Kann "Morbus Bechterew" vererbt werden?

3 Antworten

Hallo also bei uns in der Familie wir sind 8 Kinder gibt es 2 Fälle meine um 8 Jahre ältere Schwester und ich also wird bei uns davon ausgegangen das es vererbt ist. Allerdings ist es in der Familie nicht nachzuvollziehen woher wir diese Krankheit haben da mein Vater eine Waise ist und meine Mama ihren Vater nie kennengelernt hat. Allerdings habe ich bei meinen Sohn er hat seit seinen 9. Lebensjahr Juvenille Polyarthritis den Test machen lassen und mir wurde gesagt ich als Trägerin kann es immer nur in der Weiblichen Linie weitergeben und muß nicht immer das eigene Kind betroffen sein sondern können auch meine Enkel oder Urenkel sein oder erst viel später.

Hallo,

auch wenn die Frage hier uralt ist, werde ich sie mal aus der Versenkung holen. Ist ja trotzdem aktuell und hochinteressant für Betroffene. Ich glaube, mich an folgende Aufschlüsselung zu erinnern. Gelesen habe ich sie mal ein einem Info-Buch, das die DVMB herausgibt.

Auszugehen von einem MB-Erkrankten, dessen Partner:

  • kein MB hat und HLA-B27 negativ ist: Wahrscheinlichkeit zu Vererbung >10%

  • kein MB hat und HLA-B27 positiv ist: Wahrscheinlichkeit zu Vererbung 25%

  • MB hat und HLA-B27 positiv ist: Wahrscheinlichkeit zu Vererbung 50%

Ich hoffe, das hilft weiter.

Aber ich rate allen Betroffenen, sich von solchen Zahlenspielen nicht den Kinderwunsch verderben zu lassen. Ein früh erkannter MB ist (fast) eine gezähmte Wildkatze. Wenn Mutter oder Vater einen MB haben, dann sind ihnen alle Frühwarnzeichen bekannt. Entsprechend sollte auch bei dem Kind rechtzeitig gehandelt werden können. Zumal der MB häufig erst im frühen Erwachsenenalter zuschlägt...

I.

Ein Bekannter von mir hat auch diese Krankheit, allerdings erst mit ca. 40 Jahren bekommen bzw. vom Arzt endeckt worden. Daher kenne ich die Homepage von der Deutschen Vereinigung. Hier der Link: http://www.bechterew.de/

Dort habe ich zur Vererbung folgendes gefunden:

Wie groß ist das Vererbungs-Risiko? Schon seit langem beobachtet man, dass die Krankheit in einzelnen Familien gehäuft auftritt, dass also ein Erbfaktor eine Rolle spielen muss. 1973 haben Wissenschaftler entdeckt, dass über 90% der Patienten mit Morbus Bechterew auf der Oberfläche ihrer Zellen das Erbmerkmal "HLA-B27" tragen, während die Häufigkeit dieses Merkmals in der Gesamtbevölkerung Mitteleuropas nur etwa 8% beträgt. Ob dieses Merkmal bei einem Menschen vorliegt, kann an Hand einer Blutprobe bestimmt werden.

Die Literaturangaben für das Erkrankungsrisiko eines Kindes, von dem einer der Eltern Morbus Bechterew hat, liegen zwischen 4% und 15% (30% der HLA-B27-positiven Kinder). Wenn beide Eltern an Morbus Bechterew erkrankt sind, ist das Risiko vermutlich höher.

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