Kann mir jemand gut und möglichst genau erklären warum der Lamatckismus nicht bei Pflanzen anwendbar ist?

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2 Antworten

Lamarcks Theorie zufolge stärkt der häufige Gebrauch eines Organs dieses, der seltene Gebrauch schwächt es ab. Ein Tier, dass sich zum Beispiel also ständig reckt, um die Blätter an hohen Bäumen zu fressen, bekommt Lamarck zufolge einen längeren Hals. Hat dieses Tier dann Nachwuchs, vererbt es den längeren Hals auch an seine Nachkommen - und immer so weiter, bis ein Tier mit kurzem Hals sich in ein Tier mit langem Hals entwickelt hat (typisches Beispiel an der Giraffe).Da Pflanzen passive Organismen sind und sich nich aktiv bewegen können, eigentlich so gut wie gar nichts aktiv tun können, kann die Theorie von Lamarck hier nicht greifen, um die Entwicklung der Pflanzen zu erklären.

Sie ist ohnehin durch Darwin wiederlegt: Nicht der häufige Gebrauch stärkt das Organ, sondern die Individuen mit den "starken" Organen, die sie zufällig haben, haben einen Vorteil gegenüber den anderen und pflanzen sich deshalb häufiger fort. Da sie ihre Gene so häufiger weitergeben, entwickelt sich die vorteilhafte Ausprägung immer weiter.

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