Kann mir jemand erklären, was dieser Traum bedeutet?

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2 Antworten

Mhhhhh. Das ist eine gute Frage, die ich dir leider nur schlecht beantworten kann. Ich hab mir mal ein Traumdeutungsbuch geholt, aber das war leider ziemlicher Schund, aaaaaber... Ich bin ja der Meinung, dass ich, z.B., wenn ich von meiner Lehrerin träume, diese nicht für etwas komplett anderes steht, sondern wirklich für meine Lehrerin und für die Sachen, die mit ihr verknüpft sind und die ich am Tag (oder auch sonst) erlebt hab.

Überleg also am Besten, was du diesbezüglich an eigenen Erfahrungen gemacht hast, womit du dich beschäftigt hast und, wenn du das raushast, dann weißt du vielleicht, warum du dir solche Situationen/Probleme erträumst, und was die Lösung/Antwort darauf ist (, obwohl es, denke ich, oft nichts 100% Konkretes gibt.) Generell bin ich der Meinung, dass eine konkrete Traumdeutung, durch unsere heutige horizontserweiternde Möglichkeit des Fernsehens und der modernen Unterhaltungsliterartur, so nicht mehr möglich ist. Bzw., dass die Traumdeutung und die zugehörige Litearatur der heutigen Gesellschaft angepasst werden muss, denn unsere Träume sind, wie eine Stadt, durch "Lichtsmog" (-> Fernsehen usw.) "verdreckt".

Naja, das war jetzt mal mein (blöder) Senf. Ich hoffe, ich konnte dir mit deinen Überlegungen helfen, vielleicht findet sich auf dieser Plattform ja noch jemand, der wirklich Träume deuten kann.

LG Gemueseman

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Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

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