Kann Schonfärberei unser Leben glücklicher und schöner machen?

4 Antworten

Natürlich. Was nützt es, wenn ich einem guten Freund, der an unheilbarem Krebs leidet, anstatt "Das wird schon wieder!" sage: "Welche Blumenfarbe wünschst Du dir eigentlich auf Deinem Grab?"

Die Fähigkeit zu lügen (die z.B. die Pferde in Gullivers Reisen nicht haben, weil sie nicht etwas sagen können, was nicht den Tatsachen entspricht) ist eine Kollateralerscheinung der Intelligenzentwicklung des Menschen und hat sich als überaus effektives Bindemittel innerhalb der menschlichen Gemeinschaft erwiesen.

Deshalb "lügen" wir Dutzende Male pro Tag (die genaue ziemlich hohe Zahl hat die Wissenschaft schon ermittelt, ich weiß sie gerade nur nicht genau).

Du lügst ja schon, wenn Du "Mein Gott!" sagst. Erstens ist seine Existenz nicht bewiesen und zweitens wäre er auch dann nicht Dein Eigentum.

Hallo!

Wenn überhaupt, dann geht das nur so lang, bis diese Lebenslüge platzt. Ich persönlich bin der Ansicht, dass man nix schlechtreden sollte, aber ebensowenig Sachen schönreden muss. Letztlich ist das nur Selbstbetrug, wenn man sich alles immer besser redet & es ist Augenwischerei.

Ich zitiere dazu François Mauriac: "Der Bau von Luftschlössern kostet nichts, aber ihre Zerstörung ist sehr teuer." -----> man zahlt emotional/menschlich total drauf, wenn man merkt Lügen aufgesessen zu sein bzw. Dinge sich schöngeredet zu haben.

In einer nicht hinterfragenden Welt wäre es sicher möglich, eine solche Illusion zur Erleichterung der Lebensrealität anzuwenden. Jedoch nur rein hypothetisch.

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