Kann so eine Band funktionieren?

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6 Antworten

Grundsätzlich hängt es (wie auf dem betriebswirtschaftlich betrachteten Markt) von Angebot und Nachfrage ab.

Also konkret soll das heißen: Wenn ich in Berlin wohnen würde, wo viele Musiker leben, würde ich auf Grund von solchen Kleinigkeiten jemanden "aussortieren". Würde ich allerdings in einer Region leben, wo wenig Musiker wohnen, dann sollte man nicht so schnell urteilen und andere Gemeinsamkeiten suchen.

Band...tja, das besteht nicht nur aus Musikgeschmack. Auch, wie du schon erkannt hast, ob die Anderen ähnlich gut spielen können. Hier kann man auch Grenzen enger oder weiter stricken. Zu weit sollte es allerdings nicht auseinander liegen, wenn man langfristig was zusammen machen will.

Und, persönlicher Umgang! Es gibt Leute die sind sehr diszipliniert (vielleicht schon steif - mit dem berühmt berüchtigten Stock im A*****), oder auch welche die sind nicht im Geringsten engagiert. Da muss man auch mit klar kommen!

Wenn ich an meine Band denke. Dort gibt's gar nicht so viel, was alle gut finden. Bzw. hab ich nach fünf Jahren erfahren, dass der Sänger auf teilweise die gleiche Richtung steht wie ich. Klingt komisch, aber man entwickelt in der Band sowieso seine eigene Richtung. Und wenn man da sehr anspruchsvoll ist, dann wird man (je nach Situation) vielleicht NIE Leute finden, mit denen man Musik machen kann.

Ich spiele seit 10 Jahren in verschiedenen Orten in verschiedenen Bands. Und ich kann dir sagen, da entscheidet man vielleicht nicht nur nach Hard Rock oder Metal. Manchmal ist man schon glücklich, wenn man den gleichen Nenner bei der Kategorie "Rock" findet.

Außerdem: Hat man den gleichen Musikgeschmack (ist halbwegs einfach), hat man das gleiche Level, die gleiche Motivation UND kommt im sozialen Zusammenleben gut miteinander aus....kann immer noch im Laufe der Zeit sich was neues ergeben, wie neuer Job in einer anderen Stadt, familiäre Todesfälle oder was auch immer. Deshalb, mein Schlussplädoyer: Nicht an Kleinigkeiten aufhalten, sondern ausprobieren. Es gibt einfach viel zu viele KO-Kriterien, da sollte man nicht zu schnell urteilen!

Aber vielleicht bist du auch anders, und du kommst mit den Faulenzern, die jedes Mal zu spät kommen, den Hochmotivierten, die sich 4x pro Woche für 5 Stunden zusammensetzen, den Anfängern, die noch kaum was drauf haben, den Profis, die dich in Grund und Boden spielen.....usw. besser klar und du legst mehr Wert auf Musikgeschmack. Kann auch sein. Aber m.E. sollten die Grenzen da nicht zu eng gesteckt sein. 

Ich sehe das ebenso wie Johannes888.

Die Musiker in einer Band müssen keineswegs denselben Musikgeschmack haben. Bei QUEEN etwa hatte jeder der vier einen anderen Musikgeschmack. Es war u.a. auch die Andersartigkeit, die Individualität eines jeden der vier Musiker, die für den ungeheuren Erfolg der Band mitverantwortlich war.

Die einzelnen Vorlieben ergänzten sich und es entstand Neues.

Wichtig ist, dass man sich über die Arbeitsweise und die kreative Gestaltung einig ist.

Als Junger Gitarrist hast du eh nicht die große Auswahl an Mitspielern. Du solltest schonmal froh sein, überhaupt jemanden zu haben mit dem du Musik machen kannst. Es ist sehr unwahrscheinlich weitere Mitglieder zu finden die komplett denselben Musikgeschmack teilen. Da wirst du immer Abstriche machen müssen.

Außerdem seh ich das Problem grade nicht. Wenn sie damit einverstanden ist, dann ist sie ja offenbar damit einverstanden, Black Death zu machen.

Die Wahrscheinlichkeit sich irgendwann mal zu trennen ist zwar durchaus hoch, aber trotzdem solltest du die Gelegenheit nutzen dein Bandtalent voranzutreiben. 

In einer Band zu spielen treibt einen zig mal besser voran, als nur für sich allein zu daddeln. Vorausgesetzt man hat die richtigen (und motivierten) Leute.

Hi! Ja, es kann - wenn man will!

Bei uns ist es ähnlich: 2 Hard Rocker/Heavy Metaller (Drums, Gitarre), 1 Punker (Bass), ein Blueser (Keyboard, Bluesharp) - und wir spielen inzwischen schon über 25 Jahre zusammen.

Allerdings ist das Finden von neuen Titeln schon immer schwierig - es ist immer die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen.

Und ja, Deine Befürchtung des "fehlenden Gefühls für Deine Musikrichtung" ist schon nicht von der Hand zu weisen und manches Stück muss man einfach sein lassen, weil einem der Beteiligten einfach das Gefühl, die Ideen dafür fehlen. Bei anderen Stücken wieder braucht es einige Anläufe und eine "zündende Idee", um diese dann doch aufzunehmen - aber dann kommt oft eine wirklich "eigene Version" raus, was dann wieder echt geil ist.

Aus meiner Erfahrung sage ich, es muss das Menschliche passen, die Einstellung zur Band (was will ich erreichen) und es muss die Bereitschaft da sein, sich Stücke zu erarbeiten - es wird wenige geben, die in einer solchen Konstellation sofort von allen gewollt werden und aus dem Stand gespielt werden können. Und ja, die Fertigkeiten sollten nicht allzuweit auseinander sein, sonst macht es irgendwann einem oder mehreren auch keinen Spaß mehr.

Fazit: bist DU nicht bereit, hinsichtlich dem Bandreportoire Kompromisse einzugehen und auch nicht zum Zusammenspiel mit einem schwächeren Mitglied (ob es stimmt oder nicht), dann lass es sein.

Mein Rat wäre aber, es zu versuchen und zwar aus mehreren Gründen: das erweitert den (musikalischen) Horizont und Du kommst schneller zu einer Band ;-))) Gruß Don

Wahre Künstler können von Volksmusik bis Klassik, wenn auch nicht jeder Zuhörer damit klar kommt. Ihren Spezialdisziplinen widmen sie zwar größere Aufmerksamkeit, respektieren aber auch Musiker, die ihr Können z.B. für die Begleitung von Howard Carpendale oder Heli Fischer, ..., aufwenden.

Die Zeit in der es entartete Kunst gab, sind doch hoffentlich endgültig vorbei!

Hallo!

Das Problem kenne ich. 

Spiele ruhig mal ein paar Sessions mit. Vielleicht findet ihr ja einen Punkt, an dem ihr euch trefft, sodass es euch beiden Spaß macht. So war es bei mir. 

Ich komme aus einer Stadt, wo fast nur Death Metal gespielt wird. Es war nicht einfach, jemanden zu finden. Mein ehem. Lehrer hing Plakate in seiner Musikschule aus, und erkundigte sich, bei seinen anderen Schülern. Irgendwann kam so meine erste Band zusammen. Eine Top 40 Band. Irgendwann waren wir einfach eingespielt. 

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