Kann mir jemand sagen, wie die Banken den täglichen pfändbaren Betrag ermitteln. Ich meine, was darf ich abheben, was hält die Bank zurück?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Ganz einfach: Systemseitig ist der monatliche Freibetrag hinterlegt, über den du verfügen kannst. (Entweder der Grundfreibetrag oder der erhöhte, wenn dir so einer zusteht und du das schriftlich nachgewiesen hast) Und das wird jeden Monat wieder zurückgesetzt

Wenn Geld auf dem Konto eingeht wird das mit dem "zustehbaren Betrag" verrechnet (ich nehme mal glatte Zahlen und sag einfach mal einen fiktiven Freibetrag von 1000 €)

Also 800 € gehen zum 01.01.2016 ein. System ermittelt: Freibetrag - Geldeingang: Noch 200 € verfügbar.

Am 02.01.2015 gehen 300 €. System: Freibetrag der noch über ist: 200 -300 € --> 100 € zuviel.

Diese 100 € werden temporär auf ein Auskehrungskonto gebucht bzw. für den Kunden ist meist nur sichtbar dass der Betrag "gesperrt ist".

Am 01.02.2015 werden dir diese 100 € vom Auskehrungskonto wieder auf dem Girokonto freigegeben (neuer Monat). Februarfreibetrag: 1000-100 --> es dürfen also noch maximal 900 € eingehen, der Rest wird wieder zurückbehalten.

Knackpunkt: Wenn der Betrag vom Auskehrungskonto nicht direkt im Folgemonat wieder umgebucht wird (weil zB am 01.02 sofort 1000 € eingegangen sind, Freibetrag also schon ausgeschöpft ist), dann ist der Betrag "unrettbar" verloren und wird für die Zahlung der Pfändung separiert und zurückgehalten. Und nicht mehr im Folgemonat zur Verfügung gestellt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DrStrosmajer
29.01.2016, 00:11

Verständlich und nachvollziehbar erklärt - Chapeau!

Ich habe jedenfalls etwas dazugelernt. Hätte ich eigentlich nicht mehr erwartet zu dieser Tageszeit, da jetzt nur noch Minekraft- und GTA-Lemminge hier ihren Müll abladen, und natürlich auch die werdenden Mütter mit Zahnspange und Barbiepuppen auf deem Schülerschreibtisch.

Vielen Dank!

1

Was genau meinst du mit "täglich pfändbarer Betrag"? Normalerweise hat dies nichts mit der Menge an Geld zu tun die du abheben kannst. Und den pfändbaren Betrag von dir (bei Schulden) bestimmen die Banken nicht.

Verfügen kannst du über deinen gesamten Betrag, über den noch nicht verfügt wurde. Dies aber nur wenn du an einem Schalter das Geld abhebst und dies vorher anmeldest um Missbrauch (Kartendiebstahl) vorzubeugen.

Wenn du einen Dispo oder Überziehungskredit meinst, dann wird dies meist von deinem Gehalt bzw. von dem monatlich (regelmäßig) eingehenden Betrag ausgemacht. Mehr eingehendes Geld bedeutet auch mehr Überziehungskredit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von GoldMoralRecht
29.01.2016, 00:10

Dies aber nur wenn du an einem Schalter das Geld abhebst und dies vorher anmeldest um Missbrauch (Kartendiebstahl) vorzubeugen.

Was für ein Unsinn.

0
Kommentar von DieMoneypenny
29.01.2016, 19:20

Bis zum Freibetrag kann man mit der EC-Karte machen was man will. Wenn eine Pfändung vorliegt, kann man auch am Schalter darüber hinaus nichts ausrichten.

0

Du hast jeden Monat deinen Freibetrag und über den kannst du verfügen,ist der erschöpft ,gibt es erst wieder Geld zum neuen Monat.Natürlich vorausgesetzt das auch regelmässig Geld aufs Konto kommt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Verfügen darf man über den gesamten Freibetrag, über den noch nicht verfügt wurde, abzüglich der vorgemerkten Umsätze.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?