Kann mir jemand erklären was dafür spricht vegan, sprich unnatürlich zu leben?

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Vorteil:

Das Ringen um Konsequenz ist vielmehr schon immer ein beliebter Volkssport gewesen. In religiösen Gemeinschaften wird stets umso erbitterter gerungen, je schwieriger die Gebote zu erfüllen sind. Der Veganismus eignet sich deshalb hervorragend dazu, den religiösen Phantomschmerz der Säkularisierten zu lindern. Gott spielt zwar nicht mehr die Hauptrolle, dafür wird um das Tier als „Mitgeschöpf“ ein Tanz aufgeführt wie ums Goldene Kalb.
Unerfüllbare Gebote fördern den Fanatismus, weil jeder jeden mit Recht der Inkonsequenz und Häresie beschuldigen kann. Wer dabei am lautesten den Inquisitor gibt, hat gewonnen.

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-unsinn-ist-22396672

Das Problem des Veganismus ist, dass er sich letztlich nur auf Basis einer
anthromorphisierenden Ethik rechtfertigen kann. Im Gegensatz zur
Mischkost, die auch ökologische, gesundheitliche und wahre ethische
Gründe für sich reklamieren kann. Den Aufwand, den Veganer betreiben
müssen, um tierische Produkte nicht nur beim Essen zu ersetzen, übersteigt den ökologischen Nutzen. Bleibt also nur eine Verzichts-Ethik: Durch mein
Opfer rette ich die Welt. Das ist ein sehr religiöses Motiv. Der
Verzicht muss gesteigert werden, um dem bisherigen Verzicht einen Sinn
zu geben. immer weiter...denn auch für andere Produkte leiden und
sterben Tiere so z.b. auch für Ackerbau.


Nachteile
:

es macht kein sinn weder für Umwelt, Tiere noch für den Mensch. Es ist ein Hype mehr nicht.

das Bild was Vegetarier/veganer meist propagieren ist lediglich ein Ausschnitt denn es ist viel kopmlexer als die Frage ob mit oder ohne Fleisch.

WAS aber sinn macht ist Regional zu kaufen und industriell
verarbeitete Produkte meiden. Das schließt der Tierprodukteverzicht aber
nicht mit ein daher unnötig.

Umwelt:

Wer sich streng vegetarisch ernährt, beansprucht besonders wenig
hochwertiges Ackerland für die Produktion seiner Lebensmittel. Wer aber
geringe Mengen an Fleisch und Milchprodukten in seinen Speiseplan
einbaut, geht noch effizienter mit der verfügbaren landwirtschaftlichen
Fläche um. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Studie der
amerikanischen Cornell-Universität.

Für jede tierische Kalorie im Fleisch müssen bis zu 14 pflanzliche
Kalorien verfüttert werden. Trotzdem gehen Mischköstler bei moderatem
Verzehr von tierischen Lebensmitteln noch effizienter mit dem Ackerland
um als Vegetarier. Der Grund dafür liegt in der Qualität der benötigten
Fläche. Getreide, Kartoffeln und Gemüse können nur auf besonders
hochwertigen Böden angebaut werden, deren Fläche begrenzt ist.
Wiederkäuer,
wie Rinder, Kühe und Schafe, lassen sich dagegen auch auf Weiden
halten, die nicht als Ackerland nutzbar sind. So benötigen Mischköstler
zwar absolut gesehen mehr Fläche, aber ihr Bedarf an hochwertigem
Ackerland ist geringer als bei Vegetariern.

umweltjournal.de/AfA_naturkost/13315.php

jede Ernährungsweise beinhaltet den Tod von Lebewesen. Das lässt
sich nicht vermeiden. NICHT die Frage ob mit oder ohne Fleisch sollte
einen beschäftigen sondern Die wichtige Frage lautet: Was schadet
weniger? Wenn Lebensmittel nachhaltig produziert werden, ist es für die
Umwelt beinahe egal, ob man Fleisch/Milchprodukte oder Pflanzen isst. Sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte können schaden. Es
kommt auf den Zusammenhang an, in dem sie hergestellt werden. möglichst
auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten (z.b Tofu,
Fertiggerichte, Tiefkühlware mit ihrem hohen energieaufwand) Fleisch
nicht im Supermarkt kaufen sondern beim Bauer in der Nähe der den Tieren
nur Gras und Heu zu fressen gibt und sie Artgerecht hält ABER auch kein
Obst und Gemüse im Supermarkt kaufen denn das dort zu kaufende ist mit
Pestiziden verseucht was für Umwelt sehr schädlich ist und Tiere tötet
und leiden lässt. daher nur Vegetarier werden bringt nix denn man ist
schon Vegetarier wenn man nur auf Fleisch verzichtet. ökologisch
Nachhaltig ernähren und leben bringt bei weitem mehr denn das schließt
solche Dinge aus. Ohne funktionierende Umwelt überlebt kein Tier/Mensch
daher ist Umweltschutz bei weitem wichtiger.

