Kann überhaupt vermieden werden, Essen wegzuschmeißen?

16 Antworten

Die Erzeuger müssen viel weg werfen wegen dem Wetter o.ä. (Ernteausfälle gibt es schon so lange wie es die Menschen gibt die Felder bestellen) oder weil die Firmen nur unbeschadete, nach einer Vorgabe fest gelegtes Obst/Gemüse/etc dem Erzeuger abnehmen. Der Supermarkt wirft ggf. soviel weg weil falsch kalkuliert wurde (sprich zuviel bestellt wurde), weil der Käufer nur einwandfreie Ware haben will (sobald nur eine mini Macke ist oder die farbe nicht stimmt wird es nicht mehr gekauft) und das am besten von Ladeneröffnung bis Ladenschließung ALLES kaufen können muss (selbst schon oft erlebt das sich dann abends kurz vor schluss beschwert wurde weil dieses oder jenes nicht mehr im regal war) usw. Und der Endkunde wirft soviel weg weil er einfach nur Blöd ist und oft der Meinung ist das man vieles nicht mehr verwenden kann obwohl das blödsinn ist (z.b. weiche Tomaten oder schrumpelige Paprika oder dinge die ans MHD kratzen oder dieses erreicht haben).

Es gibt aber genauso viele Erzeuger, Supermärkte und auch Endverbraucher die dagegen wirken. Erzeuger die ihr "krummes" Gemüse ab Hof verkaufen, Supermärkte die Gemüse/Obst oder MHD Ware Spenden (oder günstiger Verkaufen) und der Endverbraucher der noch weiß wie man Lebensmittel haltbar macht sodass sie nicht weg geworfen werden müssen, der nur soviel Kauft wie er auch verbrauchen kann und der sich NICHT ans MHD hält.

JEDER kann etwas dazu beitragen das nicht mehr soviel weg geworfen wird, aber viele WOLLEN es nicht. Ist ja so viel Bequemer. Bei mir wird seit Jahren nur das weg geworfen was wirklich nicht mehr essbar ist (sprich es wirklich schlecht ist) und das ist sehr sehr wenig da ich nur das kaufe was ich brauche und wenn es doch mal mehr ist wird es haltbar gemacht (entweder eingekocht oder eingefroren oder getrocknet). Dazu kaufe ich viel die Ausschussware direkt beim bauern die von den anderen Kunden wegen größe, Farbe etc liegen gelassen wird (oder von den läden eben nicht genommen wird), schaue mich im Supermarkt nach MHD Ware um damit diese nicht entsorgt werden muss usw. Ich Plane auch reste vom Essen am nächsten Tag mit ein zum kochen und verwende praktisch alles in meiner Küche weiter sodass ich wirklich kaum etwas weg werfe und dazu noch Geld spare

Jeder muss bei sich selbst anfangen, denn das hauptproblem sind nicht die Märkte. Dein weg sollten mehr einschlagen (:

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@Lillyxdxf

Jeder kann dagegen etwas tun, aber viele finden es "zu anstrengend" und wollen ihre Wohlfühlzone einfach nicht verlassen. Jammern aber im nächsten Moment das sie ja ach so viel Wegwerfen *augenroll*

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@HikoKuraiko

Meine mitbewohnerin schmeißt so viel weg. Sie kauft immer sehr viel ein und bestellt dann (aus bequemlichkeit) doch wieder essen, oder geht lieber essen.

Jede woche schmeißt sie um die 60-80% ihres einkaufes weg. Ich habe das gefühl, sie kauft nur um zu haben.

Wärend ich vorkoche, plane und zuhause esse, wenn es weg muss. Es zieht einen schon runter sowas zu sehen. Auch ich muss oft weg schmeißen, leider. Ich muss für mich selbst einkaufen und dafür ist der markt nicht ausgelegt. Nur große verpackungen. Das schaff ich manchmal gar nicht /:

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@Lillyxdxf

Ich lebe auch allein und schmeiße trotzdem kaum was weg. Auch nicht an frischem Gemüse und das kaufe ich direkt in sehr großen Mengen (teils 20kg pro Woche) weil ich es einfach verarbeite bevor es schlecht werden kann (entweder koche ich es ein oder ich friere es ein oder verarbeite es in div. Gerichten).

