Kann mir jemand die Urknall und die Schöpfungstheorie kurz und einfach erklären?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Elzea,

der Betriff "Schöpfungstheorie" ist mir schon öfter untergekommen - er scheint eine "Wortschöpfung" zu sein ohne Hintergrund.

Geschöpfe die wir in der Natur beobachten können sind real - keine Theorie.

Treffender ist zu unterscheiden "Kreation" = Schöpfung und Entwicklungen die nur und einzig nur durch Naturgesetze gesteuert werden.

Wo liegt der Unterschied und die Problematik?

Urknall:

Ganz einfach formuliert: Der Rückschluss aus Erkenntnissen der aktuellen Astronomie und Quantenphysik das der gesamte Kosmos aus einem einzigen Ursprung - sozusagen aus einem einzigen Punkt (Kleiner als ein Atom) entsprang.

Die Rückschlüsse auf eine solchen Ursprung sind relativ gut bestätigt - aber man ist noch sehr sehr weit davon entfernt genau zu beschreiben was vor sich ging.

Das Problem ist: Wäre der "Urknall" (mit dem die Gravitation (Schwerkraft)  überwunden werden musste) ein millionstel (oder so) stärker wäre inzwischen alles erkaltet und man würde keine Sterne mehr sehen weil die Materie (und Raumzeit) zu schnell expandiert wäre. Die Materie hätte sich im Universum "verflüchtigt"

Wäre der Urknall um einen gleichen kleinen Tick geringer, wäre das Universum inzwischen wieder in sich selber zusammengebrochen (Gravitation würde siegen), möglicher Weise in einem "schwarzen Loch", in dem die Zeit still steht.

Es gibt Theoretiker die unterstellen es gäbe unendlich viele "Urknalle" - das ist aber nicht bewiesen und weiter nichts als ein Denkansatz.

Ein anderes Problem kommt hinzu:

Das der Urknall mathematisch so abgelaufen ist wie man errechnen kann, dehnte sich unser Universum in den ersten Sekunden um den Bereich mehrerer Milchstraßen aus.

Nun gibt es aber keine Geschwindigkeit größer der Lichtgeschwindigkeit. Man arbeitet daran und kommt zum Schluss das es mehr als vier Raum - Zeit - Dimensionen geben muss (ich meine es wären 11). Das alles mag mathematisch und aus Sicht der Quantenphysik logisch sein - solche jedoch schon heute als gesicherte und bewiesen Wirklichkeit hinzustellen halte ich für sehr mutig.

Selbst wenn man das "wie" des Urknalles komplett erklären könnte - damit ist das "warum" keinesfalls beantwortet.

Im Laufe der Zeit wurde durch Kernfusionen bei Supernova - Explosionen schwerere Elemente "erbrütet", es bildeten sich Sonnen, Planeten, die Erde und (jetzt wird es abenteuerlich) aus unbelebter Materie Leben mit Fortpflanzung, ein- und zweigeschlechtig und es ENTWICKELTE SICH weiter bis hin zum Menschen.

Dabei wird unterstellt das eine Entwicklung ohne Entwickler möglich ist. Auch das ist nicht wirklich durch Experiment bewiesen. 

Entwicklungsreihen sind in der Natur zu erkennen, Reihen wie ein Ingenieur Modellreihen "entwickelt". 

KREATION, SCHÖPFUNG

Bei meinen Ausführungen beziehe ich mich ausschließlich auf die Aussagen der Bibel die eigentlich ganz einfach und logisch sind:

Hebräer 3:4 . . .Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott.

Johannes 1:3 3 Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein, und ohne ihn kam auch nicht e i n Ding ins Dasein.. . .

Was sind alle Dinge?

Mensch, Tiere, Pflanzen, Wasser, Gestein, Atome, Elektronen, Neutronen, Materie, Gravitation, elektrische Kernbindekräfte, Licht, Raum, Zeit, alle Naturgesetze. 

Wir leben immerhin nachweislich ein einem Kosmos und nicht in einem Chaos.

