Kann Unfallversicherung Auszahlung zurückfordern

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

...behielt sich jedoch vor, nach einem Jahr noch mal ein Gutachten machen zu lassen. 

Hi birgituwe, in der Regel kann bis zu 3 Jahren nach dem Unfalltag eine Neubemessung der Invalidität erfolgen! 

Laut AUB (Allg. Unfallbedingungen) gilt folgendes:


Nach der ersten Bemessung des Invaliditätsgrads können sich Ver- änderungen des Gesundheitszustands ergeben. Sie können den Grad der Invalidität daher jährlich neu durch einen Arzt bemessen lassen. Wir (der Unfallversicherer) dürfen das auch.

Die Neubemessung ist in der Regel höchstens bis zu drei Jahre nach dem Unfall möglich. Bei Kindern, die noch keine 14 Jahre alt sind, beträgt diese Frist fünf Jahre.

Wie sieht es aus,wenn der Gutachter eventuell noch 5% bleibenden Schaden feststellt,kann dann die Unfallversicherung die Hälfte des ausgezahlten Betrages von mir zurückfordern?

Ja klar - falls sich der Invaliditätsgrad verbessert hat, dann wird zugunsten des Unfallversicherers die Invaliditätsleistung neu berechnet bzw. eine zu viel erstattete Leistung auch zurückgefordert!

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

Danke,bin ich erst mal im Bilde.

1

Hallo, rein theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich, dass sie es machen werden. Ein Versicherer wird in aller Regel nur den Betrag auszahlen, von dem er erfahrungsgemäß ausgehen kann, dass die Abrechnung stimmt.

Er wird selten mehr ausbezahlen und dann wieder zurückfordern, weil er dann damit rechnen muss, dass der Versicherte sagt "sorry, habe alles ausgegeben und nun ist kein Geld mehr vorhanden". So naiv ist i.a.R. kein Versicherer

Aus rechtlichen Gründen muss er eine solche mögliche Forderung schreiben, für den unwahrscheinlichen Fall.

Dazu folgende Frage: Hat der VR Dir diese Entschädigung von sich aus angeboten ohne dass Du einen Rechtsbeistand beauftragt hattest? Wenn ja, dann wird die gezahlte Entschädigung sowieso zu Gunsten des Versicherers ausgefallen sein - und nicht zu Deinen Gunsten.

Hallo, rein theoretisch möglich...

Nicht nur theoretisch möglich, sondern der Unfallversicherer macht genau so Gebrauch von der Neubemessung bei einer Veränderung/Verbesserung der Invalidit zu Ungunsten des Unfall-Versicherten wie der Unfallversicherte das Recht hat, bei einer Verschlechterung des Invaliditätsgrades seinerseits eine Neubemessung zu verlangen innerhalb der 3-Jahresfrist vom Unfalltag an gerechnet!

0
@siola55

Das ist ja richtig und auch nicht in Abrede gestellt worden. Es kommt eben auch darauf an, dass hier eine vernünftige und gute Rechtsberatung stattgefunden hat. So kann man dieses Risiko nämlich erheblich minimieren - zu Gunsten der versicherten Person.

1
@siola55

Ich kann dies trotzdem nich nachvollziehn,man hat ja die Unfallversicherung für solche Zwecke abgeschlossen.Un dann sagen die sich wohl nach zwei Jahren,ach da fragen wir bei Ihr mal nach,ob sich was verbessert hat und etwas zurückzuholen ist!Und wenn es andersrum ist,kann man ewig drauf warten

1
@birgituwe

Ja sicher hat jeder die UV dafür abgeschlossen, aber VR sind keine Einrichtung der sozialen Wohlfahrt. Wie willst Du, wenn Du nicht gerade darauf spezialisiert bist,  die Abrechnung hinsichtlich der medizinischen Begründung überprüfen? Das kann nur jemand, der seit vielen Jahren praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet hat.

0

Hallo,also ich hab mich ein Jahr nach dem Unfall,wie vorgeschrieben,bei meiner Unfallversicherung gemeldet zwecks Einschränkung des Knies. Bekam dann ein Schreiben von denen und mußte damit zum Gutachter,der hat es dann der Versicherung zugeschickt.Und habe die 10% von meiner abgeschlossenen Teilinvaliditätsversicherung ausbezahlt bekommen.Also nicht zu viel,sondern das,was ich abgeschlossen habe.

1
@birgituwe

Die Frage dabei ist aber, ob das Gutachten auch entsprechend wirklich neutral erstellt worden ist, unter Berücksichtigung aller medizinischen Gegebenheiten.

