Kann mir wer bei meiner Hausaufgabe für Wissenschaftstheoretische Fragestellungen (Medien- und Kommunikationswissenschaften) helfen?

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1 Antwort

Da kann man dir ja nur zurufen: "Raus aus der Schweigespirale!"

Du lachst noch? Wie wäre es denn besser damit, eine Kommilitonin zu fragen, welche die Vorlesung mitgeschrieben hat? Nur um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Profs sind ja häufig überaus eigen, was ihre persönlichen Zuordnungen und Einschätzungen angeht, und ohne diese konkrete Info wird die Aufgabe für dich fast unlösbar sein. Oder ist mit endloser Googelei verbunden.     
   

"Erkenntnistheoretischer Hintergrund" will grundsätzlich wissen: wie denkt der Forscher, die Forscherin? In welcher erkenntnistheoretischen Tradition steht er/sie? Systemisch, konstruktivistisch, materialistisch, naturalistisch, positivistisch, pragmatisch? Was folgt daraus für die Weltsicht bzw. die Problemanalyse und die Theoriebildung?     


"Wissenschaftstheoretischer Status" will wissen, wie weit im Wechselspiel von Induktion und Deduktion die Theoriebildung denn nun schon vorangeschritten ist, und "Reichweite" - ein soziologischer Begriff - bezeichnet in etwa den Abstand zu "Alltagstheorien" aka Bauernregeln mit "gering", "mittel" und "weit". Je größer die Reichweite, desto höher das Abstraktionsniveau. Je geringer, desto eher handelt es sich um den Ausschnitt eines Erklärungsmodells, der nahe an der Praxis ist.     

Erklärt ist das Prinzip hier:   
wikipedia.org/wiki/Theorie_mittlerer_Reichweite    

Ansonsten google in der Büchersuche auch mal nach "Der Zerfall des Publikums. Nachrichtennutzung zwischen Zeitung und Internet." und führe dir das Kapitel 3 "Wissenschaftstheoretischer Hintergrund" zu Gemüte. Dann verstehst du auch besser, weshalb du unbedingt eine Kommilitonen fragen solltest, weil du dich sonst dumm und dusslig denkst ;-))   

Wenn du noch immer diese Aufgabe bewältigen möchtest - ohne Rücksprache mit einer Kollegin - so musst du in punkto "Schweigespirale" wissen:

“Wissenschaftstheoretische Grundlagen fehlen nicht nur in vielen empirischen Studien zur Theorie der öffentlichen Meinung, sie werden auch in Überblicksdarstellungen kaum diskutiert oder verkürzt und teilweise falsch dargestellt".

http://www.rkm-journal.de/archives/6979    

Oijoijoi ...

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