Kann mir jemand eine einleuchtende Begründung nennen, warum zum Beispiel Butterflymesser und Totschläger in Deutschland illegal sind?

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15 Antworten

Ich wunder mich immer: Macht der Verbotsgrund: "Das wurde ja als Waffe hergestellt" wirklich Sinn in den Köpfen der meisten hier?

Gab es nur ein Opfer, das mit einem Küchenmesser getötet wurde, dass sich gedacht hat "wenigsten hat man mich nicht mit nem Butterflymesser umgebracht"?`

Solche Verbote wurden gemacht, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern, zu mehr sind die nicht da. Es gibt keinen echten Sicherheitsgewinn durch irgendwelche Waffenverbote, speziell nicht für Butterflys, Schlagringe, Totschläger etc., man findet ja alternativen oder beschafft sich das Zeug illegal, aber soweit denken die meisten nicht (was ja offensichtlich ist).

Stattdessen werden dann Waffen zu mystischen Dingern, die irgendwie besonders tödlich sind, weil sie als Waffe konzipiert wurden. (Balisongs sind ursprünglich Fischermesser, aber ja, das interessiert halt keinen)

Die Frage lautete, wieso diese Dinger verboten sind.

Dass man hinsichtlich allerlei Gesetze durchaus auch mal anderer Meinung sein kann, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Einige Dinge im §42a finde ich zB unsinnig, wie auch die Liste verbotener Waffen Dinge aufzählt, die ich ersatzlos streichen würde. Das ist aber eine andere Sache, darum geht es hier ja nicht.

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@ettchen

"Die Frage lautete, wieso diese Dinger verboten sind."

Jap und darauf antwortete ich:

"Solche Verbote wurden gemacht, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern, zu mehr sind die nicht da. Es gibt keinen echten Sicherheitsgewinn durch irgendwelche Waffenverbote, speziell nicht für Butterflys, Schlagringe, Totschläger etc., man findet ja alternativen oder beschafft sich das Zeug illegal, aber soweit denken die meisten nicht (was ja offensichtlich ist)."

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Jetzt Speziell auf die Waffen die du nennst ist zb. beim Butterfly die Sehr schnelle Einsatzbereitschaft des Messers eine Gefahr das selbe gilt auch für Springmesser, das bereit halten einer Waffe erhöht die Gefahr die von ihr ausgeht.

Beim Totschläger müsstes du kurz erläutern was du damit genau meinst, im Volksmund wird ja auch ein normaler Schlagstock zum Totschläger deklariert. Der Historische Totschläger hat eine Feder und nutzt beim Schlag die Schwungkraft der Feder wodurch die Schlagkraft stark erhöht wird und auch zur Tötung benutzt wird bzw wurde. Bevor man Tiere mit einem Bolzenschussgerät getötet hat wurden solche Totschläger eingesetzt.

Wenn du aber Schlagstöcke meinst dann sind diese Legal darfst diese nur ohne Waffenschein nicht in der Öffentlichkeit mitführen. (Ausnahme sind alle Schwungschlagwaffen)

Ich meinte schon die richtigen Totschläger. Danke für die Infos.

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zb. beim Butterfly die Sehr schnelle Einsatzbereitschaft des Messers eine Gefahr

Quatsch, jedes moderne Einhandmesser und alle feststehenden Messer sind schneller einsatzbereit als ein Butterfly.

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Bei den aufgeführten Gegenständen handelt es sich definitiv nur um Waffen, von daher ist gut das sie Verboten sind.

Nun kann man aber nicht alle Gegenstände die auch als Waffe taugen verbieten.

Wollte man so vorgehen dürfte man noch nichtmal einen Spaten besitzen. Das wäre ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, denn man kann damit auch Schützengräben ausheben. Nur um es mal etwas überspitzt auszudrücken.

Nur seltsam dass man die meisten Waffen, Schwerter, Speere, Streitäxte usw besitzen darf. Mit Genehmigung sogar scharfe Schusswaffen. Nur die sooooo gefährlichen Butterfly nicht.

