Kann mir jemand die Dramentheorie von Aristoteles genau erklären?

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1 Antwort

Aristoteles[Bearbeiten] Weil der antike Philosoph Platon die Dichtung allgemein als staatsgefährdend dargestellt hatte (Politeia), versuchte sein Schüler Aristoteles (384–322 v. Chr.) diese Verurteilung abzuschwächen und das Drama, das in der Kultur Athens einen großen (politischen und religiösen) Stellenwert hatte, zu rechtfertigen. Die erhaltenen Teile seiner Poetik (335 v. Chr.) befassen sich mit der Tragödie, die seiner Meinung nach die besseren Menschen auf die Bühne brachte als die Komödie. Seine Ausführungen zur Komödie sind nicht erhalten.

Im Gegensatz zum Epos soll in der Tragödie die Nachahmung einer Handlung („Mimesis“) in Form von (direkter) Rede dargebracht und dabei gehandelt werden. Es beschränkt sich nicht auf die Schilderung von Charakteren. Es soll nicht etwas Statisches wiedergeben, sondern etwas Bewegtes, und dies wird gespielt und nicht erzählt. Die szenische Darstellung einer tragischen Handlung, in der Großes gestürzt und Niedriges erhöht wird, soll Jammern („Eleos“) und Schaudern („Phobos“) beim Zuschauer auslösen. Dies ist für Aristoteles nicht verwerflich, weil die Entladung angestauter Spannung im Zuschauer durch die Freisetzung starker Gefühle eine Reinigung („Katharsis“) von starken Affekten bewirke und so zur inneren Zufriedenheit, der Eudamonia beitrage.[6] Theater könne derart zu den guten Sitten beitragen statt sie zu zerstören, wie Platon behauptete.

Des Weiteren fordert Aristoteles für das Drama die Einheiten der Zeit (Handlungsablauf innerhalb eines Sonnenumlaufs, also 24 Stunden) und der Handlung (nicht viele Nebenhandlungen wie im Epos). Laut Aristoteles soll ein Theaterstück eine abgeschlossene Haupthandlung aufweisen, die einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende hat. Aufgrund der Bühnenverhältnisse in der französischen Klassik wurde diesen Einheiten im 17. Jahrhundert noch eine Einheit des Ortes hinzugefügt (siehe „Drei Aristotelische Einheiten“), die nicht auf Aristoteles zurückgeht.

Weitere Begriffe, die von Aristoteles’ Poetik ausgehen, sind das Wiedererkennen auf dem Höhepunkt der Handlung (Anagnorisis) und die darauf folgende Peripetie als radikaler Umschwung zwischen Glück und Unglück.

Viele Autoren waren bis ins 19. Jahrhundert bestrebt, ihre Dramen durch die Übereinstimmung mit den aristotelischen Kriterien zu legitimieren. Bis in die heutige Zeit beruhen die meisten Dramentheorien auf der Auseinandersetzung mit der aristotelischen Theorie.

www.wikipedia.de

in Kürze:

Drama = Darstellung einer Handlung durch Dialoge Einheit von Zeit, Handlung und später Ort, d.h. die Handlung spielt an einem Tag an einer überschaubaren Anzahl an Orten Tragödie= großes Unglück, Helden müssen eine "Fallhöhe" haben, um am Ende ganz tief unten zu sein, deshalb sind sie meistens aus dem Adel

PS: Wenn Du das andere Buch von Aristoteles über die Komödie findest, wirst Du richtig reich und bekommst vielleicht den Literaturnobelpreis, ;-)))

Danke für das kopieren des Wikipediaartikels :D

PS: Ich geb mir Mühe !

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