Große Mengen Trockenware halten sich ja auch bei richtiger Lagerung wirklich jahre. Joghurts/Quark/Milchprodukte allgemein gibs ja auch in kleinen packungen. Wurst/Aufschnitt mittlerweile auch und auch Fleisch kann man in kleinen Mengen kaufen oder man friert den rest ein der zuviel ist. So habe ich das schon immer gemacht seit ich von zuhause ausgezogen bin. Egal ob damals mit meinem Freund oder jetzt wo ich allein wohne. Wenn ich z.b. vom Joghurt nur nen großen becher bekomme und den nicht ganz verbrauchen kann dann backe ich daraus Joghurtbrot oder mache mir nen Dip daraus oder Dressing fürn Salat fürs Essen.

Man muss oft nur etwas Umdenken ^^ werfe auch die Blätter von Kohlrabi, Blumenkohl, usw nicht weg sondern verarbeite die noch weiter (entweder für mich selbst oder meine Tiere bekommen diese).

Aber ja ich kann dich was deinen Mitbewohner angeht verstehen. Hatte so ne Arbeitskollegin die auch alles schon vorm MHD weg geworfen hat weil sie der meinung war das wäre nicht mehr gut (spätestens am MHD wurde es entsorgt) und dann war sie am jammern das sie ja soviel Geld pro Woche für Lebensmittel ausgibt und so viel weg wirft.... Gut gemeinte Tipps prallten nur ab, also haben wir (meine anderen Kolleginnen und ich) es dann gelassen weil es für uns jammern auf sehr hohem Niveau war.

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@HikoKuraiko

Fleisch esse ich nicht. Ich muss halt immer das gleiche essen um es weg zu bekommen. Ich esse halt nicht wirklich viel, weshalb es mir noch schwerer fällt /: Gefrierschrank besitze ich keinen, muss alles frisch holen. Mach ich auch lieber so. In der nähe habe ich keinen bauernmarkt, oder Einzelverkauf. Gelegentlich fahre ich in den Rewe, da kann man gut einkaufen, wenn man allein ist. Ist halt aber auch ein etwas weiterer weg.

Ich schmeiß nicht viel weg, da ich gut kalkuliere, aber ganz ohne schaffe ich es leider nicht.

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@Lillyxdxf

Fleisch esse ich auch nicht und Gemüse hole ich meist auch frisch. Deswegen esse ich aber nicht ständig das selbe ^^ koche auch selten für 2 Tage sondern eher täglich was anderes. Heute gibs z.b. aus übrig gebliebenen Gemüse vom Wochenende gemüsecurry mit Reis. Bleibt Reuß übrig gibs den morgen mit was anderem dabei. Bei Kartoffeln/Nudeln genauso.

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@HikoKuraiko

Da muss ich wohl kreativer werden. Fehlt mir leider die zeit täglich frisch zu kochen /: Aber vorkochen geht schon. xd

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Im privaten Haushalt kann man das mit etwas Übung und Disziplin durchaus schaffen.

Bei Industrie und Handel wird das hingegen kaum möglich sein. Dort wird es immer einen gewissen Schwund geben. Das ist vollkommen normal und in anderen produzierenden Branchen auch nicht anders.

Niemand kann vorhersagen wann wer was und wieviel kaufen wird, da ja jeder Kunde spontan kommt und nicht auf Vorbestellung. Der Deutsche Kunde ist nun mal so verwöhnt, dass er einfach erwartet "seine" Produkte im Laden immer kaufen zu können. Und die Lebenmittelhändler in Deutschland einem extrem hohen Konkurrenzdruck ausgesetzt sind, versucht halt jeder dem Kunden das zu bieten was er erwartet, da dieser sonst zum nächsten Laden rennt. Wir haben ja an jeder Ecke einen.

