Kann mir jemand detailliert beschreiben warum damals die Spanier nach Südamerika gingen trotz der zahlreichen Gefahren (Krankheiten usw)?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten


Für viele Spanier war Südamerika, waren die dortigen Kolonien eine Chance, ihr Leben zu verbessern. Arme hofften, wohlhabend, gar reich zu werden. Ihr gesellschaftlicher Status besserte sich ohnehin: sie gehörten in den Kolonien automatisch zu den "Herren", standen in jedem Fall über der indianischen Bevölkerung. Adlige, seien sie verarmt oder nachgeborene Söhne, wurden durch die Möglichkeit angelockt, sich ein eigenes Herrschaftsgebiet zu erwerben oder doch eine hohe und einträgliche Position in der Kolonialverwaltung zu erlangen - also ebenfalls Gewinnstreben und Statusverbesserung.

Nicht zu vergessen: auch Kirchenangehörige bzw. religiöse Orden verließen Spanien. Sie kamen mit dem Gedanken und der Absicht in die Kolonien, die heidnischen Indianer für den christlichen Glauben zu gewinnen, also zu missionieren.

MfG

Arnold


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
michael1512152 08.06.2016, 18:57

Vielen Dank. Aber wir hatten noch das mit Pizarro kannst du bezüglich dazu noch etwas sagen ?

0

Für eine detaillierte Antwort müsste ich erstmal ein Buch wälzen, aber vielleicht reicht dir folgendes auch: Wir befinden uns hier in einer Zeit, in der die Weltkarte sich von einer tabula rasa zu einer immer vollständiger werdenden Karte wandelt. Die Spanier hatten vor allem zwei Interessen: neue, einfachere und schnellere Handelsrouten sowie Expansion. Je mehr Kolonien ein Reich etablieren konnte, desto wohlhabender wurde es. Natürlich hatten einige auch das Motiv der Abenteuerlust. Meistens jedoch segelten sie im Auftrag des Herrschers und handelten somit auch unter dessen Protektorat. Die Gefahren waren für Seeleute damals Alltag (Schiffbruch oder der Tod dadurch waren nicht selten und Handelsgesellschaften mussten immer mit dem Verlust von Ladung und Crew rechnen, Krankheiten und Seuchen gab es natürlich auch in der Heimat und es waren eher die Spanier, die zB einheimische Frauen mit Geschlechtskrankheiten ansteckten) und diese mussten sie in Kauf nehmen. Ich würde abschließend sagen: Neugier des Menschen, finanzielle und territoriale Interessen. Nicht zu unterschätzen ist ebenfalls der Wettkampf um den amerikanischen Kontinent mit dem Britischen Empire.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die katholische Kirche hatte damals das Wissen um Empfängnisverhütung unterdrückt, und darum hatten die Frauen in Spanien nun oft viele Kinder, und für diese überzähligen Kinder gab es in Spanien gar keinen Bedarf und keine Aufgaben - heute würde man das "Massenarbeitslosigkeit" nennen - und darum blieb denen gar nichts anderes als zu versuchen, andere Kontinente zu erobern und zu besiedeln. Das war jedenfalls eine bessere Möglichkeit als die Alternative, zu Hause in Europa einen Eroberungskrieg zu versuchen ...

Und umgekehrt war Amerika, auch Südamerika, nur sehr dünn besiedelt, nahezu menschenleer - wahrscheinlich als Folge von Epidemien die durch die Europäer eingeschleppt worden waren. Da war also nun Platz für Eroberer und Siedler entstanden ...


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es war neu. 

Wer in Spanien Probleme hatte, hoffte so ein besseres Leben in Freiheit zu bekommen. 

Ich rede jetzt von den Spaniern als Siedler, nicht von denen, die als Eroberer kamen. 

Die lockte natürlich das Gold und andere Verdienste. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil sie die Länder dort erobern wollten und die Maya, Atzteken und Inka ausrotteten (zusammen mit den Portugiesen), um deren wertvolle Schätze zu plündern.         (die ureinwohner hatten Gold im Überfluss.) Außerdem haben sie dadurch für die eigene Krone Land beschafft.

Hoffe, dir geholfen zu haben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gold!
Gold!
Gold!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?