Kann mit den digitalen Medien der Traum einer direkten Demokratie verwirklicht werden?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Digitale Medien schaffen zumindest eine gute theoretische Voraussetzung. Allerdings gibt es auch hier hohe Hürden zu überwinden. Kritisch sehe ich aber speziell zwei Dinge:

Die Sicherheit muss gewährleistet sein. Hacker und Softwareentwickler liefern sich seit je her ein erbittertes Rennen solch ein Wahlsystem darf von außen in keiner Weise manipulierbar sein.

Und natürlich muss der Datenschutz gewährleistet sein was ich für ein sehr großes Problem halte. Mir persönlich fällt kein Konzept ein wie ein App einerseits genau weiß wer ich bin, aber andererseits gewährleistet ist das die Wahl geheim ist.

Mir persönlich fällt kein Konzept ein wie ein App einerseits genau weiß wer ich bin, aber andererseits gewährleistet ist das die Wahl geheim ist.

Also das Problem ist leicht gelöst.

Genauso, wie das bei Briefwahlunterlagen auch funktioniert: Umschlag in Umschlag.

Du sendest die Wahldaten verschlüsselt an den Wahlserver. Dieser prüft deine Identität und packt die verschlüsselten Wahldaten zu den anderen.

Damit das funktioniert muss man dem Server vertrauen. Aberd as muss man sowieso...

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Nun, technisch möglich wäre es.

Einige Unsicherheiten bestehen allerdings. Eine Manipulation könnte leichter bewerkstelligt werden. Zudem sind viele nicht sehr technikversiert.

Ansonsten steht der digitalen Wahl aber nur Planung und Finanzierung im Weg.

Die genannten Probleme liesen sich allerdings auch beheben.

Die Technikversiertheit durch Bildung.(An den Schulen)

Die Manipulationssicherheit durch Open-Source-Code, technisch versierte Wahlhelfer und speziell entwickelten Wahlendgeräten.

Richtig. Die Probleme, die der direkten Demokratie im Weg stehen hatten wir vorher und werden wir auch nicht durch digitale Medien los.

Man müsste einen viel grösseres Augenmerk auf die Fähigkeit, Falschinformationen von Informationen zu unterscheiden, legen.

Oder anders: Das wichtigste für eine direkte Demokratie sind Bildung und der Willen, daran teilzuhaben.

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Dafür bedingt es nicht der digitalen Medien. Die direkte Demokratie funktioniert in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert.

Die direkte Demokratie lebt vom Austausch von Informationen und Meinungen. Fast noch wichtiger ist aber, dass diese Informationen und Meinungen laufend der Kritik Anderer ausgesetzt werden. Das geschieht derzeit eher weniger. (in allen Formen der Medien.)

Nein, selbst wenn, die direkte Demokratie wäre ohnehin kein Traum sondern eher ein Alptraum.

Was dabei passieren kann wenn Bürger die keine Ahnung von nichts haben über etwas abstimmen sollen kann mittlerweile schon jahrelang in England verfolgen. Dabei war das eigentlich noch ein recht leichtes Thema, für mich zumindest.

Es stimmen bereits jetzt ständig Millionen Menschen ab ohne Ahnung was sie tun. Viele Wähler wissen überhaupt gar nichts über die Partei oder den Kandidaten bei dem sie ihr Kreuz machen.

Welche Abstimmungen haben in England denn stattgefunden?

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@petergraeulich
Es stimmen bereits jetzt ständig Millionen Menschen ab ohne Ahnung was sie tun.

Das ist richtig, aber immerhin wissen die die sie wählen was sie tun, meistens jedenfalls. Ein hoch auf die parlamentarische Demokratie.

Welche Abstimmungen haben in England denn stattgefunden?

Es gab nur eine und die solltest Du kennen.

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@Artus01

Von der Insel kann ich mich nur an zwei Abstimmungen erinnern...

Als Schottland abgestimmt hat aus dem Vereinigten Königreich auszutreten und die als das Vereinigte Königreich aus der EU ausgetreten ist. Wahrscheinlich meinst Du die?! Ich war nur verwirrt weil Du England geschrieben hast und ich erst dachte Du meintest irgendeine Abstimmung die nur in England war.

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@petergraeulich
und die als das Vereinigte Königreich aus der EU ausgetreten ist.

Genau die meine ich. Das Chaos das durch diese Abstimmung entstanden ist, dürfte als abschreckendes Beispiel für eine direkte Demokratie mehr als ausreichen.

Ich kriege Zustände wenn ich daran denke was einige alleine hier so von sich geben, wenn diese Dummschwätzer auch noch über Gesetze abstimmen dürfen von denen sie keine, aber auch gar keine Ahnung haben.

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Die Abstimmungen könnten erleichtert cwerden, die strukturellen Probleme werden dadurc haber nicht gelöst. Denn der entscheidende Punkt ist, dass Entscheidungen ordentlich vorbereitet sein müssen. Vielleiocht auch mehrstufig. Das bedeutet einen Riesenhaufen Arbeit für die Wählenden. Mit einer 20-Stunden-woche kommt man alleine dafür nicht hin.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jahrelang in Partei und Initiativen tätig

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