Frau Wiener hat das mal gut erklärt:

Was mich aber stört, ist die Haltung vieler, die glauben, allein der
Verzicht auf alle tierischen Produkte sei die richtige Antwort. Vegane
Ernährung ist keine Lösung des Grundproblems! So mancher Veganer baut
sich da schlicht eine Parallelwelt auf. Er lässt zwar keine Tiere
melken, schreddern oder schlachten. Aber durch seinen Verzicht
verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der
Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die
Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region. Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der
Fleischproduktion. Natürlich gibt es auch unter Veganern Menschen, die
auf Fertigprodukte und industrielle Lebensmittel verzichten, die sich
biologisch und regional ernähren. Aber auf dem Trendmarkt Veganismus
boomen eben auch all die Kunstprodukte von Seitan-Truthahn bis zum
Soja-Hamburger.


Für Vegetarier/Veganer sterben also nur mehr ANDERE Tiere. Wichtig ist  Naturschutz also Artenschutz (das sind die Tiere die NICHT nachgezüchtet
werden) und da hilft der alleinige Tierprodukteverzicht kein bischen aber eine ökologisch nachhaltige Mischkost. Vegetarisch/Vegan dient also nur zur profilierung der eigenen Persöhnlichkeit als der Umwelt, Tier oder dem Mensch..

Mit einer regionalen, ökologisch nachhaltigen Mischkost fördert man gute
Tierhaltung, Regionale Produkte, ökologisch nachhaltige
Lebensmittelproduktion, Umweltschutz, Artenschutz, Naturschutz. Man
verzichtet auf Supplemente, Pestizide, Chemischer Dünger,
Massentierhaltung, Monokulturen, Artensterben, lange
Transportwege...usw. usf. Veganer ist man bereits wenn man NUR auf tierisches verzichtet somit nicht hilfreich. Man ist auf Pflanzen aus aller Welt angewisen da Deutschland nur 20% Obst und 40% Gemüse produziert gemessen am eigenbedarf. Es macht mehr sinn einer ökologisch nachhaltigen Mischkost nachzugehen als diesem Hipstertrand hinterher zu rennen.


Danke für diesen neutralen Beitrag gefüllt mit Fakten zum Naschen, herrlich

Den Stern bekommst du morgen auch wenn du dir nichts davon kaufen kannst 🤗

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In 30 Jahren, wenn die Menschheit sich verdoppelt hat und es nicht genug Anbauflächen gibt um alle zu ernähren wirst du deinen Kommentar etwa so sehen wie ich. Der Bauer aus der Umgebung ist doch Blödsinn. Es gibt doch keinen Unterschied zwischen all den anderen. Die selben Methoden und die gleiche Menge an Chemikalien. Wichtig ist zumindestens den Fleischkonsum zu verringern. Das Hilft wirklich allen. Bin übrigens kein Veganer😊

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@perry012

In 30 Jahren, wenn die Menschheit sich verdoppelt hat und es nicht genug Anbauflächen gibt um alle zu ernähren wirst du deinen Kommentar etwa so sehen wie ich.

1. in 30 Jahren wird die Menschheit sich nicht verdoppeln sondern auf ca. 10 Milliarden anwachsen danach laut Prognosen geht es abwärts. 2. Es werden schon HEUTE genug Lebensmittel angebaut um 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Die verteilung stimmt nur nicht. das kannst du hier nachlesen:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/studie-zur-lebensmittelindustrie-die-haelfte-aller-nahrungsmittel-landet-im-muell-1.1569461

Der Bauer aus der Umgebung ist doch Blödsinn.

nein FAKT

Es gibt doch keinen Unterschied zwischen all den anderen.

unsinn. nur für ungebildete ohne wissen..

http://www.ardmediathek.de/tv/odysso-Wissen-im-SWR/Wie-viel-kostet-ein-Brot/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=246888&documentId=30729832

Die selben Methoden und die gleiche Menge an Chemikalien.

