Kann Natriumchlorid auch durch einer Kovalente Bindung entstehen?

2 Antworten

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Hallo toinia

Atome in einer Verbindung sind dann besonders stabil, wenn sie die Edelgaskonfiguration erreichen.

Natrium in der ersten Hauptgruppe gibt daher ein Elektron ab, wird zum Na^+ -Kation und hat die Konfiguration von Neon. Beim Chlor in der siebten Hauptgruppe ist es genau anders herum. Dem Chlor fehlt ein Elektron, das es gerne aufnimmt, zum Cl^- -Anion wird und die Konfiguration des Argons erhält.

Im Cl2-Molekül teilen sich die beiden Cl-Atome das gemeinsame Elektronenpaar und haben so ihr stabile Konfiguration erreicht.

Nun gehen wir mal zum NaCl und bilden eine kovalente Bindung Na-Cl.

Das Chlor kann über beide Bindungselektronen verfügen, aber das Natrium bekommt ein Problem. Statt ein Elektron abzugeben, käme formal eine zweites Elektron hinzu und ist damit weit weg von einer stabilen Konfiguration.

Jetzt kommt die Elektronegativität (EN) ins Spiel. Sie ist eine dimensionslose Größe, die angibt, wie stark ein Atom in einer Bindung Elektronen anzuziehen vermag.

Beim Cl2 sind die beide Atome identisch, der EN-Unterschied somit 0, perfekt für eine rein kovalente Bindung.

Beim NaCl beträgt die EN für Na: 0.9 und für Cl: 3.2. Als EN-Differenz ergibt dies 2.3.

Dies bedeutet für die Na-Cl-Bindung: Das Cl gibt sich nicht mit der Teilung des gemeinsamen Elektronenpaares zufrieden, sondern zieht die Bindungselektronen vollständig zu sich. Unterstützung erhält das Cl durch das Na. Das ist nämlich froh, sein einsames Außenelektron abzugeben. In der Folge bilden sich Cl^- -Anionen und Na^+ -Kationen, also Salze mit Ionenbindung.

LG

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Danke dir! Super erklärt!!!

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vielen Dank fürs Sternchen

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Nein,

kovalente und ionische Verbindungen sind ausschließlich durch den Unterschied der Elektronegativität der beteiligten Partner definiert.

m.f.G.

anwesende

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