Kosmos = κόσμος kósmos ‚(Welt-)Ordnung‘, auch ‚Schmuck‘, ‚Glanz‘, ‚Ehre‘, ‚militärische Ordnung‘, ‚staatliche Ordnung‘,Verfassung‘,) ... siehe Wikipedia

In einem Raumzeitkontinuum mit weniger oder mehr als vier Dimensionen wäre Leben nicht möglich (Schlussfolgerung der Astrophysiker). 

Wurde ein neues Naturgesetz entdeckt dann schlussfolgerte man: "Aha - dann braucht es dafür ja keinen Gott!"

Das ist ein Fehlschluss - denn das Naturgesetz ist älter als das Alter der Menschheit. Es ist Falsch den Glauben an den Gott der Bibel an dem festzumachen was man nicht weis.

Viele begehen den Fehler und machen den Gott der Bibel zu einem Bestandteil seiner Schöpfung. Nach der Bibel hat ER keine Anfand und kein Ende:

Eine "König" herrscht und beherrscht:

Offenbarung 15:3 . . .. Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Ewigkeit.

Er ließ vor rund dreieinhalb tausend Jahren folgendes aufschreiben:

Hiob 26:7  Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum, Hängt die Erde auf an nichts;

Immerhin zweigte Christus (der keine Märchenfigur ist, wir rechnen unser Jahre nach ihm) eindrücklich wie er mit Naturgesetzen umgehen kann und wie er sie beherrscht. 

Oder der Wasserkreislauf:

Prediger 1:7 Alle Winterwildbäche gehen aus zum Meer, doch das Meer selbst ist nicht voll. An den Ort, wo die Winterwildbäche ausgehen, dorthin kehren sie zurück, um auszugehen.

Oder der Embryo:

Psalm 139:16 16 Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, Und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben. . .

Auch vor rund dreieinhalbtausend Jahren - allerdings gibt es im althebräsichen den Begriff "Embryo" nicht. Was steht dort:

"Zusammengewickeltes mein" (Interlinearübersetzung Hänsler Verlag)

Aha - hier wird bereits die DNS - Helix beschreiben und das Gen-Programm das damit geschrieben worden ist.

Blütenpflanzen (also bedecktsamige Pflanzen (Äpfel, Birnen, Orangen) und Insekten zur Bestäubung, Schlagartig weltweit in großer Artenvielfalt geologisch zu beobachten und feststellbar.

Das alles kann man an der realen Schöpfung beobachten. 

Außerdem führt die Bibel die Gründe an WARUM die Schöpfung ins Dasein gebracht wurde.

Google doch mal 

Warum hat Gott die Erde erschaffen jw Videos

Das mag hier genügen.

Als überzeugter Christ vertraue ich auf die Aussagen der Bibel die in keinem Widerspruch zu moderner gesicherter Wissenschaft steht.

Beste Grüße

JensPeter

Vielen Dank für den Stern, Elzea!

Ich freue mich immer wenn ich helfen konnte


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Hallo Elzea, 

Urknall: 

Vor etwa 90 Jahren hat Edwin Hubble entdeckt, dass sich nahezu alle Galaxien von uns wegbewegen. Und zwar umso schneller, je weiter sie schon von uns weg sind. 

Genau dieses Bewegungsmuster ergibt sich eigentlich nur, wenn sich der Raum selbst ausdehnt und die Galaxien mit sich trägt. 

Aus diesen Beobachtungen ergab sich also die Erkenntnis, dass sich das Universum ausdehnt, also ständig neuer Raum im Universum entsteht und so die Abstände im Universum ständig größer werden. 

Rechnet man das aber zurück, dann ist der Raum, den das beobachtbare Universum hat, früher kleiner gewesen... und noch früher noch kleiner. 

Denkt man dies konsequent zu Ende, dann ergibt sich ein Anfangszustand des Universums, in dem der gesamte Raum des heutigen beobachtbaren Universums winzig, winzig klein ist. Dennoch ist in diesem winzigen Volumen aber schon die gesamte Energiedichte des heutigen beobachtbaren Universums drin. Entsprechend heiß und dicht ist dieser Anfangszustand. Viel zu heiß für Materie irgendeiner Art: Das ganz, ganz junge Universum ist gleichmäßig dicht mit extrem energiereicher Strahlung ausgefüllt. 

