Kann überschüssiges L-Thyroxin in Tablettenform eine Überfunktion auslösen?

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6 Antworten

Die Wirkung aller Schilddrüsenmedikamente (zB L-Thyroxin bei Unterfunktion oder Thiamazol bei Überfunktion) tritt bei regelmässiger Einnahme erst nach mehrern Wochen ein, und erreichen erst nach 2-3 Monaten den gewünschten Wirkspiegel. Bei Ersteinnahme einer (in Worten: einer!) Tablette können (ausser allergischen Reaktionen) keine Wirkung auftreten. Aber wenn du nun schon seit 8 Wochen L-Thyroxin eingenommen hast, könntes du bei Überdosierung in eine Schilddrüsenüberfunktion kommen, dann wäre auch deine Tachykardie / Herzrasen erklärt.

Mann kommt mir das bekannt vor. Ich glaube die Frage hatten wir schon zwei Mal.

JAAAA. Wenn Thyroxin eingenommen wird, obwohl es nicht benötitgt wird, stellt sich, gerade bei höheren Dosen eine Überfunktion ein.

Haben damals auch schon alle gesagt.

Wenn Du mindestens 20 Mal die gleiche Antwort brauchst, um den Mut zu haben, entweder

1. Die Tabletten eigenmächtig abzusetzen oder

2. ( bessere Variante ) das mit dem Arzt zu besprechen, der dir die so schädlichen Medikamente verordnet hat

tust Du mir echt leid.

 

Wenn die Blutwerte (Schilddrüsenwerte) normal sind und noch keine anderen Untersuchungen gemacht wurden, kann er dir doch kein Thyroxin verschreiben! Sofort absetzen.

Es wurde nur ein Ultraschall gemacht und daraufhin wurde mir L-Thyroxin verschrieben.

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@MissPsychoe

Depressionen (weiß ja nicht ob es bei dir so ist) können auch ausgelöst werden, wenn der Hormonhaushalt nicht stimmt. Das wiederum kann durch die Schilddrüse kommen. Vielleicht wollte er "auf gut Glück" diese Beschwerden abstellen und dadurch die Bestätigung haben, dass es am Hormonhaushalt liegt. Aber ich weiß ja nicht, ob du diese Symptome (z. B. Depression, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Händezittern) hattest?.

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Ja sicher werden Deine Beschwerden mit hoher Wahrscheinlichkeit von den L-Thyroxin-Tabletten hervorgerufen. Du leidest offensichtlich unter einer Hyperthyreose, einer Überversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormon, hervorgerufen durch die Einnahme der Thyroxin-Tabletten.

Ich würde die Tabletten sofort absetzen und einen anderen Arzt aufsuchen. Was war denn das für ein Arzt, der Dir das verschrieben hat? Wurde bzw. wird regelmäßig der Schilddrüsen-Hormonstatus erhoben? Wurde eine Schilddrüsen-Szintigrafie gemacht?

Das war ein Herr Professor Doktor für Endokrinologie, der meine Schilddrüse lediglich mithilfe des Ultraschalls als "vergrößert" eingestuft und deshalb das dafür relativ hochdosierte L-Thyroxin verschrieben hat. Ohne die Blutwerte im Voraus zu bestimmen und auch ohne Szintigrafie. (Die Werte sind aber in Ordnung, sie wurden nachträglich ermittelt und befinden sich alle im Normbereich.)

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Das darf aber jetzt wirklich nicht wahr sein, das ist ja in höchstem Maße unseriös! Such Dir unbedingt einen anderen, zweiten Arzt!

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@Herb3472

werter Herr herb, nun sei mal in deiner Bewertung nicht gar so herb, schließlich kennst du doch garnicht die Infos und Überlegungen des Arztes.

Es gitl noch immer der altrömische Grundsatz:  "audiatur et altera pars"

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@voayager

@voayager: ich kenne mich leider als Betroffener sehr gut aus mit Schilddrüsenerkrankungen. Die orale Gabe eines Schilddrüsen-Hormonpräparats (L-Thyroxin) bloß auf Verdacht wegen einer per Ultraschall diagnostizierten Schilddrüsenvergrößerung - ohne vorherige diagnostische Erhebung des Hormonstatus' - ist in höchstem Maße unseriös.

Die geschilderten Symptome deuten ganz eindeutig auf eine Hyperthyreose (zu hoher Thyroxin-Spiegel im Blut) hin, ganz sicher hervorgerufen durch die Verabreichung von Schilddrüsenhormon bei ansonsten lt. Befund normaler Schilddrüsenfunktion.

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@Herb3472

Herb auch ich bin Betroffener, kannst du dir denn nicht vorstellen, dass die Fragestellerin selektiv berichtet ?? Wir wissen doch so garnicht, was der Arzt weiss und was es da an weiteren Infos noch so gibt. Wir haben doch nur eine "Glocke läuten hören", nicht jedoch die 2.

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@voayager: in einem solchen Fall ist es meines Erachtens immer angesagt, eine zweite Fachmeinung einzuholen. Und die Symptome sind eindeutig die einer Hyperthyreose.

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@Herb3472

Ganz so einfach isses in dem Fall nicht, denn der Fragestellerin auch mitheteilt, dass sie Hashimoto haben könne. 

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@voayager: der Punkt ist, dass ihr das L-Thyroxin offensichtlich nicht auf Basis einer exakten Diagnose, sondern auf Verdacht hin verabreicht wurde, und die Patientin ganz offensichtlich nach dem Motto "friss Vogel oder stirb" keine oder keine ausreichende therapeutische Begleitung erhielt und erhält.

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Ja kann sie und wird sie.

Auf 2 Beinen stehe,

oben sie dein Kopf,

eile nun und gehe

zum Onkel Doktor oder Tante Medizinerin

stante pedes pack`s am Schopf ! 


Hast du das erst einmal tüftelnd auch erkannt, kann es nur noch aufwärts gehen.


P.S. "aufwärts zum Licht" lautet der Freimaurerspruch - na also!


Über die Freimaurerei weiß ich genug, um sagen zu können, dass ich alles in deren Zusammenhang stehende verabscheue.

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