Dazu muss man wissen, dass gewisse Gutachter regelmäßig mit der Begutachtung von Versicherungsgesellschaften beauftragt werden. Je öfter sie von diesem VR oder anderen Gesellschaften beauftragt werden, desto größer die Gefahr, dass sie sich in Abhängigkeit von dem/den Versicherer begeben "Wes Bort ich eß, des Lied ich sing". In anderen Worten: Sie werden das Gutachten eher zugunsten des Versicherers erstellen als zu Deinen Gunsten. Die Neutralität ist hier doch immer wieder fragwürdig.

Dies habe ich in einem aktuellen Fall wieder auf dem Tisch. Es gibt da einfache Regeln für die Erstellung von Gutachten, und oft genug werden sie bei Nachfragen eben nicht eingehalten, und damit angreifbar. Deshalb ist eine rechtliche Beratung sehr sehr wichtig.

Mit der Aussage, dass die VR die Leistung verzögern, kann u.U. auch zutreffen, es gibt aber auch andere, wenn man denen mal kurz geschrieben hat, dann geht es eben wieder in die richtige Richtung. Zumindest aber ist eine rechtliche Überprüfung immer angeraten.

0

Unfallversicherung erkennt keine Invalidität an!

Hallo Zusammen, ich hätte gerne mal gehört, ob jemand ähnliche Erfahungen mit seiner privaten Unfallversicherung gemacht hat. Ich hatte 2009 eine Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung). Dabei sind Bänder gerissen und ich musste zeitnah operiert werden. Lt. OP-Bericht trug ich keinen Knorpelschaden davon. Ich hatte diesbezüglich wohl Glück. Vier Monate nach der OP und intensiven Trainings (Muskelaufbau und Beugung des Knies) bekam ich Schmerzen im Kniegelenk. Ich kam ins MRT und dort wurde ein Knorpelschaden 3. Grades festgestellt. Ich konnte den Muskel nicht weiter aufbauen und habe seitdem erhebliche Schwäche im Kniegelenk bwz. im Bein. Kann kaum Treppen auf und absteigen, habe ständig Schmerzen im Gelenk, kann nicht mehr schnell laufen, mich nicht mehr knien und habe durch langes Gips tragen (Bein war acht Wochen im Streckzustand und ich saß wohl zu weit nach hinten) eine chronische Steißbeinreizung davon getragen, was mir längeres Sitzen erschwert. Bin also in allem sehr eingeschränkt. Nun wurde ich zum Gutachter geschickt (von der Versicherung bestellt) und dieser stellte fest: Keine Invalidität!! Weil der Knorpel während der OP in Ordnung war. Der Knorpelschaden, der vier Monate später entstand, hätte nichts mit dem Unfall zu tun. Mein Orthopäde meinte, ein Knorpelschaden diesen Ausmaßes entsteht nicht innerhalb von vier Monaten. Das wäre ein längerer Prozess über viele, viele Jahre. Ich hätte vor dem Unfall ein völlig intaktes Knie gehabt. Jetzt überlege ich, gegen die Versicherung zu klagen. Ich bin sehr hoch unfallversichert mit einer U-500 Progression. Wer hat ähnliche Erfahrungen mit seiner Versicherung gemacht? Freue mich über Antworten! LG

...zur Frage

Kennt jemand einen guten Invalidität Gutachter?

Hallo ich hatte einen schweren Unfall im letzten Jahr und nun war ich beim Gutachter für die Bestimmung des Invaliditätgrades . Ich bin aber nicht sehr zufrieden mit dem Ergebnis und wollte nun einen eigenen Gutachter aufsuchen um eine 2. Meinung zu haben. Kennt jemand einen guten und seriösen der vor Gericht auch bestand hätte so im Raum Berlin oder allgemein in D

...zur Frage

Kaskoschaden netto auszahlen lassen, Fahrzeug wurde günstiger repariert: Anspruch auf MwSt.-Zahlung?

Hallo,

zunächst mal die Vorgeschichte:

mein Hagelschaden wurde im Rahmen der Teilkasko von einem von der Versicherung beauftragten Gutachter geschätzt, den Betrag von ca. 4.000 habe ich mir abzgl. der Mehrwertsteuer (also dann ca. 3.400) auszahlen lassen.

Den Schaden lasse ich nun (ca. ein halbes Jahr später) bei meiner Werkstatt des Vertrauens für ca. 3.000 (inkl. MwSt.) reparieren.

Nun die Frage:

Kann ich mir mithilfe der Rechnung die MwSt. der Reparatur (von 3.000 also 570) bei der KFZ-Versicherung zusätzlich noch auszahlen lassen (auch wenn der bereits ausgezahlte Betrag diese eigentlich schon deckt)?

