Kann mir meine BU-Zusatzversicherung gestrichen werden,wenn ich auf 396€ Basis arbeite?

3 Antworten

Normalerweise nicht. Allerdings lohnt hier definitiv ein Blick in die AVB um dies mit Sicherheit sagen zu können. Versichert bei einer BUV bzw. BUZ ist der zuletzt ausgeübte Beruf. Zumeist entsteht die Leistungspflicht, wenn man nicht mehr im Stande ist diesen zu mind. 50% auszuüben.

Hallo, die können die Leistung nur dann streichen, wenn Du die Voraussetzungen für den Bezug der BU-Rente nicht mehr erfüllst. Dies ist in aller Regel eine gewiise Zeit auf die Zunkunft hin und wenn die Berufsunfähigkeit nicht mehr die erforderlichen 50% beträgt. Diese 50% beziehen sich aber auf den zuletzt ausgeübten Beruf bzw. die Tätigkeit, als Du noch voll beschäftigt gewesen warst.

Der 396€-Job kann sicherlich nicht die Voraussetzungen erfüllen, dass er zum vollen Erwerb dient und einer ähnlich oder gleichwertigen Berufsausbildung und sozialen Stellung gleichkommt. Dieser Job dient ja wohl nur dafür, dass Du etwas hinzuverdienst und kann/wird den vorherigen ja nicht ersetzen.

Belastbar aber ist diese Feststellung nicht, weil wir die dem Vertrag zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen nicht kennen. Da gibt es leider viel zu viele Unterschiede. Es hilft ggf. nur einen Fachanwalt oder einen gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater zur Rechtsberatung hinzuzuziehen.

Sorry für den nun folgenden "Aufsatz" aber das Thema ist komplex und ich denke, bevor, der VR eine ablehnende Entscheidung trifft, kann man das Geld für RA oder Versicherungsberater sparen ... (sorry dazu @ Vers. Berater - aber ich bin ein Sparfuchs!)

Du musst die neue Tätigkeit der Versicherung melden, sonst verletzt du deine Mittwirkungspflichten. Die Verletzung von Mitwirkungspflichten kann u. U. dazu führen, dass der Versicherer leistungsfrei ist, solange die M-Pflichten nicht erfüllt werden. (Machen die Versicherer aber fast nie!)

Danach muss (!!!) der zuständige Sachbearbeiter sich natürlich überlegen, wenn du den 396-Euro-Job machen kannst, ob du nicht auch wieder im Stande bist, deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit auszuüben. Die Versicherung ist ja auch dafür zuständig, die Versichertengemeinschaft vor ungerechtfertigten Kosten zu schützen.

Wenn der Sachverhalt ganz eindeutig ist (also z. B. warst du Chirurg, hast beide Daumen verloren und arbeitest jetzt als Call-Center-Agent), prüft der Versicherer erstmal nur den Arbeitsvertrag.

Ansonsten geht die Nachprüfung los. Welche Rechte, der Versicherer (VR) hat, richtet sich nach dem BUZ-Bedingungen. Grundsätzlich gilt:

  • Der VR muss beweisen (!!! - nicht nur behaupten), dass sich dein Gesundheitszustand seit der Anerkennung der Leistungspflicht so weit verbessert hat, dass die BU unter den leistungsauslösenden %-Satz (i. d. R. 50%) gesunken ist. Bei einer Ablehnung in der Nachprüfung muss er auch alle med. UL dazu offenlegen.

  • abstrakt (falls das die BUZ-B überhaupt vorsehen), also auf NICHT ausgeübte Berufe, darf der VR nur dann verweisen, wenn er das nicht schon bei Anerkennung gekonnt hätte - wenn du also bei Anerkennung auch zu krank warst, mögliche abstrakte Verweisungsberufe auszuüben. Auf Berufe, die du schon bei Anerkennung der Leistungspflicht ausüben konntest, darf er nicht abstrakt verweisen. (Das gilt übrigens auch, wenn du den heute ausgeübten Job bei Anerkennung hättest ausüben können.)

  • Grundsätzlich gelten für einen Verweisungsberuf strenge Regeln (siehe BUZ-B). I. d. R muss er deiner Ausbildung und Erfahrung (oder Kenntnissen und Fähigkeiten) und deiner bisherigen Lebensstellung entsprechen.

Die Lebensstellung ergibt sich gem. regelm. Rechtsprechung aus den Komponenten Einkommen (Faustregel = Keine Minderung um mehr als 20% - aktuelle BUZ-B enthalten dazu eine Regelung) und gesellschaftliche Wertschätzung. D. h. man muss in keinem Beruf mit erkennbar geringerem Ansehen arbeiten (z. B. nicht statt als Frisörmeister als Straßenfeger).

  • auch konkret, also wenn der Beruf tatsächlich ausgeübt wird, gelten diese Voraussetzungen für die Verweisung.

