Kann mir jemand ein Beispiel für den Begriff ''klassenlose Gesellschaft'' geben?

3 Antworten

Sowas gab es sehr selten und noch nie auf größerer Ebene. Die Pariser Kommune von 1871 war weitgehend klassenlos. Die Stammesgesellschaften, wie z.B. damals die Indianerstämme vor der Kolonialisierung, waren klassenlos. Im Kommunismus soll es einfach keine ökonomischen und sozialen Unterschiede zwischen Menschen geben, das bedeutet, dass keiner in übermäßigem (materiellen) Luxus lebt, während der andere vor sich hinhungert und das Privateigentum, also die entscheidende Bedingung zur Produktion und Distribution von Waren, abgeschafft bzw. Kollektiveigentum wird.

Vielleicht wird es deutlicher, wenn ich die Klassengesellschaften als Beispiel anführe. Wir hatten in der Antike Patrizier und Plebejer und Sklavenhalter und Sklaven. Im Feudalismus hatten wir Leibherren und Leibeigene. Kurz: Unterdrücker und Unterdrückte. Heute haben wir die Bourgeoisie bzw. die KapitalistInnen, die das Eigentum an den Produktionsmitteln besitzen, und die ProletarierInnen bzw. die ArbeiterInnen, die für Lohn ihre Arbeitskraft verkaufen und die Produktionsmittel nutzen, aber eben nicht für sich, sondern für die Bourgeoisie produzieren. Mit der proletarischen Revolution soll, so Marx, jeder zum/zur ArbeiterIn werden, sodass "Arbeiter sein" keine Klasseneigenschaft mehr ist und Klassen damit aufgelöst sind. Der Kommunismus ist eine Gesellschaftsform, welche nicht mehr zum Vorteil einiger Menschen ist, sondern in welcher alle Menschen gleich an dessen Fortbestand profitieren.

wenn alle gleich sind und sich nicht durch einkommen, rang etc unterscheiden

Was sind die grundlegenden Thesen der Religionskritik von Karl Marx?

Hallo,

aufgrund eines anstehenden Referats über Karl Marx und seine Haltung zur Religion (Leitfrage: Sind Religionen das Opium des Volkes?) bin ich auf der Suche nach seinen grundlegendsten Thesen seiner Religionskritik. Da ich auf den unzähligen Webseiten aber immer verschiedenes lese, wollte ich nun einmal fragen, ob jemand die grundlegendsten Thesen oder gute Webseiten kennt?

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Warum war Hitler gegen den Marxismus, wenn er trotzdem ähnliche Interessen hatte?

Hallo! Ich beschäftige mich momentan mit dem Nationalsozialismus im 20. Jahrhundert und ich habe eine Frage, da mich Hitlers Haltung etwas verwirrt Die Nazis hatten ja zu ihrer Zeit eine antimarxistische Ausrichtung. Diese prognostiziert eine klassenlose Gesellschaft. Aber Hitler wollte doch mit seiner ''Volksgemeinschaft'' auch eine klassenlose Gesellschaft, in der beispielsweise Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichberechtigt sind, oder nicht? Widerspricht sich da nicht etwas?

Also es würde mich nicht wundern, in der NS- Zeit gab es viele Widersprüche, aber vielleicht habe ich hier etwas falsch verstanden und es ist völlig offensichtlich. Es ist aber schon später Abend und ich bin nicht mehr sehr konzentriert. Ich freue mich über jede Antwort.

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Hey:) Kann mir jemand sagen was mit dem Begriff "Akkumulation" bzw. "Überakkumulation" gemeint ist?

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Warum versucht unsere Gesellschaft alles als rassistisch zu betiteln?

Warum ist das so?

Da erinnere ich mich an diesen H&M "Skandal" mit dem Pullover "Coolest Monkey In The Jungle", der von einem dunkelhäutigen Jungen getragen wurde. Warum wird sowas so hochgeschaukelt? Weil es Menschen gibt, die dunkelhäutige Menschen als Affen bezeichnen? Also ich assoziiere den Begriff "Affe" mit dem Tier und nicht mit einem dunkelhäutigen Menschen. Daher verstehe ich nicht, warum es so hochgeschaukelt wird. Das bedeutet für mich, dass es wohl sehr viele Menschen gibt, die eine Verbindung zwischen Affe und dunkelhäutigen Menschen sehen - was ja dann eigentlich der Skandal sein sollte und nicht der Pullover und der Junge. 

Als anderes Beispiel könnte ich den Begriff ""Ne ger" nennen. Der Begriff bezeichnet lediglich eine Person mit dunkler Hautfarbe und hat absolut nichts mit Rassismus zu tun. Es gibt Menschen, die eine Person als "Ne ger" beleidigen, was nicht heißt, dass dieser Begriff direkt eine Beleidigung ist. Zu meiner Kindheit hießen "Schokoküsse" noch "Negerküsse" und keiner von uns hat dies mit einer dunkelhäutigen Person assoziiert oder gar als rassistisch empfunden. Es war schlichtweg eine Süßigkeit.

