Kann mir jemand den Kopf-Schwanz bzw Kopf-Kopf-Anordnung erklären?

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2 Antworten

Ganz allgemein: Polymere werden meistens aus kleinen Molekülen, Monomeren, hergestellt oder können von solchen Molekülen abgeleitet werden. Monomere sind nicht immer symmetrisch.

z.B. Styrol ist ein Ethenmolekül, an einem der beiden Kohlenstoffe ist ein Phenylrest gebunden. Nun kannst du dir das Molekül so vorstellen, dass die Seite den Styrols mit 2 Wasserstoffe am Ende der "Kopf" des Moleküls ist, die Seite mit einem Wasserstoffatom und dem Phenylrest der "Schwanz". Denkbar ist, dass sich bei der Polymerisation von Styrol ein Molekül"kopf" mit einem Molekül"schwanz" verbindet - das ist meistens der Fall - aber es kann sich auch ein Kopf mit einem Kopf bzw. ein Schwanz mit einem Schwanz verbinden und trotzdem ein Polymer entstehen.

Statistisch gibt es wahrscheinlich in den meisten Fällen einzelne Kopf/Kopf- Schwanz/Schwanz-Anordnungen in einem Polymer. Bei Schwanz/Schwanz-Anordnungen im oberen Beispiel ist z.B. die sterische Abstossung wesentlich größer.

Also gut. Soweit ist mir das schonmal klar. Wenn man ein Monomer hat, bei dem der Substituent nicht am äußeren C-Atom sondern am z.B. 2. von 4 ist, dann ist trotzdem der Teil der Schwanz, wo der Substituent näher dran ist, oder?

Ich lad mal eben unser Beispiel aus dem Skipt hoch, da gehts auch um eine Kopf-Kopf-Schwanz-Schwanz-Anordnung, die ist mir noch nicht ganz klar.

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Werden bei dem zweiten Beispiel einfach nur die Anordnungen in der Mitte des BIldes betrachtet?

Für das komplette Molekül würde ich dann sagen es ist eine Schwanz-Schwanz-Kopf-Kopf-Schwanz-Kopf-Schwanz-Schwanz-Kopf-Schwanz-Kopf-Schwanz-Anordnung.

Richtig?

Beispiel - (Chemie, Kunststoff, Anordnungen)

Du kannst Kopf und Schwanz ziemlich so definieren, wie es dir in den Kram passt. Grobe Orientierung der Priorisierung analog zu CIP (hohe Priorität eher Schwanz) wird häufig angewandt.

Im unteren Bild dann ja, kannste so schreiben. Wird selten so gemacht, weil das oft statistisch wechselt. Wenn es für die Eigenschaften relevant ist, gibt man Prozente an.

Das alles unter dem Vorbehalt, dass ich das zuletzt vor über 10 Jahren ordentlich gelernt habe...

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