Urknall bedeutet, dass sich das Universum aus diesem Anfangszustand entwickelt, indem es anfängt, sich auszudehnen. Urknall bedeutet also NICHT, dass am Anfang alle Masse an einem Punkt im ansonsten leeren Raum konzentriert wäre und auch KEINE Explosion im Raum. Urknall bedeutet den Beginn der Ausdehnung des Raums und damit den Beginn der Abkühlung des Universums. 

Erst dadurch, dass die Energiedichte durch die Ausdehnung abnimmt, wird es im Universum kühler und Materie kann stabil existieren. In den ersten Minuten nach dem Urknall bilden sich Elementarteilchen und erste Atomkerne - hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Erst 380 000 Jahre nach dem Urknall binden sich die Elektronen an die Atomkerne und es gibt erstmals neutrale Atome. 

Welche Belege ist für den Urknall gibt, habe ich hier einmal zusammengeschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/universum-entstanden?foundIn=unknown_listing

Es gibt keine Schöpfungstheorie.

Da hast Du irgendetwas falsch verstanden. 

Eine naturwissenschaftliche Theorie ist ein geschlossenes, exakt formuliertes Erklärungsmodell, mit dem man Beobachtungen erklären kann und mit dem man präzise Vorhersagen für weitere Beobachtungen erstellen kann. Anhand solcher Beobachtungen kann man naturwissenschaftliche Aussagen testen - man kann testen, ob sie die Natur gut beschreiben. Diese Testbarkeit ist ein ganz wesentliches Kriterium naturwissenschaftlicher Aussagen. 

"Schöpfung" ist dagegen ein philosophisches Konzept - nämlich die Vorstellung, dass Existenz erst möglich ist durch etwas, das außerhalb des (bekannten) Existierenden steht. Das philosphische Konzept der Schöpfung ist grundsätzlich nicht testbar - und damit kein naturwissenschaftliches Konzept.

Verschiedene Religionen wiederum deuten das Dasein aus der jeweiligen religiösen Vorstellung heraus und stellen die jeweilige Gottheit zentral als Ursache der Existenz. Jede Religion beschreibt die Erschaffung der Welt in ihr eigenen Mythen und Legenden

Der Begriff der "Schöpfungstheorie" stammt aus den Kreisen religiöser Fundamentalisten, die diese Legenden nicht als Mythen, sondern als historische Tatsachenberichte etablieren wollen. Im von diesen Fundamentalisten verbreiteten "Kreationismus" wird die Behauptung aufgestellt, die religiösen Schöpfungslegenden wären als gleichwertige wissenschaftliche Modellvorstellung von der Entstehung der Welt zu sehen. 

Das ist eben schon im Ansatz falsch, weil Legenden nun einmal keine wissenschaftlichen Aussagen sind. Und deshalb ist der Begriff der "Schöpfungstheorie" erkenntnistheoretisch vollkommener Unsinn.

Grüße

Hab halt die Frage einfach vom Blatt abgetippt. Normalerweise spreche ich persönlich von der Schöpfungsgeschichte, welches ein Grund sein könnte, wieso mich diese Frage verwirrt hat. Danke!

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Urknall: Das Universum ist vor milliarden Jahren entstanden. Was zuvor war weiss man nicht, aber man wird es irgendwann einmal herausfinden können sobald man mehr weiss. Gott gibt es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht, da es absolut keine Beweise für seine Existenz gibt. Alle existierenden Aussagen von der Existenz Gottes sind dermassen Unsinnig und märchenhaft, dass sie restlos als von Menschen erfundenen abgetan werden können.

Schöpfungsgeschichte: Es gibt einen Gott und Gott hat die Welt erschaffen. Version 1, Fundamentalismus: Was in der Bibel über die Schöpfung steht ist wortwörtlich zu nehmen. Ein Tag ist ein Tag! Basta! Wer etwas anderes glaubt kann nicht gläubiger Christ sein, ausser er sei irre. Version 2: Die Sache mit dem Urknall ging tatsächlich ab, aber Gott war die Ursache davon.

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