Kann mir jemand die ohm werte erklären beim Dampfen?

2 Antworten

naja... "kurz erklären" funktioniert da nicht unbedingt, das wird schon etwas umfangreicher :-)

Ohm ist erstmal nur ein Wert, der GARNIX bestimmtes aussagt - ausser das deine Wicklung eben diesen Widerstand hat. Wichtig ist dagegen, WIE dieser Widerstand zustande kommt - und das geht so:

Jeder Draht und auch jedes Stück Mesh hat einen ganz spezifischen Eigenwiderstand, der bestimmt wird vom Material aus dem es besteht, vom Durchmesser des Drahtes und auch von der Länge:

  • 10 cm 0,50er Kanthal haben z.Bsp. einen höheren Widerstand als 10 cm 0,50er Edelstahl und dessen Widerstand ist höher als der von 10 cm 0,50er Nickel, aber alle haben eine gleich große Oberfläche und auch Masse und würden daher bei gleicher Leistung (Watt) gleich gut dampfen und schmecken.
  • 10cm 0,50er Kanthal hat einen geringeren Widerstand als 10cm 0,30er Kanthal - denn je dicker ein Draht ist, um so geringer der Widerstand. Du hast beim 0,30er aber weniger Oberfläche und weniger Masse, daher macht der weniger Dampf und braucht weniger Leistung
  • 10cm 0,50er Kanthal hat weniger Widerstand als 15 cm 0,50er Kanthal, weil der Widerstand mit der Länge zunimmt. Der längere Draht hat mehr Oberfläche als der kürzere und mehr Masse, dampft daher mehr und braucht mehr Leistung
  • eine Dualcoil aus 2x 10cm 0,50er Kanthal hat nur den halben Widerstand einer Singlecoil aus 1x 10cm 0,50er Kanthal und eine Triple nur noch 1/3, denn bei mehreren Einzelwicklungen, die man zusammen verbaut, teilt sich der Widerstand der Einzelwicklung durch die Anzahl der verbauten Wicklungen. Mehrfachcoils haben mehr Oberfläche und mehr Masse als eine Einzelwicklung, dampfen daher mehr und brauchen mehr Leistung. Vorteil ist aber, das man bei Mehrfachcoils dünnere Drähte verbauen kann und somit weniger Masse hat als bei einer Singlecoil mit gleich großer Oberfläche.

Wichtig beim Selberwickeln ist aber das: das Verhältnis von Masse zur Oberfläche, denn der Dampf entsteht nur an der Drahtoberfläche, wobei dann die verbaute Masse den Leistungsbedarf bestimmt. Optimalerweise erzeugt man die Oberfläche die man haben möchte, mit so wenig Masse wie möglich, weil man ja den ganzen Draht aufheizen muss und bei zu viel Masse zu viel Energie verschwendet... ausserdem reagiert mehr Masse träger als weniger Masse - es braucht länger bis die auf Temperatur ist und die heizt auch länger nach. An dem Punkt kommen dann grad für DTL all die "zusammengesetzten" Drahtgebilde wie Claptons, Alien, Hive und wie die nicht alle heissen ins Spiel, denn die bieten viel Oberfläche bei wenig Masse und die "funktionieren" auch ein klein wenig anders als massive Runddrähte: bei Runddraht wird der komplette Draht durch den Stromfluss erhitzt, bei Clapton und Co nur der Kerndraht bzw. die Kerndrähte und diese erhitzen dann die Manteldrähte, was am Ende um einiges effizienter und teils erheblich weniger träge ist als der massive Runddraht.

Das allerwichtigste ist aber das:

  • die Wicklung muss in den Verdampfer passen - rein vom Platz her... die darf nämlich nirgends anstoßen
  • die Wicklung muss auch zum Verdampfer passen: eine winzige Wicklung aus 0,20er Draht um ne 2mm Wickelhilfe mit 4 oder 5 Windungen ist in deinem VG recht sinnbefreit, weil die viel zu wenig Dampf für die große Verdampferkammer macht - das wär dann so als würdest du nen Teelöffel Zucker in nem Eimer Wasser verrühren und dann meckern, das das Wasser nicht süß schmeckt. Deine jetzige Wicklung würde dagegen nix in nem Berserker MTL taugen, weil die mehr Dampf macht als die kleine Verrdampferkammer und die wenige Luft, die da durch geht, überhaupt verträgt - das ist dann beim Zucker/Wasser Vergleich wie ein Esslöffel Zucker in nem Schnapsglas Wasser, wo sich der Zucker garnicht auflösen kann.
  • Nochmal ne Platzfrage: die Wicklung muss gut im Luftstrom liegen - steht die zu weit an dem Seiten über der Belüftung, dann werden die Drahtenden nicht ausreichend gekühlt und überhitzen. Beim VG6 ist das weniger ein Problem, aber guck dir mal das Deck vom V4 an, der hat nur eine Luftdüse unter der Wicklung und da kannste keine Coil einbauen, die nen Zentimeter breit ist, auch wenn die reinpassen würde.
Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich dampfe seit 4 Jahren und bin aktiv in Foren

Hallo Musel93

Das ist weder gut, noch schlecht. Das ist einfach nur eine Zahl. Entscheidend ist dass der Akkuträger deine Wicklung befeuern kann.

Ohne genau zu wissen, aus welchem Material deine Wicklung besteht, kann man auch nicht sagen welche Leistung ungefähr erforderlich ist.

Das musst du einfach ausprobieren. Ich würde jetzt einfach mal bei 20 W anfangen und die Leistung Schritt für Schritt um 5 W erhöhen.

Gruß, Franky

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Nichtraucher und Dampfer seit 2016

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