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Die Antwort ist ganz einfach, der deutsche Michl liest zu viel BLÖD-Zeitung und fühlt sich nicht sicher auf den Strassen,
also erwartet er von der Regierung daß sie irgend etwas zu seinem Schutz unternimmt.
Die Regierung hat gemacht was sie immer macht, sie verbietet irgendwas und behauptet hinterher sie hätte die Welt gerettet.
Das geht einfach, kostet fast nichts und verärgert nur ein paar Spinner die gern mit Messern spielen.
Gleiches Prinzip wie in den siebziger Jahren mit den Nunchackos. Das läuft so auch in anderen Fällen, nur ein Beispiel:
Umweltzonen. Erwiesenermaßen keine Wirkung .. aber: Wir haben die Umwelt gerettet ;-(

Totschläger und Butterfly sind Waffen, sie wurden speziell zu diesem zweck hergestellt. Daher sind sie im Gegensatz zum Eisenrohr verboten. Das Eisenrohr wurde nämlich als Wasserrohr hergestellt. Wasserrohre sind eine ziemlich sinnvolle Sache. Es wäre Blödsinn, das zu verbieten. Allerdings ist es verboten, ein Stück Wasserleitung heruntutragen, um jemanden damit auf den Kopf zu schlagen.

Ein als Waffe konzipierter Gegenstand ist und bleibt eben immer eine Waffe. Ein anderer Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens kann nur durch den entsprechenden Gebrauch vorübergehend zu einer Waffe werden.

Oops. Ich entschuldige mich für die Typos.

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Blöd nur dass das Butterfly* ein Philippinisches Fischermesser ist und die Begründung damit Hanebüchen ist.

*(Heißt eigentlich Balisong.)

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@GoimgarDE

Da hierzulande jedoch keine philippinischen Fischer unterwegs sind und Angler üblicherweise auf festem Boden stehen und daher ein derart konstruiertes Messer nicht benötigen, kommt das Balisong bei uns fast ausschließlich als in den Filipino Martial Arts verwendete Waffe in Betracht. Ich kann mir keinen sinnvollen Einsatz als Werkzeug vorstellen. Und ich habe zahlreiche "Werkzeuge", darunter durchaus auch Klingen, welche ein deutlich höheres "Waffenpotential" besitzen als ein Balisong. Aber es sind definitionsgemäß Werkzeuge und ich nutze sie auch als solche.

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Da gibt es keine guten Gründe.

Du wirst im Leben noch oft darauf stoßen, dass von der Politik falsche Entscheidungen getroffen werden, nur weil die Lobby oder der Wähler es eben so will.

Studien zeigen, dass solche Verbote niemals irgendwelche Gewaltraten senken oder deswegen weniger Menschen zu Schaden kommen.

Alle Studien, selbst die der Regierung zeigen auch, dass die Vorratsdatenspeicherung nur Geld kostet, die Wirtschaft belastet und KEINEN Gewinn für die Sicherheit bringt. Trotzdem haben wir sie jetzt wieder.

Studien haben gezeigt, dass der Untergrund für das "Endlager Gorleben" total ungeeignet ist. Da ist nichts dicht. Trotzdem "wird da wieter ergebnisoffen diskutiert". Wenn es in Deutschland einen geologisch geeigneten Ort für Atommüll gibt, dann in Bayern oder Baden-Württemberg. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass auch dort eins gebaut wird, dürfte gegen Null gehen.

Ist immer so. Da kommen Sachverstädnige und Wissenschafter, werden angehört und dann macht die Politik das Gegenteil.

Traurig aber wahr.

Einfach aus Erfahrungen in der Vergangenheit. Wenn jeder sein Butterflymesser nur zum Brote schmieren und den Totschläger zum Ziegelstein bearbeiten benutzt hätte, wären die heute noch erlaubt. In Verhältnis dazu sind Gewalttaten mit Eisenstangen seltener. Wenn jetzt plötzlich jeder mit einer Eisenstange angegriffen wird, wären die auch ganz schnell im freien Handel verboten. 

Der Besitz der meisten Waffen sind in Deutschland ab der Volljährigkeit erlaubt, und selbst das Mitführen bedarf lediglich eines berechtigten Interesses. Selbst scharfe Katanas fallen darunter.

Bestimmte Waffen, wie auch das Butterfly-Messer, sind vor allem aufgruind ihrer Popularität bei kriminellen Banden verboten worden. 

P.S. Ich würde so manchem Antwortgeber empfehlen, sich hier erst kundig zu machen. Gerade beim Thema Waffenbesitz ist ein gefährliches Maß an Mythen und Halbwissen im Umlauf.

geschärfte Katanas fallen unter das Waffengesetz und dürfen nicht geführt werden!

