Kann verliebt sein wirklich blind machen?

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12 Antworten

Du kennst doch sicher Aussagen wie "Ich bin verrückt nach ihm", "Ich liebe ihn wahnsinnig"..

Verliebtheit ist ein Trick oder Trieb der Natur, der Menschen vorübergehend verrückt macht, d.h. die so von ihrer Vernunft verrückt, dass sie nicht mehr klar denken können. Dabei geht es der Natur hauptsächlich um Arterhaltung und die nimmt kaum Rücksicht auf den Einzelnen.

Aus reiner rationaler Vernunft würde sich kaum ein Mensch verlieben und Kinder zeugen. Das schafft nur der Trieb.

Wenn aus Verliebtheit Liebe geworden ist, wird die rosarote Brille abgesetzt und dann faängt eine Beziehung erst wirklich an..

Man ist niemals "machtlos".

Es gibt Menschen, die nehmen die Macken und Fehler tatsächlich nicht wahr innerhalb der Verliebtheit. Das sind aber nur jene Menschen, die generell nicht dazu tendieren, Dinge kognitiv und rational zu hinterfragen.

Die meisten Menschen, denen diese "Liebesblindheit" vorgeworfen wird, sind eher welche, die auf der Basis ihrer Gefühle die "Fehler und Macken" des Anderen für unwichtig im Vergleich zu seinen Qualitäten halten - und zwar sogar dann noch, wenn der Rest der Welt das schon ganz anders sieht.
Das ist mit ein Grund dafür, warum nach der Verliebtheitsphase, die zwischen zwei Monaten und drei Jahren andauern kann, viele Beziehungen enden. Der Hormoncocktail im Körper "verharmlost" nicht mehr alles. Danach kann man, meiner Ansicht nach, erst von echter "Liebe" sprechen - wenn die's schafft, zu sein, ganz ohne Schmetterlinge und Flimmer, ist man wirklich tief verbunden.

Ein wenig verzwickter wird's mit dem Ausdruck "blind vor Liebe" natürlich, wenn man von Missbrauchsbeziehungen spricht. Auch hier findet man bei den Opfern häufig den Satz "aber ich liebe ihn/sie doch". Hier handelt es sich aber zum Teil tatsächlich um eine Art "Blindheit", die aber durch Kompensation hervorgerufen wird. Das Opfer  rationalisiert seinen Schmerz weg, um ihn besser ertragen zu können - und steht in den meisten Fällen in einer Abhängigkeit zum Täter/zur Täterin. Und sei es auch "nur" emotional. Da das aber schon eine eher psychologische "Blindheit" ist, wenn man so will, rührt sie weniger von Liebe her, als von diversen anderen Faktoren.

Wie gesagt, "machtlos" ist man nie - die große Frage ist bloß, ob man wirklich die Kraft aufbringt, das flauschig-weiche Kissen, dass die Verliebtheit uns darlegt mit aller Härte auf eine rationale Ebene zu schmettern. Das sollte man, meiner Ansicht nach, gar nicht immer und aus Prinzip tun, weil das viel Schönes vernichten kann. Wie immer gilt: Der Mittelweg ist oft der Beste und vieles zeigt die Zeit. ;)

Ich denke schon, dass das in gewisser Weise stimmt.
Man bildet sich ein (oder nicht, dass kommt drauf an), in eine Person verliebt zu sein und sieht einfach, jetzt "dramatisch" ausgedrückt, das "Böse" in dieser Person nicht. Also wenn sie wirklich etwas "Böses" vor hat.
Man will es sich einfach nicht eingestehen, dass es vielleicht so ist.
Die Person verdreht dir den Kopf, du denkst alles wäre ok, dabei bemerkst du gar nicht, was (um dich) geschieht.

Ich denke schon, dass man die "Macken und Fehler" eventuell irgendwann bemerkt, vielleicht durch Aussenstehende, Freunde, Familie oder eben weil man's irgendwann vielleicht am eigenen Leibe erfährt.

Machtlos ist man daher eher nicht. Man kann immer handeln, man muss nur wissen wie, finde ich.
Tut dir ein Mensch nicht gut, dann löse dich von ihm.

Ganz machtlos und ausgeliefert nicht, aber eben mehr oder weniger blind.

Man beachtet Fehler und Macken des anderen eben nicht so sehr. Das kann Vor-, aber auch Nachteile haben.

Ich sehe dann einfach keinen Fehler mehr von der Person. Meine Ex wollte scheinbar nur, dass ich ihr alles bezahle. Ich wurde so oft gewarnt, merkte aber nicht, wie sehr sie mich benutzt hat. Was da hilft ist ein Paar/Verliebtsein-Tagebuch! Klingt blöd, aber wenn man jeden Tag die Handlungen und Emotionen aufschreibt, wird man nicht so schnell blind vor Liebe, weil man die Fakten direkt vor dem Auge hat. 

In der Psychologie wird gesagt, dass Verliebtheit tatsächlich die Fehler des anderen ausblendet, weswegen so viele glauben, dass der oder die, die oder der "Richtige" sind.

Ich würde sagen:

solange man verliebt ist, nimmt man die Fehler des anderen nicht wahr, bzw. verdrängt sie.

 

Der Unterschied ist aber: Wenn man jemanden liebt, kennt man alle diese Macken, Fehler,... und liebt ihn/sie trotzdem (oder manchmal sogar deshalb).

lg

 

 

Man wird vollkommen blind, Fehler sind praktisch nicht existend und man denkt die andere Person ist einfach perfekt und hat noch nie irgendwas falsch gemacht oder meint immer alles gut...

das heißt meines wissens nach mehr so viel das man eben weil den anderen liebt über diese 'macken' die ja eigentlich jeder auf seine weise hat hinwegsehn kann da ja kein mensch perfekt ist

lg

Ja man kann definitiv vor Liebe blind werden das geht schneller als man denkt.

Je länger die Zweisamkeit dauert, desto mehr erkennt man die "Macken und Fehler". Was Du dann daraus machst, ist das Entscheidende.

Da Du Dich Laura nennst, gehe ich davon aus, dass Du eine Frau bist.

Wenn eine Frau verliebt ist, betrachtet sie den Mann, in den sie verliebt ist, als den besten Mann, den sie momentan kriegen kann.

Und dann kann es natürlich auch vorkommen, dass sie seine Fehler und Macken übersieht.

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