Der VR wird jetzt einerseits deinen aktuellen Gesundheitszustand überprüfen, um festzustellen, ob die BU im "eigenen" Beruf weiter über dem %-Satz liegt. Dazu fragt er dich, deine Ärzte und verlangt ggf. ein Gutachten.

Gleichzeitig prüft er, ob die ausgeübte Tätigkeit als Verweisungsberuf in Betracht kommt.

Ggf. (wenn die BUZ-B das vorsehen) prüft er auch, ob er heute abstrakt auf andere Tätigkeiten verweisen kann.

Wenn du weiter BU im "alten" Beruf bist, der aktuelle Job kein Verweisungsberuf ist und du auch nicht abstrakt verwiesen werden kannst/darfst, darf der VR die Leistungen nicht einstellen.

Tut er es trotzdem, ist es Zeit für den Versicherungsberater oder einen bu-erfahrenen RA (keinen "normalen" Anwalt!). Da Leistungen gem. VVG mit 3-Monats-Frist einzustellen sind, ist dann auch noch Zeit!

Du schreibst, die wurden die Leistungen für 2013 bewilligt. Normalerweise müssen BU-Leistungen nicht immer wieder neu bewilligt werden. Falls, du Leistungen nicht aufgrund einer Anerkennung der BU, sondern aufgrund einer einzelvertraglichen Vereinbarung bekommst, vergiss, was oben steht. Dann gilt das, was die Vereinbarung vorsieht!

Was für ein Text ! Und das schönste: kann zutreffen, kann nicht zutreffen, kann falsch sein, kann richtig sein... das ist das schöne an Fernberatung :-)

aber ich bin ein Sparfuchs!

Sofern der Sparfuchs nicht zu G-i-g wird oder man auf Krampf versucht, damit Fachleute zu ersetzen...

Du musst die neue Tätigkeit der Versicherung melden, sonst verletzt du deine Mittwirkungspflichten.

Er MUSS gar nichts. Kommt auf die Bedingungen an, ob die so eine Mitwirkungspflicht vorsehen.

ob du nicht auch wieder im Stande bist, deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit auszuüben.

ob du nicht auch wieder im Stande bist, deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit mindestens zu 50 % und so wie sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war auszuüben.

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@Candlejack

Bestimmt rate ich nicht, aus Geiz fachliche Beratung zu ersetzen! Ich denke aber, die braucht man erst, wenn der VR sich nicht an die Regeln halten sollte.

Sorry, ich wusste nicht, dass es AVB/BUZB gibt, in denen nicht etwas steht wie "...dem Versicherer Veränderungen mitzuteilen, die einen Einfluss auf die Leistungspflicht haben könnten ... insbesondere die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit" Aber ich lerne nie aus!

Zur letzten Tätigkeit: 1. die 50% - die sind oben als leistungsauslösender %-Satz erwähnt gewesen. Dachte doch tatsächlich, da könnte ich in der Zusammenfassung Text sparen - entschuldige bitte!

"so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war" - steht nur in den aktuellen Bedingungen, in älteren steht mitunter etwas ganz anderes.

VIELEN DANK für deine Bemühungen ;-)

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@Privatsache

Erst mal vielen Dank Euch beiden, vor meiner BU war ich als Marktleiterin beschäftigt,habe aber eine Lehre als Einzelhandelskauffrau gemacht und nun arbeite ich einen Monat als Kassenaushilfe. Habe es meiner Versicherung noch nicht gemeldet,weil ich erst mal sehen wollte ob ich den Job auf dauer machen kann. Ich bekomme auch eine unbefristete Rente wegen voller Erwerbsminderung und habe eine 50% Behinderung. Bei meiner Rente darf ich ja auch 450 € hinzuverdienen.

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@Nicky2707

Schau besser noch in die Bedingungen ob du die Tätigkeit direkt melden musst, nicht, dass man dir einen Strick drehen kann.

Es gibt in der privaten BU-Absicherung keine Hinzuverdienstgrenze wie in der GRV- soweit nicht anders in den AVB geregelt.

Die Kassenaushilfe ist mit der Tätigkeit einer Marktleitung aber schon anhand von Ansehen und Weisungsbefugnis bzw. -gebundenheit nicht vergleichbar.

Viel Glück - auch Gesundheitlich!

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hallo,

vorsicht bei selbstüberschätzungen, eine vielzahl von selbstmachern befinden sich bei den versicherern im beweiskarussel, weil die falschen eigenen entscheidungen getroffen worden sind. der frager versucht sich hier nicht umsonst einen rat zu holen. die situation ist immer knifflig, wenn der versicherer aufgrund seiner bedingungen nach einer gewissen leistungsphase prüft, da sollte man sich fachkundigen rat holen, wenn er einen qualifizierten berater hat, wird dieser ihm helfen können. wichtig dabei ist, das richtige lesen der bedingungen.

beste grüsse

dickie59

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