Kann Stress ein Auslöser für das Reizdarm Syndrom sein?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Dem Reizdarmsyndrom liegen wahrscheinlich verschieden Pathomechanismen zugrunde, die bei unterschiedlichen Patienten Art und Schwere der Symptome beeinflussen. Die meisten der potentiellen Mechanismen sind bisher hypothetisch. Lediglich das Konzept der viszeralen Überempfindlichkeit ist bislang durch übereinstimmende Studien belegt.

Pathogenetische Hypothesen

  • Störung der viszeralen Sensorik

In den letzten Jahren konnten Veränderungen der viszeralen Sensorik bei Patienten mit Reizdarmsymptomatik nachgewiesen werden. So konnte belegt werden, dass die Volumina (über eine rektale Ballondistension), die bei Patienten mit Reizdarmsyndrom Symptome auslösen, signifikant niedriger waren, als Volumina bei gesunden Kontrollpersonen.

  • Störungen des enteritischen, autonomen oder zentralen Nervensystems

Es besteht die Möglichkeit, dass zentrale Störungen der Verarbeitung viszeraler Afferenzen eine Rolle bei der Pathogenese dieser Erkrankung spielen. Bekannt ist seit langem, das der REM-Schlaf bei Patienten mit Reizdarmsyndrom verändert ist. * psychosomatische Störung

Stress (Alltagsbelastung, Lebensereignisse) kann wahrscheinlich Symptome des RDS auslösen oder verschlimmern. Eine Verursachung des RDS durch Stress ist jedoch unwahrscheinlich.

  • Motilitätsstörungen

  • bakterielle Darminfektion

Eine vorausgegangene bakterielle Darminfektion ist bei einer Teilpopulation als Auslöser eines RDS wahrscheinlich.

Darminfektionen können Ursache eines veränderten intestinalen Bakterienstoffwechselmustern sein. Das im Vergleich zum Gesunden veränderte Spektrum von kurzkettigen Karbonsäuren (SCFA) im Stuhl von Reizdarmpatienten kann auf eine Störung des Stoffwechsels der intestinalen Mikroflora hindeuten. Unter dem Einfluss bestimmter Antibiotika kommt es zudem häufig zu einer Destabilisierung der intestinalen Mikroökologie, die bei einem Teil der Patienten länger, mitunter auch chronisch persistiert.

  • Ernährungsfaktoren Ernährungsfaktoren (Nahrungsmittel, Ernährungsweise, Essverhalten) können Symptome des RDS beeinflussen. Zugrundeliegende Mechanismen (Allergie? Intoleranz? unspezifische Effekte?) sind derzeit unklar.

  • geschlechtsspezifische Prävalenz

Die Ursache für das Überwiegen von Frauen an der Prävalenz der RDS ist unklar. Klinisch unterscheiden sich Patienten mit Reizdarmsyndrom kaum von Patienten mit Pelvipathie-Syndrom in der Gynäkologe.

http://kuerzer.de/gyXC9sWId

Einfache Antwort aus eigener Erfahrung: Ja.

Ich hatte selbst mal das sogenannte Reizdarm-Syndrom (wobei ich dazu sagen muss, dass das nie von einem Arzt diagnostiziert wurde, sondern von mir selbst anhand der Symptome), das dann irgendwann verschwunden ist. Und das scheint mit Stress bzw. allgemeiner Unausgeglichenheit, die ich damals hatte, zusammenzuhängen (auch wenn ich das zu der Zeit, als ich in dieser "Phase" war, nicht eingesehen hab, hab ich im nachhinein eingesehen, dass ich damals doch ganz schön unausgeglichen und "ziellos" war...)

Symtome einer Krankheit, egal welche verschlimmen sich durch Streß! Das heißt aber noch lange nicht das Streß einen Reizdarm außlösst. Ich habe meinen Reizdarm direkt nach einem erholsamen Urlaub bekommen.....

Ja. Ich würde in so einem Fall in meinem Leben mal genau schauen, was mich denn so streßt, dass ich es schnell loswerden will und beobachten, was mit meinem Darm passiert, wenn ich für dieses Stressthema konstruktive Lösungen im Leben finde.

Im Prinzip hast du Recht, nur würd ich keinen totalen Umschwung von heute auf morgen erwarten... Das braucht etwas Zeit.

0

das kann sehr gut möglich sein. gerade stress schlägt sich heufig auf die schleimhaut von magen und oder darm nieder.

Ich bin nicht Ärztin und Fachfrau. Aber das weiss man doch, dass Ärger auf den Magen schlägt. Deshalb diese Magengeschwüre und Durchfall.

Oh,natürlich und das kann schlimm werden.

Was möchtest Du wissen?