Kann mir jemand den §1 HGB (2) erklären?

4 Antworten

Hallo,

in diesem § werden die Kaufmannseigenschaften beschrieben. Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Die Kaufmannseigenschaft knüpft an die Pflicht der ordentlichen Buchführung. Dieser § ist insofern wichtig zu unterscheiden, wer zur Buchführung verpflichtet ist. Jeder Kaufmann ist zur Buchführung verpflichtet, und Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt.

Jetzt schauen wir uns an, was ist ein Gewerbe? - Ein gewerbe kann man problemlos anmelden. Wie wird aber ein Gewerbe zu einem Handelsgewerbe? - Indem er kaufmännisch eingerichtet ist. D. h. das HGB sagt auch aus, wenn der BEtrieb viele Mitarbeiter hat, hohe Umsätze, viele Gewinne etc. dann wird das Gewerbe als ein Handelsgewerbe geführt und ist zur Buchführung verpflichtet! - D. h. er muss den Jahresabschluss nach HGB erstellen.

Jetzt beschreibt dieser § genau, wann man Kaufmann ist. Istkaufmann: Man wird automatisch Kaufmann, ohne etwas dafür großartiges gemacht zu haben, man hat viele Mitarbeiter, hohe Umsätze etc. man ist verpflichtet zur Buchführung. kannkaufmann, das sind Kleingewerbetreibende, land- und Forstwirte, also diese haben ein Wahlrecht, nutzen Sie, sind diese Kannkaufleute, nutzen Sie das Wahlrecht nicht, sind diese Nicht Kaufleute. 

Juristische Personen wie eine AG oder eine GmbH werden automatisch Kaufleute nach HGB. Bitte lese dazu weiterführende Informationen. 

Viele Grüße

Also, dass ich HGB gelernt habe, ist schon eine Weile her. Aber ich meine, mich noch daran zu erinnern, dass wir genau diese Formulierung mal besprochen hatten. Man korrigiere mich, falls ich mich irre, aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher - wir hatten so viel ich weiß Mitarbeiterzahl und Umsatz als Beispiel.

Wenn du z.B. in einem kleinen Laden zwei Angestellte beschäftigst und einen Jahresumsatz von 200.000€ hast, dann erfordert dein Unternehmen noch keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb und gilt dementsprechend auch nicht als Handelsgewerbe i. S. d. §1 Abs. 2 HGB.

Kontrastbeispiel: 1000 Mitarbeiter und 500 Millionen € Jahresumsatz. Ein solches Unternehmen bräuchte dann ganz sicher besagten Geschäftsbetrieb, um alles richtig zu organisieren und zu koordinieren. Das Unternehmen ist folglich Handelsgewerbe.

Die Problematik bei diesem §§ ist, dass die Grenzen fließend sind. Möglicherweise gibt es dazu aber schon einiges an Rechtssprechung, ich könnte es mir vorstellen. Müsste man sic eben mal erkundigen.

Ich hoffe, es ist dir jetzt etwas klarer geworden! :)
Meld' dich gerne bei mir, falls noch Fragen offen sind.


LG Silas

Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Ein kaufmann fällt unter die Regelungen des HGB.

Jeder Gewerbebetrieb ist Kaufmann (Handelsgewerbe); mit der Ausnahme von kleineren Gewerben, wo ein in kaufm. Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb nicht notwendig wäre. In der Rechtsprechung auch Kleingewerbe genannt. Da kommt es in erster Linie an auf Umsatz und Zahl der Mitarbeiter, aber auch auf die Schwierigkeit von Geschäftvorfällen.

Die grenzen sind dabei nicht genau definiert. Wer sich darauf berufen möchte, Nichtkaufmann (Kleingewerbe) zu sein, ist beweispflichtig.

Ist folgendes Beispiel eine Herabsetzung/Verunglimpfung eines Mitbewerbers?

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Handelt es sich hierbei um eine Herabsetzung/Verunglimpfung eines Mitbewerbers?

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Kann mir jemand erklären was ein Kann-, Ist-, Nicht- und Formkaufmann ist?

Im Internet sind die Definitionen so verwirrend. So wie ich es verstanden habe ist ein:

Istkaufmann: Jeder der sich im Handelsregister eintragen hat

Kannkaufmann: Sind z.b Landswirten, die einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern. Sie können sich ins Handelsregister eintragen, aber es ist keine Pflicht.

Nichtkaufmann: ist ein Unternehmer für dessen Gewerbebetrieb keine vollkaufmännische Betriebsführung notwendig ist. Dieses Gewerbe wird nicht in dass Handelsregister eingetragen. Für einen Nichtkaufmann gelten die Vorschriften des BGB . Der Unternehmer muss den Nachweis erbringen dass sein Gewerbebetrieb nicht die entsprechende Größe hat.

Ein Formkaufmann ist ein Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgrund der Rechtsform.

Formkaufmann sind z. B. die Handelsgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit, wie die Aktiengesellschaft (AG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) sowie die eingetragenen Genossenschaften.

sind diese Definitionen richtig?

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Verwirrung "Kaufleute"

Hi,

ich bin gerade am Lernen für Rechnungswesen. Nur mit den ganzen Kaufleuten komme ich durcheinandern.

Die Buchführungspflicht unterscheidet sich ja einmal nach dem Handelsrecht und nach dem Steuerrecht.

Nach dem Handelsrecht ist jeder Kaufmann buchführungsflichtig. Nach dem Steuerrecht ist jeder Kaufmann buchführungspflichtig, der auch nach dem Handelsrecht buchführungspflichtig ist, oder? Kannkaufleute sind nicht handelsrechtlich buchführungspflichtig, können aber steuerrechtlich buchführungspflichtig sein, wenn 1 Umsätze > 500.000 € pro Kalenderjahr oder 2. Gewinn aus Gewerbebetrieb > 50.000 € oder 3. Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft > 50.000 € ist.

Bei den Kaufleuten unterscheidet man zwischen dem Istkaufmann, Kannkaufmann (Kleingewerbetreibende sowie Land- und Forstwirte) und dem Formkaufmann. Was sind denn Einzelkaufleute für welche? Kannkaufmann? Bitte um Erklärung.

Ein Unternehmer ist ein Istkaufmann, wenn man ein Handelsgewerbe betreibt. Ein Handelsgewerbe ist ein Gewerbebetrieb, der eine kaufmännische Organisation erfordert. Der Gewerbebetrieb wird definiert als selbstständige, nachhaltige Betätigung, mit der Absicht Gewinn zu erzielen. Dazu gehören NICHT Land- und Forstwirte, Freiberufler und Leute mit einer anderen selbstständigen Arbeit.

Wie unterscheidet sich jetzt der Kannkaufmann? $2 HBG: Ein gewerbliches Unternehmen, dess Gewerbebetrieb (Also die selbstständige, nachhaltige Betätigung, mit der Absicht Gewinn zu erzielen??) nicht schon nach $1 Abs.2 HBG Handelsgewerbe ist, gilt als Handelsgewerbe im Sinne dieses Gesetzbuches, wenn die Firma des Unternehmens in das Handelsregister eintragen lässt. Das heißt was?

§1 Abs. 2 HBG: Handelsgewerbe ist jeder Gewebebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Was soll das heißen? Es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert?

Hoffentlich kann mir das jemand mit dem Kannkaufmann verdeutlichen. Hab natürlich auch schon geoogelt, aber so richtig verstanden habe ich es immer noch nicht. Deswegen der Post. Danke im Voraus.

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