Kann und soll Politik etwas gegen Betriebsverlagerungen machen?

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4 Antworten

Hei, xYunox, wenn ein gutgehendes Unternehmen eine Region verlässt, ist es schlecht für die Menschen dort, für die Gemeindefinanzen und für Handel und Wandel. Wenn ein großes Unternehmen sich ins Ausland zurückzieht, ist es auch schlecht für die Infrastruktur und die Staatskasse (siehe Nokia, Opel). Hier war der Staat, ob Land oder Bund, machtlos. Er kann aber auch, wie im Fall von VW, als Inhaber einer ausreichend großen Menge Anteilsscheinen  verhindern, dass das Unternehmen abzieht. Der Staat kann - mithilfe von Struktur-, Finanz-, Wirtschafts- und Steuerpolitik - Grundlagen schaffen für ein unternehmerfreundliches Klima, so dass die Firmen nicht abwandern. Aber will das die Politik eines Staates, die sich ein Vereintes Europa auf die Fahnen geschrieben hat und eine Angleichung der der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse innerhalb der EG verficht? Oder müsste ein Staat nicht die Investition  von bedeutenden Firmen in Mitgliedsländern begrüßen, weil ihm auf diese Weise Direktinvestitionen (qua EG) erspart bleiben? Also: Klares Jein. Oder so. Grüße! 

Ja das ginge in Richtung Kapitalverkehrskontrollen, das wäre ausgesprochen sinnvoll. So was gibt es mitunter sogar im ganz normalen Kapitalismus, so z.B. in Singapur.

Die Gewinne und die Betriebe bleiben so im Land.

Dann gibt es halbsozialistische Staaten, wo es so was gibt und damit fährt China ausgesprochen gut. Warumß Nun das Reich der Mitte hat die höchsten wirtschaftl. Zuwachsraten der Welt und wird in Kürze die USA ökonomisch überflügeln.

Die dortigen Kapitalverkehrskontrollen sind natürlich niocht das einzige Instrumentarium, was China boomen läßt, wohl abwer eines seiner Eckpfeiler.

Die Politik kann in die Wirtschaft nicht direkt eingreifen, sondern nur durch Gesetze Rahmenbedigungen setzen.

Viele Unternehmen, die Zweigwerke in Russland, oder der Ukraine errichtet haben, haben diese inzwischen aufgelöst und sind zurück gekehrt. Nokia ging von Deutschland nach Rumänien mit der Fertigung von Mobiltelefonen und ist bei den Mobiltelefonen nur noch als Marke vertreten, stellt aber keine mehr her.

Oft ist die Betriebsverlagerung eine schlechte Idee.

Die Politik kann gegen Betriebsverlagerungen überhaupt nichts unternehmen, da das Eigentum nicht angreifbar ist. Wenn ein Unternehmer entscheidet, seinen Betrieb an einem Ort zu schließen und an einem anderen Ort oder gar im Ausland weiterzuführen, hat die Politik keinerlei Handhabe, darauf Einfluß zu nehmen.

voayager 19.11.2015, 18:31

Wenn "die Politik" keine Handhabe hat, dann soll sie gefälligst verschwinden, denn 90% der Bevölkerung hat dann den Schaden!

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wurzlsepp668 19.11.2015, 20:21
@voayager

welchen Schaden haben 90% der Bevölkerung?

bitte mal ein paar Infos ...

Ich hatte keinen Schaden, weil Nokia seinen Betrieb nach Rumänien verlagert hat ...

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