Oder kann die Versicherung rechtssicher die Zahlung mit Verweis auf meine ohnehin günstigere Reparatur verweigern bzw. gar im schlimmsten Fall den darüber hinaus bezahlten Betrag zurückfordern?

Da ich im Internet schon viele divergierende Meinungen zu dem Thema gelesen habe, wäre ich für eine fundierte Antwort sehr dankbar, wenn möglich bestenfalls mit Verweisen auf bereits bestehende Urteile o. Ä. Persönliche Meinungen bzw. mit Halbwissen habe ich schon genug gelesen, darauf könnte ich eigentlich ganz gut verzichten ;-)

...zur Frage

Was zahlt die Unfallversicherung?

Hallo Zusammen, ich hatte im Juni 2014 einen Unfall zuhause. Mir ist ein Karton mit 30kg Gewicht auf das rechte Handgelenk gefallen. ich hatte dann einen Kahnbeinbruch und meine Hand kam erst mal 12 Wochen in Gips. Danach blieben aber die Schmerzen. bei einem MRT der Hand kam raus das ich eine TFCC-Laison hatte und diese wurde dann operiert. Da die Schmerzen immer wieter blieben, wurde eine Denervierung ( kappung der Schmerznerven vorgenommen). Dann kamen Taubheitsgefühle in der Hand hinzu und kribbeln. Dann stellte der Neurologe fest das es sich als nebenwirkung zum Unfall und der OP ein Karpaltunnelsydrom hatte. Die Hand wurde erneut operiert. Im jahr 2015 erfolgte dann ein Gutachten. Dies konnte aber abschließend nicht gemacht werden, da die Hand erneut operiert werden sollte. Man riet mir zur Vollversteifung des handgelenkes. Da ich aber mit 35 jahren und Rechtshänder sehr jung bin, bekam ich erstmal eine Schiene und habe mich gegen die OP entschieden. In einem erneuten MRT stellte man fest das es in der Hand zystische Veränderungen und arthrosische Veränderungen gibt. Jedoch wollte ich das Verfahren mit der unfallversicherung zum Ende bringen. Damals nachdem Unfall hat man mich versucht mit einer Einmalzahlung von 3.000€ abzuspeiesen. Jetzt 3 jahre später ist die Hand kaputt und ich kann meinen Beruf als Hauswirtschafterin nicht mehr ausüben. Mich würde jetzt mal der Indivalitätsgrad interssieren. Auch wenn eine Vollversteifung noch nicht geschehen ist, wird es irgendwann darauf hinauslaufen. Wie kann man sowas eingrenzen. Ich habe eine invaliditätshöchstsumme (100%) von 262.500 € Eine Grundsumme von 50.000€. Ich würde gerne ungefähr wissen womit ich rechnen könnte. Progression 525%.

Lieben Dank

...zur Frage

private Unfallversicherung Erfahrungen?

Hay Ho Leute!

Wie der Titel schon sagt, dreht sich das Thema hier um die private Unfallversicherung. In letzter Zeit beschäftigt mich dieses Thema immer mehr und ich bzw wir spielen immer mehr mit dem Gedanken solch eine Versicherung abzuschließen, um ggn Unfälle (die nicht selten bei uns passieren) gut geschützt zu sein.

Wer von euch hat solch eine private Unfallversicherung und was für Erfahrungen hat er mit ihr gemacht?

Danke im vorraus für eure Hilfe!

lG

...zur Frage

Autounfall-Dekra will Geld von mir (Unfallgeschätigten) Außerdem: wann bekomme ich mein Geld (Wertminderung, Nutzungsausfall)?

Im März ist mir jemand in mein parkendes Auto gefahren. Mein Auto wurde auch innerhalb 1 Woche repariert. Der Mann in der Werkstatt meinte ich bekomme bald Geld wegen der Wertminderung und wegen dem Nutzungsausfall, aber bis jetzt habe ich nichts davon gehört. (Ich musste vor ca 2 Monaten einen Zettel der gegnerischen Unfallversicherung ausfüllen mit den Daten) Als nächstes bekamen wir vor ca 4 Wochen eine Mahnung von der Dekra, das WIR den Gutachter bezahlen sollen (550€), da die gegnerische Versicherung noch nicht zahlte. Wir haben Den Verursacher des Unfalls Bescheid gegeben, das er das mit der Versicherung klären soll. Heute kam die zweite Mahnung, dass wir es in 8 Tagen zahlen sollen. Was sollen wir jetzt tun? Ich weigere mich das Geld zu bezahlen. Soll ich einen Anwalt einschalten? Oder was empfehlt ihr?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?