigt.

Bei extrem kalter Wandoberfläche nützen auch gute allgemeine 40% rel. Luftfeuchte nichts - es kommt trotzdem zur Schimmelbildung, wenn die Luftfeuchte im Wandoberflächenkontakt durch Luftauskühlung weit über 70% ansteigt. Daher: Temperaturmessung der Wandoberfläche und bei zu kalter Wandoberfläche muss die Wärme dorthin - am besten durch die Heizanlage.

Der Vermieter kann Dir die Schuld geben (ist ja seine Meinung), aber für eine finanzielle Forderung muss er Dir die Schuld vor Gericht nachweisen. Das wird schwer werden, wenn die Wohnung gleichmäßig beheizt und mehrfach täglich gelüftet wurde.

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Hast du den die Feuchtigkeit eingehalten? zur not ein Luftentfeuchter aufstellen.

http://www.schimmel-entfernen24.net/luftfeuchtigkeit/

Wenn es nur wenig Schimmel ist, würde ich ihn mit geeigneten Mitteln entfernen und zum Schutz Imprägnieren.

mfg

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Kommentar von Muddi32
01.03.2016, 13:30

Oh danke! es kann auch sein, dass es vom Dachboden oder der Außenwand kommt hat mir ein Freund gesagt.....

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Wenn nachgewiesen wird, dass es Lüftungsmängel sind - dann schon. Rein vorsorglich hat sie Raumklimamessgeräte zur Verfügung gestellt. Wenn das bereits etwas gedämmt wurde, kann man Baumängel mal eher ausschließen, wenn es ein älteres Gebäude ist, dann sowieso. Wenn es jetzt also am richtigen Heizen und/oder Lüften liegt, dann kann sie dir an den Karren fahren.

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Kommentar von Muddi32
01.03.2016, 13:29

Aber wie will sie mir das denn Nachweisen? SIE muss MIR das doch nachweisen, oder? Ich Lüfte hier mindestens 1 X täglich mit Stoßlüften, sachgemäß.

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Bin selbst Vermieter // Dass der Mieter richtig zu lüften hat, das ist ja in Ordnung. Aber ich kann und darf dem Mieter nicht vorschreiben, wie er seine Mietwohnung zu heizen hat! In deinem Fall glaube ich eher, sofern du richtig lüftest, dass es keine anständige Schimmelsanierung gegeben hat. Ist aber nur eine Vermutung von mir.

Für dich kann ich jetzt nur den Mieterschutzbund empfehlen.

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Kommentar von Muddi32
01.03.2016, 13:25

Ja danke! Das ist nämlich auch mein Gedanke.......die Fenster sind super alt und dämmen überhaupt nicht, diese wurden nicht erneuert........Wenn ich mal ein paar Tage weg war und nicht richtig geheizt habe, ist an den Fenstern imense Feuchtigkeit....Ich schaf es gar nicht in den mir vorgeschriebenen Bereich zu heizen, sonst werden die Heizkosten viel zu hoch.......und an meinen Heizkosten sieht man, das ich nicht wenig geheizt habe! Also sie kann mir doch nicht nachweisen das ich falsch geheizt und gelüftet habe.....?

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