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@BradleyBiggle

...es sei denn, dass ein berechtigtes Interesse vorliegt.

Natürlich fallen sie unter das Waffengesetz, und für das Mitführen ist die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen erforderlich. Das heißt aber nicht, dass es ausnahmslos verboten ist.

Bitte geh noch mal die entsprechenden Gesetze durch.

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@BradleyBiggle

Ich denke mal, dass Purphoros damit meint, dass man scharfe Katana zB auf dem Weg zum Training mitführen darf.  Wo man dann bei einem nicht öffentlichen Iaido-Training damit üben darf, sofern das Dojo kein Shinken-Verbot ausgesprochen hat. Bei einer öffentlichen Veranstaltung hingegen, etwa einer Vorführung, muss das Shinken (scharfes Katana) zu Hause bleiben.

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@ettchen

https://www.bka.de/nn\_196106/DE/ThemenABisZ/HaeufigGestellteFragenFAQ/Waffenrecht/waffenrechtFrage03.html

Auszug:

"Die nachfolgenden Fotos zeigen exemplarisch Hieb- und Stoßwaffen, die dem Führverbot unterliegen. [...]

Das Waffengesetz lässt aber eine entscheidende Ausnahme im Sinne des legalen Führens zu. Bei einem berechtigten Interesse greift das Verbot nicht. Das Waffengesetz nennt hierfür beispielhaft: Berufsausübung, Brauchtumspflege, Sport oder einen allgemein anerkannten Zweck. Die Aufzählung ist nicht abschließend, so dass jeder sozialadäquate Gebrauch von Messern weiter möglich ist. Kein berechtigtes Interesse ist es nach der Gesetzesintention dagegen, ein Messer zu Verteidigungszwecken mit sich zu führen."

Ich möchte mal sehehn, wie man beispielsweise Schnittdemonstrationen ohne scharfe Schwerter vorführen will. Wie gesagt, von entscheidender Bedeutung ist das berechtigte Interesse.

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@Purphoros

Dazu ist noch anzumerken, dass für öffentliche Veranstaltungen verschärfte Regeln gelten, und auch unterschiedliche Regeln für Darsteller und Besucher existieren.

Man sollte grundsätzlich vorher gründlich recherchieren oder sogar anwaltlichen Rat einholen, wenn man mit einer Waffe das Haus verlassen möchte.

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@Purphoros

Für Schnittvorführungen darf man die scharfen Waffen natürlich transportieren, in einer verschlossenen Tasche oder Koffer. Führen heißt in der Öffentlichkeit Sichtbar tragen - das ist ausnahmslos verboten! 

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Man darf auf keinen Fall eine Waffe auf dem Weg zum Training (mit) führen sondern muss sie "transportieren". Sinnloses Geplapper hier von Leuten die nicht einmal die Begriffe auseinanderhalten können.

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@ES1956

Auch dir, mitführen und führen sind nicht das selbe.

Vielleicht möchtest du die genauen Definitionen mit Nachweis posten, bevor du etwas als sinnloses Geplapper bezeichnest.

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@ES1956

Und welche Definition verwendet man für Worte, die im betreffenden Gesetz nicht definiert sind? Eben, die ganz normale, wie sie im Duden steht. Ich muss dir doch nicht erklären, wie Sprache funktionieret, oder?

Zugegeben, der Begriff, der im WaffG verwndet wird, ist Transport, aber "mitführen" ist eine adäquate Beschreibung und ein Wort aus der deutschen Sprache. Das selbe gilt für Begriffe wie "dabei haben", oder "rumschleppen". Keinen dieser Begriffe habe ich "erfunden".

Also, bitte etwas mehr gesunden Menschenverstand beim Lesen meiner Texte benutzen. Ettchen zum Beispiel hat es auf Anhieb kapiert.

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@Purphoros

Eine Sache fällt mir gerade auf, bei der ich mir jetzt nicht mehr ganz sicher bin...

Lag ich richtig, und man braucht für den Transport ein berechtigtes Interesse, die Waffe am Zielort zu führen? Oder könnte man etwa ständig mit einem (gut verschlossenen) Arsenal im Kofferraum rumfahren?

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Diese Dinge sind deshalb verboten, weil sie ausschließlich als Mittel zur Begehung von Körperverletzungen oder gar Schlimmerem benutzt wurden.