Ganz abgesehen davon wirken die weggeworfenen Mengen nur aus der Sicht des einzelnen Menschen als sehr viel. Tatsächlich sind sie, im Verhältnis zu den verkaufen Mengen, eher gering.

18 Mio Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll. Damit könnte man die deutsche Bevölkerung ca. 6 Monate ernähren.

Das ist ökologisch wie auch ökonomisch eine große Katastrophe und birgt enormes Einsparpotential an Geld und CO2.

Man sieht daran auch, dass die Menschen den Wert eines Lebensmittels nur noch am Preis bemessen und das dieser in Deutschland offenbar viel zu billig ist. Dabei sind Lebensmittel um so vieles wertvoller. Wer mal hungern müsste, weiß das.

Der Endverbraucher kann 1. bedarfsgerecht Einkaufen. Also nur so viel, wie er tatsächlich auch verbrauchen kann. 2. kann er seine optischen Ansprüche an Lebensmittel runterschrauben. Eine krumme Karotte ist genauso genießbar wie ein gerade. 3. kann er aufhören Dinge in den Müll zu werfen, nur weil das MHD abgelaufen ist. Lebensmittel sind auch Tage und Wochen nach Ablauf des MHD genießbar.

Der Gesetzgeber sollte zudem den Handel verpflichten alle Lebensmittel verschenken zu müssen, die nicht mehr verkauft werden sollen aber noch genießbar sind.

Eine solche Verhaltensänderung beim Endverbraucher und Handel würde dazu führen, dass weniger Lebensmittel vom Erzeuger nachgefragt würden.

Die Erzeuger würden in der Folge weniger produzieren. Ganz nebenbei müsste dann auch weniger gedüngt werden. Ganz zu schweigen von enormen Einsparungen in der CO2 Freisetzung.

Wir können die Lebensmittelverschwendung nicht auf 0 senken. Irgendwas wird immer schlecht werden, weil immer mehr da sein wird, als verbraucht wird. Aber vllt kann man es so schaffen von 18 Mio. Tonen auf 2-5 Tonnen runterzukommen.

Der Gesetzgeber sollte zudem den Handel verpflichten alle Lebensmittel verschenken zu müssen

Ich würde erst mal ein Schritt zurück gehen und den Supermärkten überhaupt die Möglichkeit geben, dass sie essen verschenken dürfen.

Das ist im Moment gar nicht so einfach. Wenn ein Supermarkt z.B. Lebensmittel der Tafel spenden will, muss er dafür extra eine Person einstellen, da das nebenher aufgrund des hohen Papieraufwandes nicht machbar ist.

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@Niki234293

Oder so. Jedenfalls muss auch der Gesetzgeber irgendwie tätig werden.

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@Niki234293

Das problem sind auch die Unternehmen, die ihre produkte zum kauf zur Verfügung stellen. Verschenken würde in vielen fällen den Marktwert der produkte schwächen, weshalb viele marken dies niemals zulassen würden und ihre rest produkte dann doch lieber vernichten lassen.

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Ich schmeiß äußerst selten was weg. Übriggebliebene Knödel, Kartoffeln oder Nudeln werden am nächsten Tag weiterverarbeitet. Oder gegebenfalls nochmals erwärmt. Am nächsten Tag schmeckt vieles teilw.sogar noch besser. Geschnetzeltes oder Gulasch z. B.

Restliche Pfannkuchen werden für Suppe verwendet.

Auch die örtliche "Tafel" freut sich immer über Lebensmittel. Selbst über Kleinigkeiten,wie kürzlich abgelaufener Quark oder vakumierte Wurst.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nur im eigenen Haushalt kann man darauf achten, dass keine Lebensmittel weg geworfen werden.

Früher war kein solches Überangebot da. Wenn man zum Bäcker ging und bestimmte Brote/Brötchen o. ä. alle war, dann gab es eben keine mehr. Heute wird alles, nicht nur Brot, in einem Übermaß produziert/importiert. Folglich bleibt jede Menge übrig, was dann vernichtet wird - eine Schande! Viele Menschen gehen mit Essen achtlos um und machen sich keinerlei Gedanken; es ist ihnen gleichgültig.

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