Wenn man danach gehen würde, dürfte man den Begriff "Affe" auch nicht mehr benutzen, da es Menschen gibt, die diesen als Beleidigung von dunkelhäutigen Menschen missbrauchen. Letztendlich geben die Menschen, die sich ja so sehr gegen Rassismus aussprechen, den ganzen Begriffen eine rassistische Bedeutung und bewirken das, was sie ja eigentlich nicht möchten. Ist das denn nicht schon Doppelmoral?

Was ich auch sehr oft beobachten konnte: Jemand lehnt eine gewisse Religion ab und es wird mit Rassismus verbunden. Warum gibt es Menschen, die einen Glauben mit Rassismus assoziieren? Seit wann ist Religion eine Rasse? Jeder Mensch kann jeden Glauben annehmen - ändert sich dann direkt die eigene Herkunft dadurch? Nimmt man dadurch eine andere "Rasse" an? Nein, tut man nicht.

Wenn wir in einer Zeit leben, wo bereits die Frage nach der Herkunft einer Person als rassistisch empfunden wird, dann sollte man sich darüber mal Gedanken machen. Inzwischen ist ja sogar Milch rassistisch. Kann man diesen ganzen Rassismus-Wahn überhaupt noch ernst nehmen? Das ist für mich ein Armutszeugnis für unsere heutige Gesellschaft.

P.S: Liebes gutefrage-Team, der Begriff "Ne ger" ist weder vulgär noch beleidigend und wurde auch nicht benutzt, um jemanden damit anzugreifen.

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Marx Thesen korrekt? Fragen zum 'Manifest der Kommunistischen Partei'?

Hallo, ich erarbeite mir momentan für die Schule als Hausarbeit mithilfe des 'Manifest der Kommunistischen Partei' Kapitel 3 (zum Nachlesen: http://gutenberg.spiegel.de/buch/manifest-der-kommunistischen-partei-4975/3 ) einige Kernpunkte der Marx'schen Position zur damaligen Zeit für den Geschichtsunterricht.

Dabei sind einige Fragen entstanden und ich habe einige Aussagen aus dem Text herausgelesen, von denen ich mir unsicher bin ob sie so tatsächlich stimmen. Da ich nicht direkt zu meinem Lehrer rennen will wollte ich euch einfach mal meine Fragen und unsicheren Thesen darlegen, in der Hoffnung das einige von euch mir helfen können:

1) Gibt es einen Unterschied zwischen Produktivkräften und Arbeitern/Proletariat? Nein oder, Produktivkräfte verkaufen ebenso ihre Arbeitskraft (ist denen ihre Arbeitskraft produktiver?) daher sind das 2 Worte für 1 'Sache' sprich Produktivkräfte setzen den Proletariat zusammen. Oder?

2) Die Kapitalisten (auch Bourgeoisie (B.) genannt) und die Proletarier sind gespalten aufgrund von einem Gegenstand (meint das das Kapital als spaltende Macht? -> Achtung, diese Antwort liegt ja auf der Hand doch ich habe Angst es könnte eine Fangfrage sein)

3) Mit welcher Legitimation herrscht die Bourgeoisie über die Proletarier? Ist das Kapital die Legitimation oder die Arbeitsverhältnisse (zb die Fabriken der B. während das Proletariat nur Arbeitskraft hat) oder greift Marx noch eine andere legitimation der 'Herrschaft' der B. auf (selbstverständlich ist mir klar das Marx diese Argumente der legitimation später entmachtet doch er analysiert ja zunächst und ich suche nach dem Ergebnis dieser Analyse, --> warum herrscht die B. über das Proletariat?)

4: Ist diese Aussage richtig: In den Zeiten des 19 Jhd. sah Marx im Gegensatz zu den meisten liberal/nationalistisch/republikanischen Bewegungen nicht die Positiven Herrscher (sprich Fürsten, Könige usw.) als Feind sondern die Kapitalistischen Mächte die durch Geld unterdrückten. Er hielt die B. für weitaus mächtiger als jegliche Fürsten und Herrscher. (Oder habe ich da einen Denkfehler und die B = Fürsten & Herrscher?)

PS: Nein: Ich bitte euch hier nicht meine Hausaufgaben zu machen, wie ihr seht habe ich mir selbst einige Gedanken gemacht, außerdem könnte ich auch jederzeit meinen Lehrer fragen - ich würde nur gerne eine perfekte Arbeit abliefern und bin aufgrund der Sprache und der Dichte an Argumenten in dem Kapitel leicht verwirrt bzw. habe angst das wesentliche zu verlieren - ich hoffe einige Leser des Buches unter euch die sich besser mit Marx auskennen als ich können mir weiterhelfen.

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