Das Balisong mag ja im Ursprungsland ein Werkzeug sein, eben eine Art des einhändig zu öffnenden und zu schließenden Messers, das für bestimmte Arbeiter praktisch ist, aber bei uns wurde es nur von Straftätern benutzt. Um für mehr Sicherheit zu sorgen, wurde es bei uns verboten.

Man darf aber zu beruflichem Einsatz, etwa als Feuerwehrmann oder Rettungsassistent, durchaus andere Einhandmesser (die "eigentlich" ja auch nicht erlaubt sind) beim Einsatz führen und benutzen, denn da sind sie sinnvoll.

Diese Dinge sind deshalb verboten, weil sie ausschließlich als Mittel zur Begehung von Körperverletzungen oder gar Schlimmerem benutzt wurden.

Hast du dafür Beweise oder hast du das aus der Presseerklärung der Bundesregierung übernommen?

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mächtige menschen meinen, daß die verletzungsgefahr mit diesen dingen zu groß ist.

ob deren meinung nun richtig ist, sei dahingestellt.

Hallo

da geht es schlicht darum das du solche Waffen nicht benötigst um in Deutschland in Frieden zu leben. Wir leben nicht in Amerika wo das Motto "Nur mehr Waffen schützen mich vor Waffen" noch immer im Umlauf ist. 

Du brauchst ein Butterfly nicht zum:

- Karotten schneiden

- Kartoffeln schälen

- Fisch ausnehmen

Klar könnte man nun Argumentieren das eine Mistgabel gefährlicher ist als ein Butterfly, die Mistgabel erfüllt aber eine Sinnvolle Aufgabe. Auch könnte man sagen ein Besenstiel ist gefährlicher als ein Teleskopschläger, aber auch der Besenstiel erfüllt einen Sinnvollen Zweck. 

Butterfly und Totschläger sind nur als Waffen konzipiert und verbreitet. Ich selbst bin in der Hema (Historisch europäische Material Arts) unterwegs, ich weiß mit Schwertern und Messern umzugehen darf aber auch keine geschärften Schwerter in der Öffentlichkeit führen. Das finde ich in Ordnung da ich weis was solche in den falschen Händen anrichten können. 

°LG

Was hältst du dann davon den Besitz von Schwertern zur Straftat zu erklären, man braucht sie ja nicht um Karotten zu schneiden.

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@ES1956

Dann müsste ich mich daran halten. Für meinen Sport wäre das kein Problem da mit scharfen Schwerten niemand der normal im Kopf ist kämpft. 

Wir nutzen Polypropylen (Plastik im weitesten Sinne), Holz oder stumpfe Stahlschwerter mit sehr guter Sicherheitsausrüstung (Fechtmasken etc)

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@Galgenvogel1993

Was? Es wurde direkt das Thema scharfe Schwerter angesprochen, darauf bin ich eingegangen. Nicht mehr nicht weniger. 

Wenn du meine Meinung zu Butterfly Messern hören möchtest:

Sie sind unnötig, unpraktisch, das öffnen dauert zu lange (in einer fiktiven Kampfsituation), zudem sind sie instabil und halten keine harte Belastung aus. Haben wir vor ein paar Wochen erst ausprobiert (mit Training Waffen)

Das öffnen kann cool aussehen, das waren aber auch schon die Vorteile. 

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@BradleyBiggle

zudem sind sie instabil und halten keine harte Belastung aus.

Oh, es gibt durchaus sehr hochwertige und stabile Balisongs. 

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@Tuehpi

Nein gibt es eben nicht, die Funktionsweise des Mechanismus macht es unstabil. Das ist einfache Physik... der Schwachpunkt ist halt genau da wo er nicht sein sollte bei einem Messer. 

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Politik.Ganz einfach. 

Die Wähler schrien nach Verschärfung des Waffenrechts. Und das haben sie bekommen. Ob das nun Sinn macht oder nicht.

Das Tragen selbsgemachter Waffen ist ja auch verboten.

Dann lass ich die rostigen Nägel eben weg. Dann ist es eine handelsübliche Eisenstange. 

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@liliho

Da brauchst du aber auch eine plausible Erklärung, warum du sie mit dir führst. Auch die kann dir als Waffe ausgelegt werden, wenn du nicht gerade ein Schlosser auf dem Weg zur Baustelle bist oder so.

