Kann mir jemand das Massenwirkungsgesetz am Bespiel der Autolyse erklären?

3 Antworten

Tolle ambivalente Frage - kurz, wer dumm fragt, bekommt ene solche Antwort.

Biologie: Autolyse. Da gibt es kein ausgesprochenes Gleichgewicht, da Enzyme die Peptide ab-, aber nicht aufbauen.

Chemie: Da gibt es keine Autolyse, sondern eine Autoprotolyse. In der Regel wird Wasser betrachtet, es könnte aber auch flüssiger Ammoniak oder etwas anderes sein. Da gibt es nicht viel zu verstehen, denn wenn man sich die Reaktionsgleichung anschaut, ist eigentlich alles klar.

In Wasser gibt es z.B. Wasserstoffbrückenbindungen, wobei in H+ von einem Wassermolekül zu einem anderen wechselt. Dabei bildet sich ein H3O+ (Oxonium-Ion). Das H+ fehlt aber nun an einem Wassermolekül, wobei ein OH- zurückbleibt (Hydroxid-Ion). Letztere beiden sind aber starke Säuren/Basen, so dass die Reaktion wieder zurück verläuft. Im chemischen Gleichgewicht (!) findet man, dass das mathematische Produkt der Produktkonzentrationen c(H3O+)*c(OH-) geteilt durch das mathematische Produkt der Eduktkonzentration (das ist einfach c(H2O)*c(H2O) einen konstanten Wert ergibt, bei Normaltemperatur etwa 10^(-14) = Kc.

So, und wo ist da bitte etwas unklar??

Man könnte jetzt noch sagen, dass die Wasserkonzentration praktisch unverändert bleibt, da nur winzige Spuren zu H3O+ / OH- reagieren. Man kann also c²(H2O) als konstant betrachten, so dass sich ergibt:

Kw = 10^(-14) * c²(H2O)  

c(H2O kann man ausrechnen, da man M in einem Liter Wasser kennt und damit auch m. n kann man also ausrechnen, V, m/M etc. ist alles bekannt, so dass man Kw berechnen kann.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Gelernt ist gelernt

Der Begriff "Autolyse" stammt aus der Biologie und meint, dass abgestorbene Zellen (oder Organismen) durch körpereigene Enzyme abgebaut werden.

Dazu gibt es nicht "ein" Massenwirkungsgesetz, denn hier handelt es sich um eine Vielzahl sehr komplexer biochemischer Vorgänge.

Meinst du vielleicht AutoPROTOlyse?

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