Kann mir jemand Beispiele nennen, zum Thema ob Hausaufgaben aus dem Schultag verschwinden sollen?

5 Antworten

Unterschiedliche Menschen lernen auf unterschiedliche Weise. Und unterschiedliche Menschen haben mit unterschiedlichen Inhalten unterschiedlich große Schwierigkeiten.

Beispiel Mathe: Manche Leute brauchen drei, vier Anläufe, bis sie etwas Neues verstanden haben. Und dann müssen sie üben, üben und nochmal üben, bis sie es endlich anwenden können. Hier macht eine klare Aufteilung zwischen "verstehen in der Schule" und "üben daheim" absolut Sinn, also sind Hausaufgaben sinnvoll.

Andere Menschen sitzen im Unterricht, hören sich die Erklärung einmal an, rechnen nebenher drei Übungsaufgaben und sind dann eigentlich bereit für die Klassenarbeit. Hier haben Hausaufgaben keinen großen Sinn - sie können höchstens nerven, weil man immer die gleiche, simple Aufgabe mit anderen Zahlen vorgesetzt bekommt.

Eine Verpflichtung zu Hausaufgaben ist in ersterem Fall absolut sinnvoll, denn es gibt auch unter dieser Gruppe von Schülern eben solche, die auch bei deutlicher Notwendigkeit keine Lust haben, zu üben. Für letztere Gruppe führt die Verpflichtung, langweilige und vollkommen unnötige Aufgaben bearbeiten zu müssen, zu Frust und Ablehnung.

In einer idealen Welt würde ich hingehen und sagen: Der Lehrer nennt sinnvolle Übungsaufgaben und wer Übungsbedarf hat, setzt dich daheim eben dran. Wer meint, auf die nächste Klassenarbeit vorbereitet zu sein, lässt es eben bleiben. Ich fürchte nur, dass dann die Eltern vieler Faulpelze sich bei den Lehrern beschweren, wenn die Quittung für die Kombination aus Übungsbedarf und Faulheit in schlechten Noten besteht.

Ich für meinen Teil gehörte in der Schule immer zur letzteren Gruppe. Spätestens, wenn der Mathelehrer etwas zum zweiten Mal erklärt hat, habe ich mich im Unterricht zu Tode gelangweilt. Und dann meint er auch noch, ich müsste zu Hause unbedingt üben. Das war der Grund, weshalb ich mich in der komplettten Zeit auf dem Gymnasium geweigert habe, Mathe-Hausaufgaben zu machen.

Außerdem habe ich schlichtweg ein Problem mit der Vorstellung, offiziell aus der Lehranstalt entlassen zu sein, mich dann aber immer noch mit jener Lehranstalt befassen zu müssen. Ich war (und bin!) der Meinung, dass das, was für die Schule wichtig ist, auch regulär in der Schule stattfinden soll. Dort, wo alle Schüler die gleichen Chancen haben und gleichermaßen einen Lehrer fragen können, wenn sie nicht weiter kommen.

Denn mit den Hausaufgaben ist es so: Manche Schüler können ihre Eltern fragen, wenn sie mit einer Aufgabe nicht zurecht kommen. Andere können das nicht, weil die Eltern es nicht wissen oder abwesend sind. Manche Schüler können Freunde oder Geschwister um Rat bitten - andere nicht. Aus diesem Grund sehe ich Hausaufgaben hinsichtlich der Gleichberechtigung als problematisch an. In einer schulischen "betreuten Übungszeit" wäre das weniger der Fall.

Allerdings ist es schon so, dass Hausaufgaben zu machen etwas bringt. Ich habe von der 5. bis zur 8. Klasse jegliche Hausaufgaben verweigert, eben weil ich der Meinung war "13:00 Uhr - im Stundenplan steht nichts mehr und ich verlasse jetzt das Schulhaus. Also kann mir die Schule bis morgen früh egal sein". In der 9. Klasse hatte ich keine Lust mehr, so viel nachzusitzen. Also habe ich bei den Lehrern, die die Hausaufgaben wirklich kontrollierten, angefangen wenigstens das allernötigste zu machen - halt so, keiner was sagen konnte. Allein durch diese kleine Maßnahme ist mein Notendurchschnitt um 1,2 Noten besser geworden. Es ist also eindeutig so, dass dort, wo man Übungsbedarf hat, die heimische Übung wirklich was bringt.

Also, zusammenfassend:

  • Unbestreitbar ist das Üben dort, wo es der Schüler individuell braucht, sehr sinnvoll.
  • Nicht jeder hat den gleichen Übungsbedarf. Es ist also nicht sinnvoll, alle Schüler zu den gleichen Hausaufgaben zu verpflichten.
  • Es sollte eindeutige (und für alle Schüler ähnliche!) Zeiten geben, wann Schule ist und wann Freizeit. Deshalb bitte: Was für die Schule nötig ist, soll auch im Stundenplan stehen. Ja, das bedeutet längere Schultage.
  • Daheim zu üben, fördert nicht die Gleichberechtigung der Schüler. Übungszeiten, in denen alle Schüler den gleichen Zugang zu Unterstützung haben, wären besser. Sprich: Festgelegte, betreute Übungszeit nach Stundenplan.

Bitteschön.

Leute des kinestätischen Lerntyps lernen nicht durch HA, auch Leute, die durch hören o. lesen lernen nicht

Zeitverschwendung!:)

Ich muss noch schnell nachsehen, ich musste das selbe auch schon machen :)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich gehe zur Schule :)

Sry, mehr weiß ich nicht mehr :(

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Weil sie überflüssig sind.:;(

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich gehe selber noch in die schule 🙈🏫

Was hast du denn schon?

Nix besonderes, wenn du eine gute kennst kannst du mir sie nennen, denn meine kling einfach müll

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