Kann mir jemand folgende Radtypen beschreiben? Tourenrad,Rennrad,Mountainbike, Citybike und Trekkingrad?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ein TOURENRAD (auch CITYRAD oder Stadtrad) ist die Bezeichnung für ein schweres Fahrrad. Ein Tourenrad zeichnet sich aus durch eine konsequent aufrechte Sitzposition mit einem gepolsterten und gefederten Sattel, einen geschlossenen Kettenkasten und durch am Hinterrad befestigte Schmutzfänger, auch Rockschutz oder Mantelschoner genannt. Tourenräder haben, wenn überhaupt, meist eine Nabenschaltung, dicke Reifen (ab 1 3/8 x 1 5/8) sowie alltagstaugliche Ausrüstung wie Kettenschutz, Lichtanlage und Gepäckträger. Das sogenannte Hollandrad ist eine solche Form des Tourenrades. Die neudeutschen Bezeichnungen Cityrad und Stadtrad sind erst seit einigen Jahren gebräuchlich und bezeichnen im Grunde ein Tourenrad.

Obwohl die Verwendung gefederter Gabeln und Rahmen das Gewicht erhöht, wird dies bei diesem Fahrradtyp immer verbreiteter. Durch Leichtbauweise werden Tourenräder auch immer leichter, sind aber – abgesehen von Reiserädern und Ähnlichen – die schwersten der gebräuchlichen Fahrradtypen. Vereinzelt werden auch Reiseräder als Tourenräder bezeichnet.


Ein RENNRAD (Schweiz: Rennvelo) ist ein Fahrrad, das für den Gebrauch als Sportgerät bei Radrennen konstruiert wurde. Es zeichnet sich durch eine besonders leichte, aber stabile Bauweise und besondere Fahreigenschaften aus. Rennräder wiegen zwischen knapp 6 und 11 kg. Laut UCI-Reglement ist aber bei Wettbewerbsrädern ein Mindestgewicht von 6,8 kg zu beachten. Sie haben sehr schmale Felgen und Reifen, einen Rennlenker, den sogenannten Bügellenker, der verschiedenste Griffpositionen erlaubt und schmaler ist, als sonst übliche Lenkerstangen (lt. UCI-Reglement sind max. 50 cm zulässig, es werden jedoch selten breitere als 44 cm verwendet). Der Lenkerbügel wird in der Regel so bemessen, dass seine Breite der Schulterbreite - abzüglich 2-4 cm - des Fahrers entspricht. Aus aerodynamischen Gründen werden beim Triathlon und Zeitfahren Lenkeraufsätze verwendet, bei denen der Fahrer mit den Unterarmen aufliegt und mit den Händen nach vorne greift. Schaltungs- und Bremsgriffe sind, soweit vorhanden, seit einigen Jahren als integrierte Einheiten üblich. Aus Gewichtsgründen verwenden einige Rennfahrer bei Bergzeitfahren Rahmenschalthebel für den seltener benutzten Umwerfer. Es finden fast ausschließlich mechanische Felgenbremsen Verwendung. Hydraulik- oder Scheibenbremsen bieten bei Straßenrennen keine Vorteile. Die Ende der 80er Jahre in Mode gekommenen Delta-Mittelzugbremsen von Campagnolo boten zwar eine noch bessere Bremsleistung als die heute verwendeten Seitenzugbremsen, waren aber schwer, kompliziert zu warten und verlangten höhere Betätigungskräfte. Bei Rennrädern sind ausschließlich Kettenschaltungen üblich, bei Profirennrädern mit 2 x 10 Gängen, an Freizeiträdern auch mit drei Kettenblättern vorn und 8 bis 10 Zahnkränzen hinten. Seit etwa 2003 kommen verstärkt so genannte Kompaktkurbeln zum Einsatz. Hier sind die zwei Kettenblätter vorne etwas kleiner (50 und 36 oder 34 Zähne statt 53 und 39 Zähne). Diese Systeme bieten ebenfalls kleine Gänge zum Bergauffahren, sind aber nicht so kompliziert wie Kurbeln mit drei Kettenblättern, für die man zusätzlich spezielle Schalthebel, ein längeres Schaltwerk und eine längere Kette braucht. Zudem weisen Kompaktkurbeln mit zwei Kettenblättern weniger Gangüberschneidungen auf, sprich man hat weniger "doppelte Gänge" (Kettenblatt/Ritzel-Kombination mit gleicher Übersetzung), sie sind leichter und behalten die typische Rennradoptik, die man auch von Profirädern gewohnt ist.

Die Bestimmungen der UCI legen für die Fahrradgeometrie Standards fest, die sich weitgehend am Stand des Rennrades von Eddy Merckx bei seinem Stundenweltrekord 1972 orientieren. Die UCI argumentiert damit, dass bei einem Wettrüsten zum technisch optimierten Fahrrad schlechter ausgerüstete Sportler oder Radsportverbände auf der Strecke bleiben würden.

Rennräder haben keine Gepäckträger (auch keine dafür vorgesehenen Aufnahmen an Rahmen und Gabel) und keine Schutzbleche. Vorrichtungen für Licht oder Dynamo besitzen sie – wenn überhaupt – nur bei Trainingsrädern. Obligatorisch sind allerdings 1–2 Halter für Trinkflaschen am Unterrohr und Sitzrohr.

