Kann mir jmd diesen Absatz über Aquin erklären?

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4 Antworten

Thomas von Aquin legte im Rahmen der Philosophischen bzw. Natürlichen Theologie Argumente dafür dar, dass der Glaube an die Existenz Gottes nicht
vernunftwidrig ist, sich also Glaube und Vernunft nicht widersprechen.
Seine Quinque viae („Fünf Wege“), dargestellt in seinem Hauptwerk, der Summa Theologica (auch Summa Theologiae), hat Thomas zunächst nicht als „Gottesbeweise“ bezeichnet, sie können jedoch als solche aufgefasst werden, da sie rationale Gründe für Gottes Existenz darlegen. Die Argumentationskette endet jeweils mit der Feststellung „das ist es, was alle Gott nennen.“

Weiteres bitte hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis#Thomas_von_Aquin:_quinque_viae_ad_deum

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Kommentar von jvkbx
09.02.2017, 19:26

Ok dankeschön das versteh ich auch es geht hier aber wirklich nur um den ersten absatz, wäre schön wenn du mir den erklären könntest ;)

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Thomas von Aquin (um 1225 - 1274) war Dominikaner und einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der römisch-katholischen Kirche.

Auf ihn geht der sog. "Kosmologische Gottesbeweis" zurück, der auch in der von Dir zitierten Schrift durchscheint:

Der "Kosmologische Gottesbeweis" schließt von der Existenz des "Geschaffenen" auf die Existenz eines "Schöpfers".

Hier haben wir einen kompletten und für viele sog. "Gottesbeweise" typischen Zirkelschluss! 

Thomas von Aquin variiert das in drei Formen: 

Alles, was sich bewegt, lässt sich stets auf einen "Beweger" zurückführen. Dieser "Beweger" wiederum wird ebenfalls von etwas anderem bewegt usw. Da es für alle Bewegungen bzw. „Schöpfungen“ einen Anfang geben müsse, müsse es eben einen „ersten“, einen unbewegten "Beweger" geben - nämlich Gott. 

Ähnlich lautet die zweite Variante: 

Jedes Seiende ist die Wirkung einer Ursache, die selbst wiederum Wirkung einer anderen Ursache sei. Auch hier müsse es eine „erste“, eine "unverursachte" Ursache geben - nämlich Gott.

In der dritten Variante argumentiert er mit der Erfahrung, dass Seiendes nicht notwendig existiere, sondern durch Enstehen und Vergehen bestimmt werde. 

Weil aber die Welt insgesamt existiere, müsse es etwas geben, das notwendigerweise und unabhängig von allem anderen "Existenten" existiere - nämlich Gott!

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-die theologie muß auf die offenbarung bauen

-die wissenschaft muß auf die erkenntniskraft bauen

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