Kann mir jemand eine Lektüre empfehlen über Steuern als Vermieter?

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3 Antworten

Also grundsätzlich kannst du alles Ansetzten was in dem Zusammenhang mit den Einnahmen steht.

Hierbei unterscheidet man Anschaffungskosten und Erhaltungsaufwand.

Anschaffungskosten sind z.B. der Kaufpreis, Eintragung ins Grundbuch, Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Maklerprovisionen...Diese kannst du mit der Abschreibung über die Jahre verteilen. Der Abschreibungssatz beträgt 2 %, d.h. du rechnest alles zusammen und nimmst dies mal 2 % - dies ist dann deine jährliche Abschreibung die du in der Steuererklärung ansetzen kannst.

Erhaltungsaufwendungen sind Werbungskosten, d.h. Aufwendungen die du zur Sicherung und Erhaltung der Einnahmen aufwendest. Dies können Reparaturen, Werkzeuge, Hausmeisterdienste, Anschlusskosten, Steuerberatungskosten, Finanzierungskosten wie beispielsweise Schuldzinsen, Disagios oder Damnum im Rahmen der Finanzierung, Fachliteratur, Werbekosten (Anzeigen, etc.), Wohngelder, Grundsteuer, Gebäudereinigung, Heizkosten, Schornsteinfegergebühren, Kontoführungsgebühren, Modernisierungs- und Erhaltungsaufwand, Müll- und Abfallentsorgung, Versicherungen etc. sein. Die Erhaltungsaufwendundungen mußt du nicht verteilen, kannst sie also in dem Jahr abziehen in den sie angefallen sind.

Bei Vermietung und Verpachtung nimmt man grundsätzlich alles was man als Einnahmen hat, also Miete+Nebenkostenvorauszahlungen, und zieht davon die Werbungskosten mit der Abschreibung ab.

Ich kann dir nur raten, das erste Jahr von einam Steuerberater machen zu lassen, kostet zwar ein bischen - aber die Steuerberatergebühren die auf die Vermietung entfallen kann man wieder als Werbungskosten ansetzen - dafür hast du dann (meistens ;) ) eine richtige Grundlage für die jährliche Abschreibung und schon mal einen Überblick was du alles Ansetzten kannst.

Ich hoffe ich habe das ganze einigermaßen verständlich runtergebrochen :)

mausespitz 25.06.2011, 12:32

Mir geht es als Beratungsstellenleiter auch nicht anders. Brauche auch mindestens 2 h für eine erst Beratung, da erst sich im Gespräch herausstellt was eigendlich die persönlichen Verhältnisse sind. Wer unter dem berät kann nicht alles in Betracht ziehen und hat garantiert die Hälfte vergessen.

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LottyKarotti 08.11.2011, 10:20

Hallo, ich habe in diesem Zusammenhang zwei kleine Fragen:

  1. Über wieviel Jahre kann ich die Anschaffungskosten abschreiben?
  2. Könnte ich auch zur Umsatzsteuer optieren? Da das Haus recht alt ist, muss es erst saniert werden. Aber soviel ich weiß, ist man an diese Entscheidung dann wohl lange gebunden, falls es überhaupt geht.

Danke schon einmal für die Antwort.

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psycho24 13.04.2012, 11:24

Anschaffungskosten sind z.B. der Kaufpreis,...

Vom Kaufpreis ist allerdings der anteilige Grundstückswert abzuziehen!

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Hallo Misus,

schreibe dir in den Buchdeckel: Wären mir die Kosten entstanden, wenn ich NICHT vermieten würde? Das ALLES ist dann vom Grundsatz her abzugsfähig... (Bei 3 Wohnungen sogar der PC-, Drucker-, Tinte- und Papierkauf; Telefonkosten... )

Ich würde mir daneben einen Lohnsteuerhilfeverein suchen, den du anrufst und fragst, ob die sich in Vermietung auskennen. Mache die ERSTE Erklärung mit der Vermietung mit deren Hilfe. Da muss eine Abschreibung berechnet werden, die dir für die nächsten 50 Jahre auch Schaden anrichten kann. Ist die "Afa" schlecht berechnet, hast du Jahr für Jahr zu wenig Werbungskosten. Ein Lohnsteuerhilfeverein ist eine günstige Alternative zum Steuerberater und die Berater kennen sich in der Regel im Arbeitnehmerbereich besser aus, weil sie den ganzen Tag nichts anders machen. Du solltest dir auf jeden Fall eine Vollzeitberatungsstelle suchen, weil die das nicht neben ihrem eigentlichen Beruf machen, sondern die machen den ganzen Tag nichts anderes als Steuererklärungen. Lange Wartezeiten in der Hochsaison sind bei uns Lohnsteuerhilfevereinen im Übrigen ein gutes Indiz, dass der Berater gut ist! Versendet der Verein authentifiziert (das Wort bitte benutzen), so muss dir ein Doppel der Erklärung ausgehändigt werden, wo du ab dem zweiten Jahr abschreiben kannst. Frage, wie lange eine Erstberatung dauert! Ich brauche für eine Erstberatung z.B. 2 Stunden! Da wird zuerst zusammen die Erklärung gemacht und dann BERATEN! Ich bin der Meinung, viel kürzer darf es nicht sein!

mausespitz 25.06.2011, 12:33

Mir geht es als Beratungsstellenleiter auch nicht anders. Brauche auch mindestens 2 h für eine erst Beratung, da erst sich im Gespräch herausstellt was eigendlich die persönlichen Verhältnisse sind. Wer unter dem berät kann nicht alles in Betracht ziehen und hat garantiert die Hälfte vergessen.

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