Kann mir wer die Antwort auf diese biologische Frage geben?

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5 Antworten

Laut bindungstheorie, durchlaufen Kinder mehrere Phasen der Bindung. Anfangs sind die Kinder an noch keine spezielle Person gebunden, sie reagieren nahezu auf jede Person gleich, die ihre Bedürfnisse befriedigen.
Die zweite Phase wird schon etwas differenzierter. Kinder beginnen Personen wiederzuerkennen und beginnen bei verschiedenen Personen auch verschiedene Reaktionen zu zeigen, lassen aber von jedem die Bedürfnisse befriedigen. Sie bevorzugen allerdings schon eine Person. In der 3 Phase können Kinder sehr wohl unterscheiden wer ihre bindungspartner sind. Sie beginnen zu fremdeln und suchen jedesmal die Nähe der Bezugsperson. Sie bewegen sich sicher im Raum wenn sie ihrer Bezugsperson vertrauen können und sie sich verlassen können, dass sie immer die Bedürfnisse befriedigen. In der letzen Phase können Kinder ihre Bedürfnisse verbalisieren und im ideal Fall sind sie nun sicher gebundene Kinder, die ein ausgeprägtes explorations Verhalten zeigen.
Grundlage für die Phasen sind übrigens die Entwicklungen der Kognitionen des Kindes. Die Synapsen Verbindung die sich erst mit der Zeit bilden. Kind hat ein Bedürfnis das muss gestillt werden. Erst mit der Zeit beginnt das Kind zu lernen wer mit ihm interagiert.

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Kommentar von autmsen
18.06.2016, 20:38

Jo. Die ist veraltet. Bis auf den letzten Abschnitt. 

Wir wissen heute, dass Mensch schon im Mutterleib konditioniert wird auf bestimmte Stimmen und Ereignisse. Denn es fühlt ja die Gefühle der Mutter mit. 

So weit ich erinnere, gibt es auf youtube einige wissenschaftliche Videos zum Thema. Diese führen anhand von gezeigten Experimenten aus, dass tatsächlich die Fremdelei eine erste Konditionierung darstellt, welche das ursprünglich rein soziale Verhalten einschränkt. 

Aber sicherlich wird Deine Ausführung verlangt. Das will ich gar nicht bestreiten. Ich möchte nur darauf verweisen, dass neuere Erkenntnisse zu anderen Ergebnissen führen. 

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Kommentar von GroupieNo1
18.06.2016, 22:28

Dann frage ich mich aber warum dann diese überholte Theorie nicht gelehrt wird, wir haben Bücher von 2015 in denen die bindungstheorie gelehrt wird

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Weil sie dann schon wissen, wer zu ihnen gehört. Wenn es Personen aus der eigenen Familie sind, die sie länger nicht gesehen haben, fremdeln Kinder auch kurz, auch im späteren Kleinkindalter noch.

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Das ist der Zeitpunkt, zu dem früher (als alles noch natürlich zuging) der Säugling an andere Nahrung als Muttermilch gewöhnt wurde; meistens wurde die Frau dann ja bald wieder schwanger. Das gefällt den Kleinen zuerst mal gar nicht, deshalb klammern sie sich so an die Mutter und wollen von anderen nichts wissen. Dieser Instinkt bleibt erhalten, auch wenn viele Säuglinge gar nicht oder nur kurze zeit gestillt werden.

Interessant wäre, ob Säuglinge, die länger gestillt werden, entsprechend später zu fremdeln anfangen. Aber wahrscheinlich liegt das in den Genen, dann spielt die tatsächliche Stilldauer keine Rolle.

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Kommentar von Nashota
06.06.2016, 22:02

Von welchem Jahrhundert sprichst du?

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Die kleinen fangen an eben nicht mehr allem blind zu trauen sondern entwickeln ein gesundes Misstrauen. Allerdings beobachten Kinder alles unbekannte sehr sehr genau so lange sie in der nähe ihrer 1.Bezugsperson sind.

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