Kann mir jemand ein Beispiel für den Begriff ''klassenlose Gesellschaft'' geben?

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3 Antworten

Sowas gab es sehr selten und noch nie auf größerer Ebene. Die Pariser Kommune von 1871 war weitgehend klassenlos. Die Stammesgesellschaften, wie z.B. damals die Indianerstämme vor der Kolonialisierung, waren klassenlos. Im Kommunismus soll es einfach keine ökonomischen und sozialen Unterschiede zwischen Menschen geben, das bedeutet, dass keiner in übermäßigem (materiellen) Luxus lebt, während der andere vor sich hinhungert und das Privateigentum, also die entscheidende Bedingung zur Produktion und Distribution von Waren, abgeschafft bzw. Kollektiveigentum wird.

Vielleicht wird es deutlicher, wenn ich die Klassengesellschaften als Beispiel anführe. Wir hatten in der Antike Patrizier und Plebejer und Sklavenhalter und Sklaven. Im Feudalismus hatten wir Leibherren und Leibeigene. Kurz: Unterdrücker und Unterdrückte. Heute haben wir die Bourgeoisie bzw. die KapitalistInnen, die das Eigentum an den Produktionsmitteln besitzen, und die ProletarierInnen bzw. die ArbeiterInnen, die für Lohn ihre Arbeitskraft verkaufen und die Produktionsmittel nutzen, aber eben nicht für sich, sondern für die Bourgeoisie produzieren. Mit der proletarischen Revolution soll, so Marx, jeder zum/zur ArbeiterIn werden, sodass "Arbeiter sein" keine Klasseneigenschaft mehr ist und Klassen damit aufgelöst sind. Der Kommunismus ist eine Gesellschaftsform, welche nicht mehr zum Vorteil einiger Menschen ist, sondern in welcher alle Menschen gleich an dessen Fortbestand profitieren.

wenn alle gleich sind und sich nicht durch einkommen, rang etc unterscheiden

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