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@Aleqasina

Als Waffe gilt laut Gesetz (vereinfacht) ein Gegenstand, dessen primärer Gestaltungszweck der Gebrauch als Waffe ist.

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@Purphoros

§  1 WaffG

Waffen sind

[...]

2. tragbare Gegenstände,

[...]

b) die, ohne dazu bestimmt zu
sein, insbesondere wegen ihrer

Beschaffenheit, Handhabung oder
Wirkungsweise geeignet sind, die

Angriffs- oder Abwehrfähigkeit
von Menschen zu beseitigen oder

herabzusetzen,[...]

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@Purphoros

Argl... Sollte heißen "deren primärer Gestaltungs- bzw. Mitführungszweck der Gebrauch als Waffe ist."

Notiz an mich selbst: Korrekturlesen ist sinnvoll...

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@Aleqasina

Wie gesagt, es war vereinfacht, um den "Alles ist verboten und für fast alles gibt es Ausnahmen"-Wahnsinn des WaffG in einen kurzen Satz zu fassen.

Dein Zitat ist so aber natürlich korrekt.

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@Aleqasina

Dann ist ja so gut wie alles eine Waffe. Vom PC-Bildschirm bis zum Schminkköfferchen.

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Aleqasina hat den wichtigsten Teil des Punktes 2 b) leider weggelassen. Der Satz endet "und die in diesem Gesetz genannt werden".

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Das würde man wohl auch als Totschläger interpretieren.

Ein Butterfly läßt sich mit einem ruck, also einer Hand aufklappen, weshalb es verboten wurde. Ein normales Klappbesser benötig zum öffnen in der Regel 2 Hände, weshalb dieses nicht so schnell einsetzbar ist.

Und das Küchenmesser, dass ich in einer selbsgebastelten Scheide an meinem Gürtel trage, braucht nichtmal einen Ruck. Kann mir keiner vorschreiben, wie ich meinen neuesten "Einkauf" aus dem Baumarkt zu transportieren habe.

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@liliho

Glaubst du? Das würde ich anders sehen, würdest du das wie beschrieben machen, hättest du bei der ersten Polizeikontrolle ziemliche Probleme. So ist der besitz eines Teleskopschlagstockes zwar erlaubt, das öffentliche tragen zum scheinbaren einsatz der Selbstverteidigung allerdings nicht. Wenn du diesen aber in der Tüte transportiert, um mit dieser Waffe zu deinem offoziellem Schlagstocktrainig auf Dummys zu gehen, gäbe es vermutlich keine Probleme.

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@slos8

So ist es, slos8. Einmal die Woche gehe ich zB mit einem Tonfa in der Tasche zum Training. Würde ich damit Einkaufen gehen oder ins Konzert, wären binnen kürzester die Cops da um mich und die gefährliche Waffe einzukassieren. Aber zum Training (wo übrigens etliche Cops mittrainieren, hihihi) kann ich das Ding selbstverständlich mit mir rumschleppen.

Es kommt bei den nicht direkt verbotenen Waffen eben immer auf die Umstände an. "Sozial adäquater Gebrauch" nennt man das, glaube ich.

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Waffe = ein objektiv gefährlicher Gegenstand, der zur Gewaltanwendung mitgeführt wird. Also auch die Eisenstange

Diese Definition findet sich nirgends im Gesetz.

Eine Waffe ist grob gesagt ein Gegenstand, der mit dem Ziel hergestellt wurde, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit eines Menschen herabzusetzen. Damit "seinem Wesen nach dazu bestimmt ist".

Ein Baseballschläger aus Holz ist ein Sportgerät. Ein dünnerer und leichter Schlagstock aus Holz eine Waffe. Den Baseballschlager darf man dabei haben, den Schlagstock nicht.

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Steht in den Lehrbüchern und wird in Juravorlesungen als offizielle Definition benutzt.

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@nuffin96

Richtig. Es genügt eben nicht, einfach nur einen Gesetzestext zu lesen. Man muß auch wissen, welche Bedeutung die Juristen den einzelnen Begriffen geben. Dies muß nicht unbedingt auch dieselbe Bedeutung wie im täglichen Sprachgebrauch des "Normalbürgers" sein. Daher fällt es Laien oft schwer, einen Gesetzestext auch richtig zu verstehen.

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