Kann mir einer von euch bitte dieses "Phänomen" erklären?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das hängt mit der Belichtung auf der Kamera zusammen…

Die Kamera belichtet ein Bild mit einer bestimmten Frequenz, z.B. 25 oder 30 Bilder pro Sekunde. Der Rotor dreht sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit also auch einer Frequenz. Die Kamera nimmt also mit jedem einzelnen Bild nur einen Teil der Drehung auf, und der Rotor dreht sich teilweise auch wenn die Kamera gerade kein Bild aufnimmt. Je nachdem wie "schnell" die Kamera aufnimmt sieht es dann so aus, also würde der Rotor beim nächsten Bild nur ein kleines stück weiter sein als zuvor, dabei hat er sich über 1/4 Drehung gemacht, aber du siehst nicht das 1/4 + ein Stück sondern eben nur das Stück (weil das nächste Rotorblatt wieder genauso aussieht die das vorherige) je nachdem wie sich die Frequenzen von Rotor-Drehung und Bildfrequenz also überlagert, dreht sich der Rotor scheinbar schneller oder auch langsamer, es kann sogar passieren, dass es so wirkt, also würde er stehenbleiben und sich die drehrichtung umkehren, weil mit schneller werdender Drehgeschwindigkeit es pasieren kann, dass der Rotor während die Kamera nicht belichtet sich genau 1/4, 1/2 oder 1 ganzes mal gedreht hat, so dass es so aussieht als ob das Rotorblatt sich wieder an genau der stelle befindet wie zuvor, dreht sich der Rotor dann noch schneller ist er schon ein stückchen weiter und es sieht dann aus als ob er die Drehrichtung geändert hat.

Das selbe Phänomen kannst du auch z.B. bei den Reifen fahrender Autos sehen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also erstmal passiert das natürlich nur in Filmaufnahmen.

Das liegt daran, dass eine Kamera mit einer begrenzten Bildzahl (Bilder pro Sekunde) aufnimmt. Meistens 23, 25 oder 30. Weil sich der Rotor aber so extrem schnell dreht schafft er zwischen den Bildern teilweise mehrere Umdrehungen, die dann von der Kamera gar nicht registriert werden. Wenn er zB zwischen 2 Bildern 1,1 Umdrehungen schafft, siehst du auf dem Film hinterher nur 0,1 Umdrehung weil die komplette Umdrehung zu schnell für die Kamera war.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Gehirn empfängt vom Auge (ca. 16 mal pro Sek.)einzelne Bilder und verarbeitet sie zu einem Film. Wenn ein Rad oder ein Hubschrauberrotor sich während einer 16tel Sekunde nicht ganz sondern nur fast ganz dreht, wird jedesmal das Bild eines fast ganz gedrehten Rades vom Hirn verarbeitet. D.h. das Gehirn "fängt" den Rotor jedes Mal, wenn er sich in einer marginal versetzten Position befindet.  Das Gehirn interpretiert deshalb die Drehung des Rotors je nach Geschwindigkeit als langsame Vorwärts bzw. Rückwärtsdrehung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von p0ckiy
29.01.2016, 20:59

Das stimmt allerdings nicht ganz. Das Auge und das Gehirn nehmen keine Bilder pro Sekunde auf. Das ist viel mehr ein konstanter Datenstrom vom Auge zum Gehirn. Da gibt es keine Unterbrechung, die nötig wäre, um diesen Effekt zu erzeugen.

0

Das ist genau das Phänomen, das früher in Western die Räder hat rückwärts laufen lassen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?