Demeter, Naturland, besh, Hohenloher Weiderind, Uria.. usw. benutzten KEINE Chemikalien UND haben auch andere Methoden. Informiere dich bevor du solchen müll von dir gibst.

Wichtig ist zumindestens den Fleischkonsum zu verringern.

unwichtig. Deutschland produziert 120% Fleisch gemessen am eigenbedarf und VERKAUFT 50% davon ins Ausland. Wenn DE auf ALLES Fleisch verzichtet wird eben ALLES Fleisch ins Ausland verkauft denn der Export steigt troz allen Verzichtern und wenig essern. Du hast Globalisierung und Import Export nicht verstanden. Der verzicht alleine bringt GARNICHTS...

Das Hilft wirklich allen.

das hilf keinem denn dadurch werden die Haltungsbedingungen nicht besser, dadurch wird nicht weniger Fleisch Produziert, es hilft KEINEM....

du bist also lediglich Opfer der Veganindustrie..

In einem biophysikalischen Simulationsmodell haben sie verschiedene Essgewohnheiten gegenübergestellt und analysiert, welche Ernährungsweise die nachhaltigste ist.

Die vegane Ernährung schnitt nur mittelmäßig ab, da sie zu viele landwirtschaftliche Flächen ungenutzt lässt.


https://www.elementascience.org/articles/10.12952/journal.elementa.000116/

2 drittel der nutzbaren Fläche sind WEIDELAND also kein Ackerland wo man was anpflanzen könnte...

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"Das Problem des Veganismus ist, dass er sich letztlich nur auf Basis einer anthromorphisierenden Ethik rechtfertigen kann."?

Ähm... und die Umweltverschmutzung? der Wasserverbrauch? Die Waldrodung? Das Antibiotika?

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@Jenny524

Ist kein Argument FÜR vegan sondern gegen Fleisch aus "massentierhaltung". Vegan ist Raubbau und massive umweltverschmutzung

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@wickedsick05

Ja Weidenhaltung wird leider nicht so praktiziert... ich denke auch nicht, dass man mit Weidenhaltung alle Menschen mit genügend Fleisch versorgen könnte.

Wo ist vegan denn Raubbau und Umweltverschmutzung?

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@Jenny524

Weidehaltung wird praktiziert und da veganer verzichten und den verzicht predigen statt weidehaltung zu unterstüzen sind Veganer mit schuld dass es massentierhaltung gibt.

Bio-vegan ist Raubbau und damit lassen sich nicht alle Menschen mit genügend Pflanzen versorgen weil der Ertrag um bis zu 80% geringer ist

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Hi, also erstens ist es für viele keine Modeerscheinung, sondern einfach die Einsicht, dass extreme Tierhaltung der Umwelt, den Tieren und überhaupt allen schaden. Zweitens gibt es keine übertriebene Tierliebe, wenn man Liebe zu Tieren hat ist das wunderschön, und je stärker desto besser. Drittens kannst du unsere heutige Zeit nicht mit der Eiszeit vergleichen, ich denke da fallen dir selber viele Gründe ein.

Veganer zu sein ist sehr gut für die Umwelt, weil so den riesigen Tierbetrieben etwas entgegengesetzt wird, die mit der Gülle die Böden verseuchen, mit der Kuhhaltung CO2 und methan in die Luft ausstoßen, die Regenwälder roden um Futter anzubauen und Wasser verbrauchen.

Ausserdem kannst du dir nicht vorstellen wie viel die Tiere leiden müssen, ich habe Berichte gelesen, die brutaler sind als alles was ich bisher gehört habe. ich hoffe du nimmst das zu Herzen und denkst an die Millionen unschuldigen Tiere die grausamst gefoltert und getötet wurden.

VORTEILE

  • Reduzierung der Umweltverschmutzung
  • Reduzierung der Massentierhaltung
  • Reduzierung der Nahrungsmangel in ärmeren Ländern
  • Reduzierung der Waldrodungen
  • Reduzierung der übermäßigen Wasserverschwendung
  • Reduzierung der Antibiotika, die du durch die Nahrung aufnimmst
  • Automatische, bewusstere Ernährungsweise (nicht zwingend)

NACHTEILE

  • du wirst dauernd kritisiert
  • du musst Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, da es nicht natürlich ist
  • Restaurantbesuche gestalten sich (wenn du nicht in einer Stadt lebst) schwierig

PS: Nein, ich bin nicht vegan.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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