Der Radstand beträgt im Allgemeinen 940 bis 1070 mm bei Rahmenhöhen von 51 bis 64 cm, für Frauen existieren veränderte Rahmengeometrien mit auf den speziellen weiblichen Körperbau abgestimmten Winkeln und Längen. Grundsätzlich wird angestrebt, eine den Körpermaßen des Radsportlers angepasste Rahmengeometrie zu wählen; dies geht im Extremfall bis zur Maßanfertigung eines individuellen Rahmens. Spezielle radsportliche Disziplinen bedingen dabei wieder abgewandelte Rahmengeometrien. So besitzen z. B. Kriteriums-, Bahn- und Steherrahmen einen kürzeren Radstand und 2,5 – 5 mm kürzere Kurbeln sowie ein etwas höher liegendes Tretlager.

Der Sattel wird waagerecht eingestellt, ist höher (i. d. R. 4 bis 15 cm) als der Lenker. Die Sattelspitze befindet sich etwa 2 cm bis 10 cm – abhängig von Fahrergröße und -typ – hinter der Senkrechten durch die Tretlagerachse. Zur Ermittlung der optimalen Sitzhöhe, d. h. den entlang dem Sitzrohr gemessenen Abstand zwischen Satteloberkante und Tretlagermitte, gibt es unterschiedliche Verfahren:

Es existieren Tabellen und Formeln, die die Sitzhöhe von der Beinlänge ableiten. Ein praktisches Verfahren sagt: Bei bequemer Position auf dem Sattel und ohne die Hüfte abzukippen sollte mit ausgestrecktem Bein die Ferse gerade noch die Pedale berühren. Beim Fahren sollte das Becken nicht seitlich abkippen. Ähnlich bestimmt man die Sitzlänge, d. h. den Abstand zwischen Sattelspitze und Lenkerrohrmitte:

Auch hier gibt es Berechnungsformeln, die Körpergröße und Armlänge berücksichtigen. Die Praktikerregel besagt hier: Der Lenkervorbau wird so gewählt, dass, wenn der rechtwinklig angewinkelte Ellenbogen die Sattelspitze berührt, der Mittelfinger der ausgestreckten Hand soweit bis an das Lenkerrohr heranreicht, dass man noch Mittel- und Zeigefinger dazwischen legen kann. Die Vorbauten bei Rennrädern sind deutlich länger als die anderer Fahrradtypen – da die Rahmen kürzer sind, muss der notwendige Abstand zwischen Lenker und Sattel auf diese Art hergestellt werden. Diese Regeln sind - selbst für normal gebaute Menschen - nur Anhaltspunkte. Die endgültige Sitzposition findet der Fahrer meist erst nach Jahren und durch die Beobachtung erfahrener Trainer, indem er sie immer wieder in größeren Zeitabständen (mind. 6 Wochen) um wenige Millimeter (max. 5 mm) korrigiert.


Ein MOUNTAINBIKE (MTB) (engl. Bergfahrrad) ist ein Fahrrad, das besonders auf den Einsatz abseits befestigter Straßen ausgerichtet ist. Grundsätzlich ist das Mountainbike ebenso wie das Rennrad eher Sportgerät als Verkehrsmittel, weshalb es üblicherweise nicht über die von der in Deutschland geltenden Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) bzw. der österreichischen Fahrradverordnung geforderte Ausstattung (Beleuchtung, Glocke und/oder Hupe, Rückstrahler) verfügt.


Ein TREKKINGRAD ist ein Fahrrad mit einer Kettenschaltung, das meist drei Kettenblätter aufweist. Die Reifen sind deutlich schlanker als die eines Mountainbikes, aber deutlich dicker als die eines Rennrads. Daher ist der Rollwiderstand eines Trekkingrades geringer als der eines Mountainbikes, im Gegensatz zum Rennrad ist aber das Befahren unbefestigter Wege noch ohne größere Probleme möglich.

Ein TREKKINGRAD kann mit einem oder mehreren Gepäckträgern ausgestattet werden, die das zuverlässige Befestigen von Packtaschen erlauben, so dass der Fahrer auf längeren Fahrradtouren oder Radreisen ausreichend Gepäck mitführen kann. Durch das Anbringen von Gepäckträgern wird ein Trekkingrad kein Reiserad. Bei vielen Trekkingrädern kann das Anbringen eines Lowriders das Fahrverhalten negativ beeinflussen, weil oft die Geometrie nicht darauf abgestimmt ist.

Trekkingräder sind meist mit Laufrädern der Größe 28 Zoll ausgestattet, seltener 26 Zoll. Mobilität und schnelles Fortkommen in der Stadt sind wichtiger als das Transportieren hoher Lasten wie beim Reiserad.


so, hasimausi, jetzt musst du dich entscheiden .... ;-)))

Trekkingrad ist eine Fahrradgattung mit großen Reifen (28") und ist ein Langstreckenrad.
Tourenrad wird als Stadtrad oder Citybike bezeichnet.
Rennrad ist für den Radrennsport gedacht.
Mountainbike, gedacht für den Einsatz abseits befestigter Straßen. => Bergwelt.

Was möchtest Du wissen?